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		<title>Luzi-M: Wirtschaft und Soziales</title>
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		<description>Die Luzi-M-News aus dem Bereich Wirtschaft und Soziales als RSS-Feed</description>
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			<title>Luzi-M: Wirtschaft und Soziales</title>
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			<description>Die Luzi-M-News aus dem Bereich Wirtschaft und Soziales als RSS-Feed</description>
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		<lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 09:23:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Sommer auf Olga </title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/07/23/367/</link>
			<description>Der kleine Wagenplatz kann vermutlich den Sommer über bleiben</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Wie´s so ausschaut&quot;, so die gewohnt knappe <a href="http://olga089.blogsport.de/2010/07/20/wies-so-ausschaut/" target="_blank" >Meldung des Stattparks Olga</a>, können die Wagenbewohner_innen noch über die Sommerpause auf dem Gelände Dachauer- Ecke Schwere-Reiter-Straße bleiben. Denneoch seien sie &quot;natürlich weiterhin auf der Suche nach schnellstmöglichen Alternativen&quot;.</p>
<p>Bis dahin werde jetzt ein &quot;Saniwagen&quot; ausgebaut, auch Bauholz wird benötigt. Am kommenden Sonntag (25.07.) findet nach Sonnenuntergang wieder ein Filmabend statt.</p>]]></content:encoded>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 12:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wagenburg Olga bleibt wohl bis Ende Juli</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/07/05/355/</link>
			<description>Die Stadt duldet das Projekt nach Angaben der Wägler_innen erst einmal einen Monat lang.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verschnaufpause für den &quot;Stattpark Olga&quot;. Nachdem am Donnerstag (24. Juni) Polizei und Staatsschutz auf dem besetzten Gelände aufgetaucht waren und eine unangemeldete Versammlung konstruieren wollten, wurde inzwischen &quot;viel telefoniert, pleniert, und Gespräche mit diversen Leuten von der  Stadt geführt&quot;, so die Wagenbewohner_innen auf der <a class="linkExt" href="http://olga089.blogsport.de/" target="_blank" title="Webseite olga089" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Webseite des Projektes</a>.</p>
<p>In den Verhandlungen wurde wohl eine vorläufige &quot;Duldung&quot; bis Ende Juli erzielt. Hierzu soll diese Woche ein Vertrag unterzeichnet werden, dessen Inhalt jedoch noch  unbekannt ist.</p>
<p>Das Gelände an der Schwere-Reiter-Straße / Ecke Dachauerstraße gehöhrt dem Kommunalreferat, das es jedoch dem Kulturreferat überlassen hat. Letzteres hat Teile davon bis heute zur Zwischennutzung vermietet. In naher Zukungft jedoch soll das Geviert abgerissen werden. Gegenüber plant die Landesregierung den Neubau des Justizzentrums, der 2018 bezogen werden soll.</p>]]></content:encoded>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Kultur</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 11:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Stattpark</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/06/19/351/</link>
			<description>Seit einer Woche ist ein Teil des Schwere-Reiter-Geländes am Leonrodtplatz besetzt - der Ausgang...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Abschlußrunde des Rodeo-Theaterfestivals am vergangenen Samstag endete - so die <a class="linkExt" href="http://www.abendzeitung.de/kultur/192452" target="_blank" title="az" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Abendzeitung</a> mit einem &quot;angekündigten Paukenschlag&quot;. Angelika Fink vom Pathos Transpor Theater hätte die Besetzung eines Teils des Geländes an der Dachauerstraße &quot;denkbar ungeschickt und kontraproduktiv&quot; angekündigt, ohne erklären zu können, wofür die Szene das &quot;Kreativquartier&quot; benötige. <br /><br />Die Journalistin des Boulevardblattes machte keinen Hehl daraus, dass ihr die &quot;Kulturoffiziellen&quot; um Kulturreferent Hans-Georg Küppers näher sind, als die spontanen Besetzer_innen: &quot;Mit stiller Diplomatie hat Küppers viel vorher Undenkbares ermöglicht&quot; und lässt sich jetzt &quot;politische Schleichwege nicht durch öffentliche verbale Kraftmeierei verbauen.&quot; <br /><br />Wie auch immer es Herr Küppers und Frau Lorenz von der &quot;AZ&quot; gefallen mag, seit Samstag jedenfalls finden in der alten Halle Theater- und Musikveranstaltungen statt, während draußen einige Wagenbewohner_innen den &quot;<a class="linkExt" href="http://olga089.blogsport.de/" target="_blank" title="olga089.blogsport.de" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Statt Park Olga</a>&quot;, eine Wagenburg mit gemütlicher Couchatmosphäre gegründet haben. Täglich werden die&nbsp; Aktiven und Besucher_innen von der Volxküche versorgt.<br /><br />Auf dem Gelände, das neben der Kultureferats-Technik schon die Kammerspiele, die Kunstakademie, aber auch die Freiwillige Feuerwehr und die &quot;Technische Inspektion Waffen und Geräte -ZD 9&quot; der Polzei und eben das &quot;Pathos&quot; beherbergt(e), stehen mehrere Hallen leer. Die bisherige Planung sieht einen lange andauernden Abriss des Geländes vor. Dazu die Besetzer_innen in einem <a class="linkExt" href="http://olga089.blogsport.de/2010/06/18/offener-brief/#more-6" target="_blank" title="Offener Brief Schwere-Reiter" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;offenen Brief</a>:</p><div class="indent"><p><i>&quot;Tanz, Theater, Musik und Bildende Kunst konzentrieren sich auf engem  Raum. Nach dem Willen des Münchner Kommunalreferats soll sich das bald  ändern. Aus der Keimzelle wird Münchens größte Baustelle und viele  Kreative heimatlos. Der Prozess der Ausdünnung läuft systematisch. Die  Feinspeiserei, Kantine und gemeinsamer Treffpunkt, wurde im Winter  geschlossen. Das Kulturreferat Technik, das infrastrukturelle Rückgrat  des Quartiers wurde vor die Tore Münchens verbannt. Als nächstes sollen  die nun leerstehenden Gebäude&nbsp; abgerissen und der Bauschutt in der Halle  3 des Rodeo-Festivals gelagert werden.</i></p>
<p><i>[...]</i></p>
<p><i>Wir setzen ein Zeichen:<br /> Die kulturelle Nutzung der Halle 3 wird über den Zeitraum des Festivals  hinaus verlängert und wie alle anderen Formen der Zwischennutzung auf  dem Gelände in eine dauerhafte Lösung überführt. Die Planung des  Geländes wird transparent und demokratisch gestaltet und die Kreativen  einbezogen. München braucht dringend Räume für freies Theater, Tanz,  Musik und Kunst. Hier sind sie vorhanden! Und deshalb nutzen wir sie.&quot;</i></p></div><p>Obwohl es sich innerhalb der &quot;Szene&quot; rasch herumgesprochen hatte, scheint in dieser Woche noch nicht die &quot;kritische Masse&quot; entstanden zu sein, die für eine längerfristige Umsetzung des &quot;<a class="linkExt" href="http://www.kunst-statt-schutt.de/" target="_blank" title="Kunst statt Schutt" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Kreativquartiers</a>&quot; nötig wäre. Der Grund dafür dürfte laut einer Wäglerin neben dem furchtbaren Wetter wohl auch an der Überforderung der Aktivist_innen liegen. Wie bei so vielen Projekten ist auch hier die Öffentlichkeitsarbeit zu kurz gekommen.<br /><br />Am heutigen Samstag jedenfalls geht es um 11 Uhr mit einem &quot;veganem Weißwurstfrühstück&quot; los. Ab 13 Uhr gibt es ein Kinderprogramm und einen Schauspielworkshop. Nach dem - wohl nicht vermeidbaren - Fußball-Glotzen werden ab 18:30 Uhr Ausschnitte aus dem Film &quot;Die deutsche Mutter&quot;gezeigt, anschließend feiert das &quot;Volxvergnügen&quot;.<br /><br />Am Sonntag dann werden die Besetzer_innen beim ausgedehnten Brunch ab 11 Uhrüber das weitere Vorgehen und Perspektiven sprechen. Auch hier sind Interessierte herzlich eingeladen. Am Abend präsentiert &quot;Ohne Mampf kein Kampf&quot; dann ein Drei-Gänge-Menü, gefolgt von einer Tanzdarbietung.<br /><br />Ob es an dieser Stelle also seit langem einen Freiraum mit Wagenplatz geben wird, hängt also nicht zuletzt von der Resonanz des Publikums ab. Die (wenigen) Aktivist_innen jedenfalls habe das ihre gegeben. Eine dauerhafte Präsenz scheint zwar - auch angesichts des geplanten neuen Justizzentrums gegenüber - kaum denkbar, eine Weile aber könnte der &quot;Stat Park Olga&quot; und die besetzte(n) Halle(n) das &quot;alternative München&quot; durchaus bereichern.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Kultur</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 00:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Mehr ziviler Ungehorsam erscheint hier als das Sinnvollste&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/06/09/349/</link>
			<description>Statement einiger kritisch-solidarischer Menschen zum Bildungsprotest
</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit protestieren sie wieder. Deutlich weniger Studierende als erwartet beteiligten sich gestern an der Demonstration für die Verbesserung der Bildung, die im Rahmen des <a class="linkExt" href="http://www.bildungscampmuc.de/bildungscamp/" target="_blank" title="Webseite Bildungscamp" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Bildungscamps an der Uni München</a> stattfand. &quot;Einige kritisch-solidarische Menschen&quot; veröffentlichten nun ein Statement, in dem das bisher geschehene zwar gelobt, aber als völlig unzureichend dargestellt wird. Schließlich verliere angesichts moderater Forderungen &quot;die sich herausbildende Bewegung schnell an Kraft&quot;. Wir dokumentieren das Statement im Folgenden:</p><div class="indent"><p>&quot;In den letzten Monaten hat der Protest für ein besseres Bildungssystem Konjunktur erhalten. Nicht nur die Unibesetzungen, die die Forderungen unüberhörbar in die Gesellschaft trugen und die Politik zwangen zu reagieren, auch die 270.000 Menschen beim letzten Bildungsstreik, die bundesweit auf der Straße waren, zeugen von dem Willen, etwas verändern zu wollen.</p>
<h3>Was läuft falsch?</h3>
<p>Die Bildungspolitik des deutschen Staates ist im Prinzip so wie man es erwarten kann. Einerseits dient sie dazu, das kapitalistische System aufrecht zu erhalten, denn der Kapitalismus, in dem alle Menschen in Konkurrenz zueinander stehen und gezwungen sind, sich gegenüber den Anderen zu behaupten, fordert auch von der Bildung einiges ab. So ist zum Beispiel der Zweck bestimmter Reformen, wie der Einführung des G8 im Gymnasium oder des Bachelor- und Master-Systems in der Universität, eine Verkürzung der Ausbildung zu erreichen, um möglichst schnell weiteres Menschenrohmaterial für den Arbeitsmarkt zu erhalten. Dass dabei Individualität auf der Strecke bleibt und nur das für den kapitalistischen Weltmarkt Nötigste gelehrt wird, ist eine logische Schlussfolgerung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der andere Aspekt der Bildungspolitik, vor allem in der Schule, ist das nationalstaatliche Interesse. Die Inhalte, wie das deutsch-zentrierte Geschichtsbild und die Lehre von der jetzigen demokratischen Grundordnung, wie sie beispielsweise im Sozialkundeunterricht stattfindet und keine Hinterfragung zulässt, sind stark ideologisch geprägt. Wirkliche Kritik an den herrschenden Zuständen oder die Auseinandersetzung mit solchen Absurditäten wie Staat und Nation wird kein Raum gelassen, sondern das Hier und Jetzt als optimal verklärt.</p>
<h3>Da sind wir doch dagegen...</h3>
<p>Schön also, dass sich Widerstand regt und sich viele Leute aktiv für eine Veränderung einsetzen wollen. Doch vor allem der Bildungsprotest ist eine schmale Gradwanderung. Dadurch, dass die Forderungen, die der jetzige Protest an die Politik stellt, im Prinzip leicht erfüllbar wären und allgemein auch größtenteils in der Bevölkerung als positiv anerkannt und als sinnvoll erachtet werden, verliert die sich herausbildende Bewegung schnell an Kraft. Der Bildungsprotest muss sich in einen gesamtgesellschaftlichen Protest ausweiten, und jede und jeden, von SchülerInnen und StudentInnen über Azubis und LohnarbeiterInnen bis hin zu Arbeitslosen mit ins Boot holen. Dabei darf die Bildung niemals losgelöst vom Kapitalismus und anderen Widerwärtigkeiten, wie z.B. Rassismus, der sich genauso wie in der Gesellschaft auch im Bildungssystem wiederfindet, betrachtet werden.</p>
<p>Kleine Reformen innerhalb des bestehenden Systems, die wir dennoch einfordern sollten, werden nur zu temporären, minimalen Verbesserungen führen.</p>
<p>Die Unibesetzungen waren eine in dieser Art schon lange nicht mehr dagewesene Aktionsform. Durch die entschiedene Nicht-Akzeptanz der bestehenden Regeln wurde zum Einen viel Öffentlichkeit geschaffen, zusätzlich der Protest für eine Masse an Leuten attraktiv gemacht. Daran sollte auch bei zukünftigen Aktionen angeknüpft werden. Eine wirkliche Veränderung wird nur möglich sein, wenn der Protest Druck aufbaut und unbequem ist, so dass sich Bevölkerung und Politik gezwungen sehen, mit dem Anliegen auseinander zusetzen und schnell zu reagieren. Mehr ziviler Ungehorsam, nicht in Form von Gewalt, erscheint hier als das Sinnvollste, wie z.B. die Autobahnblockaden in Frankfurt a. M. erheblich dazu beitrugen, dass die Studiengebühren abgeschafft wurden.</p>
<h3>&nbsp;...und dann geht’s ums Ganze!</h3>
<p>Der Bildungsprotest betrifft jede und jeden in unserer Bevölkerung und genau so sollte er dann auch geführt werden. Wir sollten damit aufhören, uns allein an Staat und Politik zu klammern und Reformen zu erbetteln. Wir haben es selbst in der Hand und sollten das Problem an der Wurzel anpacken, unsere Kritik also dort ansetzen, wo alles was schief läuft herkommt, nämlich aus dem Kapitalismus. Wollen wir wirklich etwas erreichen muss es ums Ganze gehen, um die Abschaffung von Staat, Nation und Kapital!&quot;</p></div><p>Wieder einmal also beklagen radikale Linke das Abhandenkommen &quot;der  Bewegung&quot;- welcher Bewegung eigentlich?. Wie auch immer - kritisiert wird also erneut die fehlende Radikalität. Eine an sich richtige Krititk, nur: dafür muss Mensch eben bei den quälenden langen Sitzungen, Vorbereitungstreffen und Aktionen streiten. Der Vorwurf lässt sich an viele Initiativen, mit denen einige radikale Linke auch beständig zusammenarbeiten, richten: an die Antiragruppen, an die Betriebs- und Gerwerkschaftsarbeit etc. </p>
<p>Das alleine aber macht diese Initiativen nicht überflüssig oder zum bloßen Nebenschauplatz (oder &quot;am-Nebenwiderspruch-abarbeiten&quot;). Die Zeiten sind nunmal nicht eben rosig, was den revolutionären Umbruch betrifft. Da ist ein langer Atem gefragt - länger wohl, als das Abfassen des hundertsten Flugblatts zum revolutionären kampf dauert.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Bildung &amp; Wissenschaft</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 21:48:04 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ankunft im Bunker unter Gleis 11</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/06/05/348/</link>
			<description>Im Dokutheater &quot;Gleis 11&quot; erinnern &quot;Gastarbeiter_innen&quot; der ersten Generation an die Zeit ihrer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Willkommen in der Bundesrepublik!&quot; schallt es aus den Lautsprechern durch die niedrigen Bunkergewölbe. &quot;Schutzraum&quot; steht an den Wänden, oder &quot;Bunkerwart&quot;. Vor zehn Minuten sind wir mit dem Zug am Gleis 11 des Münchner Hauptbahnhofes angekommen, unsere Koffer und Arbeitsverträge in der Hand. Dann hat uns der Angestellte der &quot;Weiterleitungsstelle des Landesarbeitsamtes&quot; die Treppe hinunter in den düsteren Luftschutzkeller gebracht, wo uns nun die Lautsprecherstimme &quot;willkommen&quot; heißt.</p>
<h3>Menschliche Fracht</h3>
<p>So, oder so ähnlich lief es wohl ab, als die ersten italienischen &quot;Gastarbeiter_innen&quot; ab 1955 in München ankamen. Bis zu tausend Menschen wurden hier täglich wie durch ein &quot;Frachtzentrum&quot; durchgeschleust. Das Dokutheaterstück &quot;Gleis 11&quot; von Christine Umpfenbach erinnert von heute abend an  an diese Geschichte. Umpfenbach hat dafür ehemalige &quot;Gastarbeiter_innen&quot; und Angestellte ausfindig gemacht.</p>
<p>Am Originalschauplatz, dem Bunker unter dem Hauptbahnhof, erzählen diese - unterstützt durch Videos, Diaprojektionen und Modelle - ihre Geschichte der Arbeitsmigration. </p>
<p>Wir Zuschauer_innen schlüpfen dafür für kurze Zeit in die Rolle der ankommenden Arbeiter_innen. Am Bahsteig erhalten wir Koffer und einen &quot;Arbeitsvertrag&quot;. Eine viertel Stunde später heißt es: &quot;von nun an werden wir Sie nur noch mit der Nummer auf ihrem Vertrag ansprechen&quot; - gemeint ist die Postleitzahl unserer zukünftigen Einsatzorte. </p>
<p>Als diese Nummern werden wir nun durch die verschiedenen Räume geschleust, in denen die Ex-&quot;Gastarbeiter_innen&quot; und Angestellten ihre Geschichten erzählen. Schon hier wird klar, dass die Angeworbenen keinesfalls gern gesehenen &quot;Gäste&quot; waren; stattdessen erwecken Raum und &quot;deutsche Gründlichkeit&quot; düstere Assoziationen. Unisono und selbstbewußt berichten uns die Senior_innen von ihrem Erschrecken über die Bedingungen ihrer An- und Unterkunft und von der ablehnenden Haltung der deutschen Aufnahmegesellschaft.</p>
<p> Für 2,11 DM pro Stunde etwa arbeitete Nicolo P. 311 Stunden im Monat. Er hatte sich von seiner Familie getrennt und war nach Deutschland gekommen, um sich seine ersehte Dukati kaufen zu können. In München aber lernte er seine heutige Frau Elisabeth kennen und so blieb er trotz langjähriger Erniedrigungen im Job&nbsp;bis heute in München. &quot;Es geht nicht um das Geld, es geht geht um die Würde!&quot;  sagt Nicolo P. unter Tränen.</p>
<p>Es ist eine typische Geschichte. Mongia M. erzält, wie sie als 18jähriges  Mädchen in München landete. Für 4,30 DM lötete sie bei Siemens Rechnerkerne, davon wurde die Miete fürs Arbeiter_innenwohnheim abgezogen, in dem sie mehrfach bestohlen wurde. Eines Tages lernte sie einen Polizisten kennen, der mit ihr nach Tunesien kam, zum Islam konvertierte und sie heiratete. Später kamen beide zurück nach München, wo sie bis heute leben.</p>
<p>Am Ende bleibt uns Zuschauer_innen neben dem erdrückenden Raumgefühl die Wut auf die herablassende Art ihrer Behandlung - aber auch der Respekt vor der Leistung dieser Menschen. <b>Absolut sehenswert!</b></p>
<p class="csc-frame-frame2"><b><a class="linkExt" href="http://www.muenchner-kammerspiele.de/index.php?SeitenID=stueck&amp;ID=1230&amp;menu1=-1&amp;menu2=-1&amp;Vorschau=&amp;zurueck=Zur%FCck%20zur%20St%FCckseite" target="_blank" title="Webseite Gleis 11" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;&quot;Gleis 11</a>&quot;</b> läuft im Rahmen des Kammerspiele-Projekts &quot;<a class="linkExt" href="http://www.munich-central.de/" target="_blank" title="Webseite Munich Central" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Munich Central</a>&quot; an folgenden Tagen:<br /><b>Premiere: Sa, 05.06.</b> (ausverkauft/evtl. Restkarten an der  Abendkasse)<br />So., 06.06. // Sa., 12.06. // Sa., 19.06. // So., 20.06., jeweils 20 Uhr, <br /><b>Treffpunkt</b>: jeweils 19:45, Hauptbahnhof, Gleis 11.<br /><b>Eintritt:</b> 9 (erm. 5) EUR<br /><b>Hinweis</b>: im Bunker ist es kühl, es empfielt sich, entsprechende Kleidung mitzunehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Migrant_innen</category>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Kultur</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 13:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Antikapitalistische Szenedemo</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/05/04/341/</link>
			<description>Etwa 400 Antikapitalist_innen beteiligten sich an der Demonstration des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="linkExt" href="http://lemondeestanous.blogsport.de/" target="_blank" title="lemondeestanous.blogsport.de" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Fünf Aufrufe</a> und wochenlanger Wirbel innerhalb der &quot;Szene&quot; - und dennoch kamen - wenn auch zahlreich - nur die &quot;üblichen Verdächtigen&quot;: am Vorabend des 1. Mai beteiligten rund 400 Antikapitalist_innen aus der linken bis linksradikalen Szene an der Demonstration &quot;Kapitalismus abschaffen. Für ein ganz anderes Ganzes&quot;.</p>
<p>Zum Auftakt am Rosenheimer Platz sah es anfangs noch mager aus, zum Demostart allerdings waren dann doch (fast) alle &quot;vollzählig angetreten&quot;. </p>
<p>&quot;Die Vielfalt emanzipatorischer Bewegungen mit ihren verschiedenen  Herangehensweisen und Aktionsformen&quot; wollte das Bündnis auf die Straße bringen, was nur zum Teil gelang. Die linke Szene - oder besser: der Teil der linken Szene, der zur Demonstration aufgerufen hatte - präsentierte sich dabei dem Aufruf entsprechend so vielfältig, wie ihr dies zur Zeit eben möglich ist. Neben Antifaschist_innen und Antisexist_innen waren vorallem Flüchlingsaktivist_innen, Fuballfans und Tierrechtler_innen vertreten.</p>
<p>Tatsächlich gelang es wohl erstmals seit langem, eine linksradikale Demonstration ohne Black-Block-Attitüde vorneweg zu veranstalten. Dies, die Bademantelfraktion (&quot;Für immer Ferien!&quot; (!?!)) und eine kleine Gruppe Antisexist_innen, die immer wieder mal außerhalb der Demo zu sehen war, zeigten die &quot;unterschiedlichen Herangehensweisen und Aktionsformen&quot; der Demonstration.&nbsp;</p>
<p>Diese lief vom Rosenheimer Platz über das Isartor zum Tal, wo die Szenerie am Freitagabend einem Schaulaufen für die Tourist_innen glich. Nähe Marienplatz kam es &quot;am Rande der Demo zur einzigen uns bekannten Festnahme&quot;, wie es in <a class="linkExt" href="http://de.indymedia.org/2010/05/280133.shtml" target="_blank" title="indymedia: Abenddemo am 30.4. in München" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;dem Bericht von Yo! auf indymedia</a> heißt (ohne das klar wird, wer &quot;wir&quot; ist).</p>
<p>Von dort ging es über den Vikualienmarkt zum Gärtnerplatz. </p>
<p>Hier angekommen, sollte eigentlich bis 22 Uhr gefeiert werden, was auch der Einsatzleiter der Polizei irgendwann verstand. Allerdings machte der gegen 21 Uhr schnell einsetztende Regenschauer der Party ein Ende. Unter dem Gegröle der Fußballfans löste sich die Demonstration auf.</p>
<p>Unter den Beteiligten gab es unterschiedliche Einschätzungen. Nicht wenige bemängelten, dass offenbar &quot;nicht über den Tellerrand der Szene hinaus&quot; mobilisiert worden war. Andere schätzen, dass die 400 bis 450 Leute eben dem Potenzial linksradikaler Antikapitalist_innen entsprach, mehr also &quot;derzeit nicht drin&quot; sei. Als &quot;klarer Erfolg&quot; wird die Demonstration denn auch im o. g. indymedia-Bericht bezeichnet.</p>
<p>Zumindest der vordere Teil der Demonstration scheint am Ende direkt nach Rosenheim weitergezogen zu sein, wo er sich bei der linken Maidemo am nächsten Tag <a class="linkExt" href="http://de.indymedia.org/2010/05/280039.shtml" target="_blank" title="de.indymedia.org: Rosenheim: Erste Mai Demonstration" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;erneut als Demospitze</a> zeigte.</p>]]></content:encoded>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 04 May 2010 14:13:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Heraus zum Kampftag der Arbeiterinnenklasse: 1Mai10</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/04/25/330/</link>
			<description>Mit verschiedensten Kundgebungen und Demonstrationen wird bayernweit mehr oder weniger radikal der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder Erster Mai. Die Gewerkschaften rüsten wieder für ihr Familienfest unter dem Motte &quot;Bitte etwas weniger ausbeuten&quot; und die radikale Linke ruft in gewohnt revolutionärer Retorik zum Kampf &quot;für ein ganz anderes Ganzes&quot; auf - in Überblick.<br /><br />Sowohl in Fürth als auch in München gehen die &quot;Maifeiern&quot; bereits am Freitagabend (30.04.) los. In Fürth rufen die Antifaschistische Linke Fürth und die örtliche Jugendantifa zu einer antikapitalistischen und antifaschistischen Vorabenddemo zum 1.Mai auf, die unter dem Motto: „…denn die Straßen gehören uns! Kapitalistische Verhältnisse überwinden! – Für die befreite Gesellschaft!“ steht. Treffpunkt ist um 19:00 Uhr an der Kleinen Freiheit (in Bahnhofsnähe) Mehr dazu unter: <a href="http://alf.blogsport.de" target="_blank" >http://alf.blogsport.de/</a> <br /><br />In München mobilisiert ein aus dem &quot;offenen Soziale Kämpfe Plenum&quot; hervor gegangenes, aber nicht mehr offenes geschlossenes Bündnis (vgl. unten) zur Demonstration unter dem Motto &quot;Le monde ets à nous! für ein ganz andere ganzes&quot;. Diese startet um 18 Uhr am Rosenheimer Platz. Auf stattliche zehn Seiten (!) bringen es die Aufrufe dazu inzwischen. Neben einem Kurzaufruf finden sich bisher drei weitere von besagtem Plenum, der Antifa NT und dem aka_muc. Die Aufrufe und weitere Informationen dazu  unter <a href="http://lemondeestanous.blogsport.de/" target="_blank" >lemondeestanous.blogsport.de</a></p>
<h3>&quot;Tradition ist wunderbar ...&quot;</h3>
<p>Der Samstag gestaltet sich dann eher traditionalisitisch. Bayernweit hat der DGB zu Maikundgebungen unter dem Motto &quot;WIR GEHEN VOR! Gute Arbeit - Gerechte Löhne - Starker Sozialstaat&quot; (!) aufgerufen. Wer mit &quot;WIR&quot; im starken Staat gemeint ist - &quot;wir Deutsche&quot;, &quot;Wir Männer&quot; oder &quot;wir sozialversichert Beschäftigte&quot;, bleibt zunächst unklar. <br /><br />In München geht es um 9:45 vor dem Gewerkschafthaus in der Schwanthalerstraße los. Von dort ziehen &quot;WIR&quot; zum Marienlplatz und besetzen das Rathaus - quatsch und lauschen den Reden von DGB-Chfe Christoph Frey, IG-Meall-Chef Werner Neugebauer und OB Christian Ude als Vorprogramm von &quot;Schein&quot; und &quot;TOPACT: Los Dos y Companeros&quot;. Danach gibts kurz Familienfeier am Viktualienmarkt und schließlich das &quot;Laut.Stark.10&quot; OpenAir am Marienplatz - wie gehabt also. Details und das Programm an anderen Orten gibts auf den <a class="linkExt" href="http://www.dgb-muenchen.de/erstermai/28_1_Mai_2010.php" target="_blank" title="DGB-Infos zum Ersten Mai" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Seiten des DGB</a>.<br /><br />&quot;Garantiert frei von Gewerkschaftsbonzen und Parteien&quot; halten ebenso traditionell die Anarchist_innen von 10 bis 17 Uhr ihre &quot;sozialrevolutionäre Mai-Kundgebung&quot; am Rindermarkt ab.<br /><br />Ob es auch heuer ein alternatives Kulturprogramm am Nachmittag in der Glockenbachwerkstatt geben wird, ist noch unklar. Fest steht, dass das &quot;Department of Volxvergnuegen&quot; am Abend wieder zu &quot;Lektionen in Kultur&quot; lädt, diesmal mit Das &quot;Kammerflimmer Verbrecher Rotfront Theater&quot;. Mehr dazu auf den <a class="linkExt" href="http://www.mischwaldserver.de/volxvergnuegen/index.php/veranstaltungsleser/items/142.html" target="_blank" title="Dept. of volxverguegen" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Seiten des Volxvergnuegens</a>. </p>
<h3>&quot;... wir kommen wieder, jedes Jahr!&quot;</h3>
<p>Die radikale (antiimperialisitsche) Linke in Bayern hat sich mit der &quot;Revolutionären 1.-Maidemonstration&quot; in Nürnberg ebenfalls ein traditionelles Event geschaffen. Unter dem Motto „Warum nicht ... Kapitalismus abschaffen! Für die soziale Revolution weltweit!, organisiert von OA und anderen, geht es um 12 Uhr in der Bauerngasse/Ecke Gostenhofer Hauptstraße los. Im Anschluss findet das &quot;Internationalistische Straßenfest&quot; in der Müllnerstr./Ecke Adam-Kleinstr. statt. Mehr unter <a href="http://redside.antifa.net" target="_blank" >http://redside.antifa.net</a>&nbsp; oder <a href="http://1mai.blogsport.de" target="_blank" >http://1mai.blogsport.de</a> </p>
<p>Wenngleich sich die Nürnberger Demonstration zum bayernweiten Anziehungspunkt für (zum Teil etwas angestaubte) Linke entwickelt hat, findet huer in Rosenheim eine eigene Daidemonstration jenseits des SPD-Gewerkschafts-Staatskonsenses statt. Ein Demobündnis ruft mit den Worten &quot;Kapitalismus ist Krise - unsere Chance heisst Widerstand&quot; zum Protestzug auf. Dieser startet um 12:30 Uhr an der Brixstraße/Ecke Rathausstraße, mehr Informationen hier: <a href="http://www.erstermai.de.nr" target="_blank" >http://www.erstermai.de.nr/</a>.</p>
<h3>Nazis in Schweinfurth und Erfurt</h3>
<p>Und natürlich nutzen auch Rechtsextremist_innen den Ersten Mai für vor allem fremdenfeindliche Propaganda. Unter anderem in Schweinfurth und in Erfurt wollen Neonazis marschieren. Daher rufen Schweinfurther Antifaschist_innen auf: &quot;Frei statt Netz Süd – Rechtsradikalen Aufmarsch stoppen!&quot; Als Treffpunkte werden&nbsp; um 09.30 Uhr der „Antikapitalistische Block“ im Rahmen der DGB-Demonstration (Maininsel/Maxbrücke) sowie eine Kundgebung um 10.30 Uhr am „Grünen Markt“ angegeben. Mehr dazu unter <a href="http://01mai2010.blogsport.de" target="_blank" >http://01mai2010.blogsport.de</a> <br /><br />In Erfurt will die NPD marschieren. Der antifaschistische Aufruf zu Gegenaktivitäten zeigt sich schlicht und prollig: &quot;Hauptsache s'knallt&quot; lautet der Titel und es folgt auch eine Erklärung dazu, der zufolge sich die Aufrufenden von &quot;<a class="linkExt" href="http://strassendate.net/" target="_blank" title="strassendate.net" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;bürgerlichen Anti-Nazi Mobilisierungen</a>&quot; distanzieren und daher &quot;provozieren&quot; wollen. Mehr Infos unter <a href="http://www.maifestspiele-erfurt.us" target="_blank" >http://www.maifestspiele-erfurt.us</a> <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Gegen Rechts</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Stadtgespräch</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Attraktive tödliche Dienstleistungen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/04/21/335/</link>
			<description>Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es im Osten der Republik so genannte Arbeitslose gibt,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Historiker und Folterbefürworter Michael Wolffsohn beklagt in der <a class="linkExt" href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Ostdeutsche-haeufiger-im-Kampfeinsatz-180650411" target="_blank" title="TA: Ostdeutsch häufiger im Kampfeinsatz" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Thüringer Allgemeinen</a> eine zunehmende &quot;Ossifizierung&quot; der Bundeswehr. Dies hänge eng mit der ökonomischen Situation in Ostdeutschland zusammen, sagte der blitzgescheite Wissenschaftler von der Bundeswehr-Universität München.</p>
<p>Wolffsohn zufolge ist die deutsche Armee auf dem Weg zur &quot;Unterschichtenarmee&quot;: &quot;Die lebensgefährlichen, tödlichen Dienstleistungen sind den Unterschichten vorbehalten. Ich halte das für einen Skandal&quot;.</p>
<p>Respekt erstmal für Ihre Wortschöpfung, Herr Wolffsohn. Den Beruf des Sterbens und Tötens für andere Interessen als &quot;lebensgefährliche, tödliche Dienstleistung&quot; zu bezeichnen, das hat was. Leider kommt Ihr neuer Worthülsenvorschlag reichlich spät, wo doch Ihr oberster Dienstherr&nbsp;Guttenberg zumindest umgangssprachlich schon von Krieg spricht.</p>
<p>Außerdem, Herr Wolffsohn: dass die verarmten Ostdeutschen lieber für relativ viel Geld töten (und vielleicht sterben), als weiter arm zu sein, ist kein Skandal. Es gehört zu einem kapitalistischen Staat mit teilweiser Berufsarmee schlicht und ergreifend dazu. ein Blick in die USA etwa zeigt das schon seit langer, langer Zeit. Aber das ist für einen Militärhistoriker natürlich nicht so leicht zu verstehen. </p>
<p>Dass junge Ostdeutsche länger in der Bundeswehr dienen wollen, sieht nun der FDP-Abgeordnete Rainer Stinner aber nicht als Normalität im Kapitalismus, sondern als Zeichen für die Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr. &quot;Die steigt, wenn andere Möglichkeiten nicht gegeben sind. Das ist nichts Schlechtes&quot;, sagte er der Thüringer Allgemeinen. </p>
<p>Genau, Herr Stinner. Ebenso steigt z.B. auch die Attraktivität von Sägespäne als Nahrung, wenn andere Möglichkeiten nicht gegeben sind. Auf diese Weise ließe sich auch die Attraktivität von Zwangsarbeit steigern, wenn die Alternative hungern (oder Sägespäne) hieße, gell? </p>
<p>Ach, hat Ihnen der Guido schon erzählt? Nun denn ...</p>]]></content:encoded>
			<category>Und übrigens</category>
			<category>Krieg &amp; Frieden</category>
			<category>Internationales</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Militarismus</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 11:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Wie Nagellack an einem Krebskranken&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/04/20/334/</link>
			<description>Die monatliche Critical Mass in Rosenheim richtet sich diesmal gegen die KFZ-freundliche...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Unsere Stadt soll schöner werden!&quot; Beim Motto immerhin sind sich die Teilnehmer_innen der <a class="linkExt" href="http://www.critical-mass-rosenheim.tk/" target="_blank" title="Webseite der Critical Mass Rosenheim" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Rosenheimer Critical Mass</a> und die Veranstalter_innen der Landesgartenshow einig. Bei den Mitteln freilich unterscheiden sich Radler_innen, Gartenbauer_innen und Stadtverwaltung deutlich. Am Samstag, den 24. April startet um 11:55 Uhr die fünfte Rosenheimer Critical Mass. </p>
<p>&quot;Ein bunt bemaltes Parkhaus zur Gartenschau ist wie Nagellack an einem Krebskranken&quot;, so ein Teilnehmer angesichts der Kulisse während der Critical Mass im März. &quot;Ich fahre mit, weil Parkhäuser eine Stadt zerstören. Aber eine Stadt soll Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen sein. Nicht wie jetzt zuerst für Autos&quot;, so der Radfahrer weiter.</p>
<p>Mit ihrer Kritik richten sich die Fahrradaktivist_innen vor allem gegen Rosenheims Bürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU), die viele schlicht &quot;Parkhaus-Gabi&quot; nennen. Diese eröffnete erst am vergangenen Montag erneut ein Parkhaus für 186 Fahrzeuge. Lange Zeit galt&nbsp;Bauer Kritiker_innen als &quot;unangefochtene Meisterin in der Disziplin: Wie kann ich  möglichst viele Parkhäuser und Parkplätze in eine Stadt bekommen?&quot;, wenngleich etwa <a class="linkExt" href="http://randaleundliebe.blogsport.de/2010/03/19/parkplatzkoenig-und-parkhausqueen/" target="_blank" title="randelundliebe: "Parkplatzkönig und Parkhausqueen"" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;randaleundliebe</a> meint, dass die Stadt Schliersee inzwischen Konkurrenz macht.&nbsp;</p>
<p>Seit vergangenen Dezember findet nicht zuletzt gegen diese einseitige Verkehrspolitik einmal im Monat eine Critical Mass in Rosenheim statt. Radler_innen treffen sich am Ludwigsplatz und fahren als Corso durch die Stadt, wobei sie aufgrund ihrer Größe (mindestens) eine ganze Fahrspur belegen und sich so Vorrang gegenüber dem motorisierten Verkehr nehmen.</p>
<p>Am Eröffnungswochenende der LGS feiert auch die „Critical Mass“ genannte Radtour den Frühling. Start der fröhlichen Stadterkundung auf dem Fahrrad ist wieder am Ludwigsplatz, am 24. April um 11.55 Uhr. &quot;Jeder Mensch, ob jung, ob alt,&quot;, so die Aktivist_innen, &quot;ist eingeladen, das Tempo ist gemütlich und passt sich den Langsamsten an. Die Route wird spontan entschieden, eine Besuch der LGS bietet sich an.&quot;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Umwelt</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 13:56:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Jugendcamp mit Panzer?</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/03/04/322/</link>
			<description>Mit Flugblättern, Gesprächen und kritischen Fragen konnten Antimilitarist_innen ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Diesmal hat München ein wenig enttäuscht&quot;, schreibt <a class="linkExt" href="http://bkpnk089.blogsport.de/2010/03/01/neue-staedtewette/" target="_blank" title="bikepunk089: Neue Städtewette" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;bikepunk089</a> über die Aktion im und vor dem &quot;Best Western Hotel Cristal&quot;. Die Firma Optronic - 2003 in zusammenhang mit Waffenschmugel an Nordkorea in den Schlagzeilen - hatte am Samstag zum Castig für Manöver-Übungen der US-Armee geladen. </p>
<p>Während vielen der rund 50 Bewerber_innen offenbar nicht klar war, das hier nicht für einen Actionfilm, sondern für Kriegsübungen Statist_innen gesucht wurden, waren ein paar Aktivist_innen gerade deshalb bei der Veranstaltung. </p>
<p><a class="linkExt" href="http://de.indymedia.org/2010/02/274431.shtml" target="_blank" title="indymedia: [M] Rekrutierung für Militärübungen" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Indymedia</a> zufolge gelang es diesen, einige Interessent_innen von einer Bewerbung abzuhalten. &quot;Als einer der Veranstalter dazu aufgefordert wurde vor der ganzen Gruppe klarzustellen, daß es sich hierbei nicht um bloße Dreharbeiten für einen Film handeln solle, sondern um ein militärisches Manöver, zögerte dieser. Angesprochen auf diese Irritation stellte sich im Gespräch heraus, daß es durchaus gewollt sei, daß Menschen unter falschen Annahmen den ersten Schritt der Bewerbung machen&quot;, so &quot;nightshift portier&quot; auf indymedia.</p>
<p>Entsprechend habe der Veranstalter versucht glaubhaft zu machen, &quot;daß die Manöverübung sich kaum von einem Jugendcamp unterscheide und eigentlich eine spaßige Sache sei&quot;, woraufhin ein Teilnemer entgegnete, &quot;daß in seinen Jugendcamps keine Panzer durchgerollt seien&quot;. </p>
<p>Inzwischen verteilten vor dem Hotel Aktivist_innen ein Flugblatt, dass auf das Geschehen in dem Hotel hinwies und über die Arbeit als &quot;US-Army-Statist_in&quot; und die Firma Optronic informierte.</p>
<p>Mehr Infos auf <a class="linkExt" href="http://de.indymedia.org/2010/02/274431.shtml" target="_blank" title="indymedia: [M] Rekrutierung für Militärübungen" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;indymedia</a> und bei <a class="linkExt" href="http://lora924.de/?p=2056" target="_blank" title="Radio Lora" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;<a >Radio Lora</a></a>. </p>]]></content:encoded>
			<category>Kurzmeldung</category>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Militarismus</category>
			<category>Krieg &amp; Frieden</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 19:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rüttgers um Gage betrogen?</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/02/24/319/</link>
			<description>Zehntausende Euro verlangte die CDU für Gespräche mit dem Noch-Ministerpräsidenten - doch der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es um Geld geht, hört die Parteifreundschaft schnell auf. Dass muss - nach offizieller Lesart - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers derzeit erfahren. Dabei hat sich der Mann mit der flotten Zunge schon immer gewundert, warum ihm beim Parteitag immer wieder neue, teils völlig unbekannte Leute zur Seite gesetzt wurden, die ihm energisch mit ihren Anliegen konfrontierten und laut wurden, wenn er nur mit &quot;keine Ahnung, wir werden sehen&quot; reagierte.<br /><br />Zwischen 12.000 und 22.000 Eur - je nach Marktwert - zahlen &quot;Sponsor_innen&quot; seit 2004 für ein Gespräch mit &quot;Rumänen-Rüttgers&quot;. Zum Vergleich: auf &quot;50.000 bis 100.000 Dollar&quot; wurde schon 2006 die Gage von Ex-Kanzler Gehrhard Schröder geschätzt - und die <a class="linkExt" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/940/504156/text/" target="_blank" title="sueddeutsche.de" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;bekommt er wohl auch, wenn er nicht spricht</a>.<br /><br />Dumm nur: Rüttgers wußte gar nichts von dem Deal. Die Partei, genauer: Generalsekretär Wüst kassierte Rüttgers' Gage ab, doch der Ministerpräsident sah keinen Cent. Das jedenfalls behauptet Rüttgers und entließ Wüst. Ob der jetzt mit einer Anzeige wegen Lohnbetrugs rechnen muss, ist unklar - einige Szenekenner_innen halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass Rüttgers &quot;keine Ahnung&quot; gehabt haben soll.<br /><br />Die Welt ist ungerecht. Während dem einen also die Gage für erbrachte Leistungen vorenthalten wird, bekommt ein anderer rund 2 Millionen Mark, ohne irgendetwas dafür tun zu müssen. Das jedenfalls <a class="linkExt" href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/738/503955/text/" target="_blank" title="sueddeutsche.de" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;behauptet</a> Ex-Thyssen-Manager Winfried Haastert. 1,2 Millionen Mark habe ihm Waffenlobbyist Schreiber in Bar mit den Worten &quot;ich soll mir davon was Schönes kaufen&quot; gegeben. Eine Gegenleistung habe Schreiber nicht verlangt. Toll.<br /><br />Überhaupt Schreiber. Bei solchen Summen kann mensch ja schon mal durcheinander kommen. Sein Ex-Kumpel, der ehemalige Rüstungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls (damals CSU) erklärte nun, auch er habe &quot;während seiner Amtszeit als Staatssekretär im Bonner Verteidigungsministerium von Schreiber 3,8 Millionen Mark für gute Dienste bei verschiedenen Rüstungsgeschäften angenommen&quot; (<a class="linkExt" href="http://www.sueddeutsche.de/,ra15l1/bayern/790/504007/text/" target="_blank" title="sueddeutsche.de" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;SZ</a>). Zuletzt habe ihm Schreiber 1992 500.000 Mark gegeben: &quot;&quot;Er schmiss das Geld auf den Tisch und sagte: 'So, und jetzt halt die Schnauze'&quot;, so die SZ.<br /><br />Der eitle Waffenlobbyist aber weiß davon gar nichts. Hat Herr Pfahls also Herrn Schreiber und sich selbst belastet, auf die Flucht begeben und zu zwei Jahren Haft verurteilen lassen, nur um sich wichtig zu machen?<br /><br />Hat also Herr Rüttgers jahrelang Sponsor_innen entertainen müssen, ohne zu wissen, dass sowas Geld kostet, während Herr Schröder 50.000 bis 100.000 Euro, Herr Haastert gar rund 600.000 Euro fürs Nichtstun bekamen, wohingegen Herr Pfahls von Herrn Schreiber 1,9 Millionen Euro für die Genehmigung von Waffengeschäften bekommen haben will, die Herr Schreiber aber nie gezahlt hat?<br /><br />Die Welt ist ungerecht.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Und übrigens</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 16:22:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mit Niedriglöhnen gegen Hartz IV?</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/02/19/317/</link>
			<description>Westerwelle macht nur den Marktschreier für ein laufendes Programm</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Logik hat das ja schon lange nichts mehr zu tun.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hält Hartz-VI-Sätze in Teilen für grundgesetzwidrig niedrig und verlangt eine Korrektur. Politik und Presse debattieren darüber, &quot;wer das alles bezahlen soll&quot; (Bild) und bald ist mensch sich mit Westerwelle darüber einig, dass &quot;wer arbeitet, mehr haben soll, als der, der nicht arbeitet.&quot; Die Kanzlerin &quot;distanziert&quot; sich - &quot;das waren nicht meine Worte, das ist nicht mein Duktus&quot; - vom Tonfall ihres Vizes, nicht aber vom Inhalt. </p>
<p>Auch die Ökonomen des &quot;Kieler Instituts für Weltwirtschaft&quot; finden einen anderen Duktus, wenn sie Herrn Westerwelle <a class="linkExt" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,678478,00.html" target="_blank" title="spiegel.de. Hartz-IV-Forscher springen Westerwelle bei" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;im &quot;Spiegel&quot;</a> nun beipflichten, dass das Hartz-IV-System eine &quot;Falle&quot; sei, &quot;in der sich Arbeit nicht lohnt&quot;. Zwei Fälle aus der Studie zeigen, dass in manchen Fällen das Gehalt eines Vollzeitjobs geringer ist als der Hartz IV-Bezug. &quot;Trotz solcher Rechnungen&quot;, empört sich der &quot;Spiegel&quot;, wollten die Arbeitsagenturen &quot;die Hartz-IV-Empfänger nicht pauschal als Faulpelze abstempeln&quot;. </p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Der Ton macht die Musik</h3>
<p>Durch die nun von manchen geforderte Anhebung der Sätze &quot;würde sich das Problem verschärfen - und der Anreiz, auch gering bezahlte Jobs anzunehmen, noch niedriger werden&quot;, meint der Spiegel und läßt Herrn Boss vom &quot;Kieler Instituts für Weltwirtschaft&quot; Tacheles reden:</p><div class="indent"><p><i>&quot;'Ich bin dafür, den Regelsatz zu kürzen und gleichzeitig von einem Zuverdienst mehr übrig zu lassen.' Sollte der Arbeitslose selbst keine Arbeit finden, sei zum Beispiel eine Tätigkeit für die Kommune denkbar. 'So könnte das Einkommen mindestens auf das jetzige Leistungsniveau erhöht werden.'&quot;</i></p></div><p>Den Hartz-IV-Satz kürzen und einen Zuverdienst &quot;mindestens auf das jetzige Leistungsniveau&quot; zulassen - das klingt besser als Ein-Euro-Jobs: Die Kommune zahlt zusätzlich zu den Kosten für Unterkunft und Heizung (statt der Arbeitsagentur) einen Teil des alten Regelsatzes als &quot;Gehalt&quot; fürs Straßenkehren. In einem anderen Tonfall hatte das vor kurzem schon ein anderer &quot;Visionär&quot; <a class="linkExt" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672311,00.html" target="_blank" title="spiegel.de: Koch verlangt Arbeitspflicht für Arbeitslose" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;gefordert, nämlich Roland Koch</a>:</p><div class="indent"><p><i>&quot;Wir müssen jedem Hartz-IV-Empfänger abverlangen, dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung nachgeht, auch niederwertiger Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung.&quot;</i></p></div><p>Genau, zu viel darf die Kommune oder einE anderE Arbeitgeber_in aber bitte nicht zahlen, denn der &quot;Visionär&quot; Boss &quot;ist überzeugt: 'Jeder kann beschäftigt werden, wenn man auch sehr niedrige Löhne zulässt.'&quot;&nbsp; </p>
<p>Das hat auch die IG Metall in Nordrhein-Westfalen verstanden, denn fast zur gleichen Zeit verkündete die maßgebliche Industriegewerkschaft, dass sie in der aktuellen Tarifrunde zum ersten Mal in ihrer Geschichte wegen der &quot;Krise&quot; auf eine (reale) Lohnerhöhung verzichtet. Stattdessen gehe es um den Erhalt von Arbeitsplätzen. Unterdessen kündigte wiederum der Autobauer Opel an, europaweit 8300 Arbeitsplätze abbauen zu wollen und bittet um 1,5 Milliarden Euro Staatshilfe. </p>
<p>Inzwischen haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber_innenverband darauf geenig, dass es in diesem Jahr 26 Euro pro Monat als Einmalzahlung und erst im kommenden Jahr 2,7 Prozent mehr gibt. Das dürfte in etwa dem Inflationsausgleich für die beiden Jahre entsprechen.</p>
<p>Und so schließt sich der Kreis: Hartz IV drückt ohnehin indirekt - durch die höhere &quot;Bereitschaft&quot;, Niedriglohnjobs zu &quot;akzeptieren&quot; - die Löhne. Niedrige Löhne müssen wegen des verankerten &quot;Lohnabstandsgebotes&quot; zu niedrigeren Hartz-IV-Sätzen führen usw. Am Ende wird - wenn nicht wieder das Verfassungsgericht dazwischen pfuscht - Hartz IV so niedrig sein, dass es komplett durch private oder öffentliche Ein-Euro-Jobs ersetzt werden kann.</p>
<p>Dass es vielleicht doch die niedrigen Löhne sind, die letztlich Hartz IV mit der Menschenwürde kollidieren lassen, kommt kaum jemanden in den Sinn. Oder doch? &quot;Es sei in der Bundesrepublik vergleichsweise schwer, durch niedrig entlohnte Erwerbsarbeit über die Armutsgrenze zu gelangen&quot;, zitiert die Süddeutsche Zeitung (print) am Freitag Herwig Immervoll von der OECD. Nun dürfte es nirgendwo leicht sein, mit Niedriglöhnen eun &quot;Gutes Leben&quot; zu führen. Das Problem in Deutschland aber sieht die OECD eher in den zu hohen Steuern und Abgaben, sowie in den geringen Zuverdienstmöglichkeiten.</p>
<p>Es bleibt also dabei. Alle reden nur noch vom Ausbau der Niedriglohnjobs, der mittels Hatz IV vorangetrieben und staatlich gegenfinanziert werden soll. </p>]]></content:encoded>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 10:51:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aktionen vor der &quot;Sicherheitskonferenz&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/02/01/310/</link>
			<description>Ein Transparent, ein Werbeplakat und ein Aktionstheater erinnerten bisher in München daran, dass am...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die einen direkt auf die <a href="nachrichten/artikel/datum/305/" >(Demonstration gegen die) &quot;Sicherheitskonferenz&quot; am kommenden Samstag (12 Uhr, Marienplatz) </a>aufmerksam machten, ging es den Künstlern Wolfram Kastner und Günter Wangerin mit ihrer Aktion vor der Commerzbank im Grunde eher um den so genannten &quot;<a class="linkExt" href="http://cellertrialog.blogsport.de/" target="_blank" title="Informationen zum Celler Trialog" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Celler Trialog</a>&quot;, der der Münchner Konferenz jedoch nicht unähnlich ist.</p>
<p>In luftiger Höhe, an einem Baukran an der S-Bahn-Strecke zwischen Hirschgarten und Laim befestigten Kriegsgegner_innen am vergangenen Wochenende ein großes Transparent, das mit den Worten &quot;Krieg dem Krieg!&quot; für die Demonstration am Samstag wirbt.</p>
<p>Etwas teurer dürfte die &quot;Werbeaktion&quot; gewesen sein, die seit einiger Zeit am Marienplatz prangt. Dort mieteten Antikriegsaktivist_innen ein Werbeplakat zur <a class="linkExt" href="http://www.nicht-in-unserem-namen.info/" target="_blank" title="Kampagnenwebseite" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Aktion &quot;Nicht in unserem Namen&quot;</a>. Diese Unterschriftenkampagne will den Oberbürgermeister darauf aufmerksam machen, dass der städtische Empfang der Teilnehmer_innen der &quot;Sicherheitskonferenz&quot; bei vielen Münchner_innen auf Ablehnung stößt. Am Freitag, den 22. Februar hatte Martin Löwenberg (VVN-BdA) das Plakat am Ausgang zum Marienhof &quot;eröffnet&quot;.&nbsp; Inzwischen wurde das Plakat - obwohl &quot;ordentlich&quot; gemietet - wieder entfernt, wie <a class="linkExt" href="http://www.sicherheitskonferenz.de/de/Nicht-in-unserem-Namen-keine-Plakatwand" target="_blank" title="sicherheitskonferenz.de: Politik unerwünscht" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;das Ökumenische Büro mitteilt</a>. Offenbar möchte die MVG als Eigentümerin dort keine &quot;politischen Statements&quot; sehen. An der Aktion kann mensch sich auch <a class="linkExt" href="http://www.acting-art-of-memory.de/phpXplorer/homes/hans/content/links/udeprotest.php" target="_blank" title="Online-Protestschreiben" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;online beteiligen</a>.</p>
<p>Am vergangenen Donnerstag machten Wolfram Kastner und Günter Wangerin am Hauptbahnhof auf die zunehmende Verflechtung von Militär und Wirtschaft aufmerksam, indem sie eine <a href="nachrichten/artikel/datum/304/" >Kunstaktion</a> wiederholten, die bereits im vergangenen Jahr in Frankfurt stattfand. </p>
<p>Und dann war es ausgerechnet der CSU-Europaabgeordnete und &quot;Vertriebenenfreund&quot; Bernd Posselt (CSU), der - verduzt über die beiden schwer bewaffneten Soldaten der &quot;Deutschen Aktion Bankenschutz&quot; - am Automaten der Commerzbank seine PIN-Nummer vergaß. Kastner und Wangerin machten mit dieser Aktion auf den von der Commerzbank jährlich im veranstalteten &quot;Celler Trialog&quot; aufmerksam. Das Leitmotiv dieses Treffens von Wirtschaftsvertreter_innen, Politiker_innen und Militärs lautet &quot;Die Bundeswehr im Einsatz für unsere Sicherheit - Wirtschaft und Politik an der Seite der Bundeswehr.&quot; </p>
<p>Zwar findet der Trialog in diesem Jahr erst im Spätsommer statt, da diese Veranstaltung jedoch durchaus Gemeinsamkeiten mit der Münchner &quot;Sicherheitskonferenz&quot; hat, passt die Aktion auch gut in die Woche vor dem Münchner &quot;Wanderkesseltreiben&quot;. Dass sich Kastner und Wangerin nun in satirischer Absicht besonders über die fehlende &quot;Begeisterung vor allem älterer Damen (Mütter!) über Aktionen dieser Art&quot; beklagen, weil diese sie im Schneetreiben nicht &quot;spontan mit heißem Tee&quot; versorgten, gibt der Aktion leider einen unnötig schwachen Beigeschmack. </p>
<p>Noch in dieser Woche - am Mittwoch, den 3. Februar - veranstaltet die SDAJ die schon fast traditionelle satirische Jubeldemo. So zusagen als Warm-up startet diese unter dem Motto &quot;Feed the rich! gegen Schmarotzer, Gewerkschafter und linksbolschewistische Meckerer! Für Krieg, Aufrüstung und Bundeswehr im Inneren!&quot; um 18 Uhr am Sendlinger Tor.</p>
<p>Am Tag darauf(11 Uhr, Isartor) - will Wolfram Kastner am Isartor mit der Performance &quot;Jämmerlicher Friede(nsengel)&quot; auf die Weigerung der Stadt München, ihn den Friedensengel verhüllen zu lassen, aufmerksam machen.&nbsp;</p>
<p>Ebenfalls am Donnerstag veranstaltet die SDAj auf dem Marienplatz ab 15 Uhr ein &quot;Monopoly – Würfeln um die Welt&quot;. Am Freitag dann startet - begleitet von Protestaktionen (Freitag, 18 Uhr, Samstag 12 Uhr, jeweils  Marienplatz) - die &quot;Sicherheitskonferenz&quot;. Die Polizei rechnet dabei mit &quot;400 Gewaltbereiten&quot;, meint damit jedoch nicht die &quot;Damen und Herren&quot; im Hotel &quot;Bayerischer Hof&quot; und will 3500 Gewaltbereite dagegen setzen. </p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Krieg &amp; Frieden</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Stadtgespräch</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 11:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kastner und die Freiheit der Kunst</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2010/01/11/304/</link>
			<description>Wegen einer verhinderten Kunstaktion vor der Frankfurter Commerzbank-Zentrale zieht Wolfram Kastner...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>München/Frankfurt a.M. Erneut durfte der umtriebige Münchner Künstler Wolfram Kastner am 1. Oktober vergangenen Jahres erfahren, wo die Grenzen der so genannten &quot;Freiheit der Kunst&quot; liegen. </p>
<p>Anlässlich des zweiten so genannten &quot;<a href="http://cellertrialog.blogsport.de/" title="Infos zum Celler Trialog" target="_blank" >Celler Trialogs</a>&quot; zwischen Commerzbank, Bundeswehr und Politik, bei dem es vorrangig um die Zusammenarbeit der Beteiligten hinsichtlich der &quot;Sicherung der Finanzmärkte&quot; und &quot;der Rohstoffe in aller Welt&quot; (Kastner) ging, fuhren Wolfram Kastner, Günter Wangerin und andere zur Bankzentrale nach Frankfurt.</p>
<p>Bei der (angemeldeten) Aktion postierten sich Kastner und Wangerin mit Attrappen als schwerbewaffnete Soldaten vor dem Eingang, während einige gut gekleidete &quot;Banker_innen&quot; Flugblätter der &quot;Deutschen Initiative Bankenschutz (DIB)&quot; verteilten, die im Wesentlichen eine Pressemitteilung der Bank zum &quot;Celler Trialog&quot; enthielten und auf eine ältere Rede des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus-Peter Müller bei der Führungsakademie der Bundeswehr hinwiesen.</p>
<p>Beim &quot;Celler Trialog&quot; diskutierten vom 8. bis 10. Juli 2009 laut Commerzbank &quot;über 100 Teilnehmer aus großen wie mittelständischen Unternehmen, Bundestagsabgeordnete, Vertreter aus Ministerien sowie Generale und Admirale der Bundeswehr [...] über das Leitmotiv &quot;Die Bundeswehr im Einsatz für unsere Sicherheit - Wirtschaft und Politik an der Seite der Bundeswehr.&quot; Weiter heisßt es in der Mitteilung:</p><div class="indent"><p><i>&quot;In Arbeitskreisen wurden strategische Themen wie die Definition deutscher Sicherheitsinteressen und die Frage, auf welchen Gebieten Unternehmen und Bundeswehr enger zusammenarbeiten können, diskutiert. So wurde etwa bei der Gewinnung und Fortbildung von Mitarbeitern ein erhebliches Synergiepotenzial zwischen Wirtschaft und Bundeswehr festgestellt.&quot;</i></p></div><p>Der Commerzbanker sagte &quot;mit Blick auf das große öffentliche Interesse am 'Auslandseinsatz' der deutschen Nationalelf bei der Fußball-EM (!): 'Ich wünschte mir einen Bruchteil dieser wohl verdienten Aufmerksamkeit auch für die täglichen, seit Jahren erbrachten Höchstleistungen unserer Soldatinnen und Soldaten, gerade jener im Auslandseinsatz. Die Mannschaftsleistung der Bundeswehr verdient mehr Wertschätzung, mehr Unterstützung - ideell, aber auch materiell!'&quot;</p>
<p>Bei einer solch deutlichen Ansage brauchte es auch keiner weiteren Erläuterung durch die Künstler_innen, die den von der Commerzbank veranstalteten &quot;Trialog&quot; lediglich visualisierten. &quot;Nach ca. 20 Minuten erschienen 2 Polizeibeamte in Zivil. Einer der beiden erklärte uns, er werde die Gewehrattrappen beschlagnahmen oder wir müssten sie verbergen, dass sie nicht mehr sichtbar wären. Er gab einen angeblichen Verstoß gegen das sog. Waffengesetz vor&quot;, so Kastner in der Klagebegründung. <br /><br />Der Künstler sieht in dem polizeilichen Eingriff einen Verstoß gegen die Kunst-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit und fordert, das dies gerichtlich festgestellt wird.<br /><br />Einmal mehr also versucht Kastner, die so genannte &quot;Freiheit der Kunst&quot; des bürgerlichen Staates gegen repressive Angriffe zu verteidigen. Immer wieder sehen sich Kastner und Kolleg_innen bei ihren Aktionen mit staatlichen Angriffen konfrontiert. Mal werden künstlerische Eingriffe <a href="nachrichten/artikel/datum/180/" >gar nicht erst zugelassen</a>, mal hinterher <a href="nachrichten/artikel/datum/29/" >strafrechtlich verfolgt</a>. Doch Kastner ist beharrlich, und so gelingt hin und wieder ein Kompromis, etwa beim <a href="nachrichten/artikel/datum/197/" >Prozess um den so genannten &quot;Volkstrauertag&quot;</a>.</p>
<p>Wie nun ein Gericht außerhalb Bayerns über die &quot;Freiheit der Kunst&quot; entscheiden wird, werden wir weiterverfolgen. <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Krieg &amp; Frieden</category>
			<category>Kultur</category>
			<category>Überwachung &amp; Repression</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 11:01:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gentrifizierung in München?</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/12/16/279/</link>
			<description>Die Situation in der Winzererstraße 25 spitzt sich zu.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ein bisschen wie in Berlin“ sagen manche über den Wohnblock hinter dem Karstadt am Nordbad. Das ist zwar übertreiben, aber ein wenig erinnerte das Anwesen mit den offenen Treppenhäusern, den Gartentischen&nbsp; und bastelnden Wagenbewohner_innen schon an alternative Wohnkonzepte in der Hauptstadt. Trotz der hier skuril anmutenden Bundespolizei als Nachbarin konnte in der Winzererstraße 25 über Jahre hinweg eine Art soziales Biotop entstehen. <br />Bald aber könnte hier es mit dem netten Flair aber vorbei sein. Im April nächsten Jahres will die Eigentümerin, die Stadibau GmbH das Haus abreißen. Schon seit Monaten wird daher versucht, die jetzigen Mieter_innen loszuwerden. „Hierbei gehen sie mit rigorosen und unmenschlichen Mitteln gegen nahezu wehrlose BewohnerInnen, die von der alleinerziehenden Mutter über StudentInnen hin zum/zur prekären Selbstständigen reichen, vor“, so einEr der Mieter_innen. </p>
<p>Die „Gesellschaft für den Staatsbedienstetenwohnungsbau in Bayern mbH“ verfolgt laut ihrer offiziellen Philosophie eigentlich gemeinnützige, sozial- und umweltverträgliche Interessen. Ziel der Stadibau GmbH ist es, günstige Wohnungen für BeamtInnen und Angestellte im Öffentlichen Dienst bereitzustellen. </p>
<p>Im Widerspruch dazu soll der Altbau Winzererstraße 25 im April abgerissen und durch ein “Architekturexperiment“ ersetzt werden. Statt den bisherigen 30 existenten Wohnungen, in denen bisher eine bunte, multikulturelle, auf gegenseitigem Austausch und Solidarität beruhende Mieterschaft wohnte, soll nun ein neues Gebäude, mit der doppelten Anzahl an Wohnungen für privilegiertere Bewohner_innen entstehen.</p>
<p>Mit dem erzwungenen Auszug im März haben sich die BewohnerInnen bereits arrangiert. „Womit sie und wir alle uns&nbsp; allerdings nicht abfinden werden, ist die Repression, die bereits im Vorfeld des Auszugs betrieben wird“, so ein Sprecher der Bewohner_innen.</p>
<p>Eine alleinerziehende Mutter habe bereits Monate vor Abriss des Hauses auf Grund einer Räumungsklage ihre Wohnung verlassen müssen. „Auf den Einwand, dass sich in der geforderten Zeit und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln keine vergleichbare oder angemessene Wohnung für sie und ihre Kinder finden ließe, antwortete der vorsitzende Richter sie solle sich doch im Obdachlosenheim melden“, erläutert der Sprecher.</p>
<p>Seit dem 1. Dezember dürfe zudem die „seit jeher von den BewohnerInnen vielseitig genutzte Parkfläche vor dem Haus nicht mehr befahren werden, nicht einmal zum Be- und Entladen von Fahrzeugen“. Dies erschwere nicht nur Familien mit Kindern den Alltag, sondern nehme auch einer Mutter die Möglichkeit sich ihren Lkw als Vorbereitung zum Auszug im März auf dem Gelände einzurichten. Sich auf dem Grundstück befindende Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Die Anordnung kam schriftlich, auf ein Entgegenkommen der Eigentümerin hofften die Bewohner_innen vergeblich.</p>
<p>Lange Zeit wirkte das Haus in der Winzererstraße – auch wegen der Zurückhaltung der Hausverwaltung – tatsächlich wie ein Freiraum. Nun aber bestehe die Hausverwaltung, auf die penibelste Einhaltung jeglicher Vorschriften, obwohl diese in den letzten Jahren nie zur Sprache kamen.<br />Doch es kommt noch ärgerlicher: „Nicht Genug dass alle BewohnerInnen unter psychischen Druck gesetzt werden, wird nun in dem Haus der durch die Repression gewonnene Wohnraum, sowie die gesamte Parkfläche von einer Filmproduktion genutzt, die der Stadibau GmbH sicherlich mehr Geld einbringen wird als die ehemaligen MieterInnen.“ </p>
<p>So werde zum Beispiel nicht nur die Wohnung der o.g. alleinerziehenden Mutter für die Filmproduktion genutzt, die Hausverwaltung habe es auch nicht für nötig gehalten, „auch nur einen der MieterInnen im Vorhinein über die anstehenden Dreharbeiten zu informieren“.</p>
<p>Die Mieter_innen sind sauer und sehen die geplante Umstrukturierung als „ein weiteres Beispiel für den schnell fortschreitenden Prozess der Gentrifizierung, die Vertreibung von Mitmenschen und GenossInnen in die Randbezirke, sowie die Yuppiesierung der Innenstädte“. Am vergangenen Sonntag protestierten sie sie daher vor dem Anwesen.</p><div class="indent"><p><b>„Wir werden nicht hinnehmen, dass das Engagement für Mitmenschen durch die Hausverwaltung mit Abmahnungen bestraft wird!</b></p>
<p class="align-left">Wir werden nicht hinnehmen, dass persönlicher Wohnraum zerstört wird, weil eine Hausverwaltung in einer Filmproduktion ein lukrativeres Geschäft sieht, als die MieterInnen einfach die letzten drei Monate in den ihnen zustehenden Räumlichkeiten in Frieden wohnen zu lassen. Allein deshalb weil die Suche nach Alternativen im teuren München sofern sie noch möglich ist ihre Zeit braucht.<br />Soziale Kämpfe fangen bei jedem von uns zu Hause im eigenen Wohnraum an und nicht erst vor der Tür!“</p></div>]]></content:encoded>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 20:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Lieb schдtzte PayPal Kunden&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/11/06/274/</link>
			<description>Liebe Spammer_innen, dass mensch im Intenet &quot;das schnelle Geld&quot; mit &quot;nur so bischen Betrug&quot; machen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Oder glaubt Ihr ernsthaft, uns mit solchen Mails auf Eure Fakeseite &quot;h**p://**.142.213.64/paypal/de&quot; locken können, damit wir Euch unsere Zugangsdaten verraten (die wir selbst gar nicht haben):</p><div class="indent"><p><i>&quot;Es ist zu unserer Aufmerksamkeit gekommen, dass Ihre PayPal-Kontoinformation als ein Teil unseres stдndigen Engagements aktualisiert werden muss, Ihre Rechnung zu schьtzen und den Beispiel des Schwindels auf unserer Website zu reduzieren.<br /><br />Wenn Sie bitte 5-10 Minuten aus Ihrer Online-Erfahrung nehmen und Ihre persцnlichen Aufzeichnungen aktualisieren konnten, werden Sie in keine zukьnftigen Probleme mit dem Online-Dienst geraten.<br /><br />Jedoch wird Misserfolg, Ihre Aufzeichnungen zu aktualisieren, auf Kontosuspendierung hinauslaufen.<br /><br />Sobald Sie Ihre Kontoaufzeichnungen aktualisiert haben, wird Ihre PayPal Sitzung nicht unterbrochen und wird als normal weitergehen.<br /><br /><br />&nbsp; Ihren PayPal zu aktualisieren, registriert Klick auf der folgenden Verbindung: ...&quot;</i></p></div><p>Immerhin: die Seite selbst sieht (bis auf eben die URL, s.o.) besser aus. Das liegt aber auch nur daran, dass Ihr Euch da die Original-Daten&nbsp;des Online-Bezahlsystems holt. </p>
<p>Also: setzten, sechs. Und beim nächsten mal vielleicht nicht nur mit so nem kostenlosen Online-Tool übersetzen, sondern vielleicht mal ne Bekannte bitten, gell?</p>
<p>С уwаschением,</p>
<p>die Luzi</p>]]></content:encoded>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Und übrigens</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 15:54:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Fehlender Bezug zu gesundem Wohnen&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/04/234/</link>
			<description>Beim zweiten Teil der Reihe &quot;Geschlossene Gesellschaft?&quot; in den Kunstarkaden ging es um den seit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Stargast kam am Ende. Erst als sich die Diskussion im Anschluss an den Film &quot;<a class="linkExt" href="http://www.ramma-damma.de/" target="_blank" title="Webseite zum Film Ramma Damma" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Ramma Damma. Die Stadt hat uns obdachlos gemacht</a>&quot; dem Ende zu neigte, trat Ralph Herzog auf. In edlen Zwirn gekleidet gesellte sich der ehemalige Bewohner des Riemer Bauwagenplatzes &quot;Gnadenacker&quot; zu den (nicht annähernd so teuer gekleideten) Filmemacher_innen Veronika Dimke und Dominik Lindner.  </p>
<p>Wie schon Dimke und Lindner konnte auch Herzog dem - überwiegend weiblichen - Publikum keine Happy-End-Geschichte über das Projekt &quot;Ameise e.V.&quot; erzählen, das bis 2005 sieben Jahre lang die Bauwagensiedlung neben dem heutigen Bundesgartenschau-Gelände bevölkerte.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm;">&quot;Hautsache weg!&quot;</h3>
<p>Der Film &quot;Ramma Damma. Die Stadt hat uns obdachlos gemacht&quot; dokumentiert die Wochen um den 14. April 2005, als das selbstorganisierte Bauwagenprojekt &quot;Gnadenacker&quot; kurz vor Eröffnung der angrenzenden Bundesgartenschau in Riem geräumt wurde. &quot;Ramma Damma&quot; ist bayerisch und bezeichnet ein gemeinschaftliches &quot;Groß-Reine-Machen&quot;, ein Begriff, der in diesem Zusammenhang etwas zynisch klingen mag.</p>
<p>Der Gnadenacker war ein Stück Grün, das der Künstler Ulli Hoppe (&quot;der grüne Rebell&quot;) Ende der Neunziger Jahre von privat gepachtet und dem Verein &quot;<a class="linkExt" href="http://www.dieameise-ev.de/" target="_blank" title="Webseite Ameise e.V." ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Ameise e.V.</a>&quot; als soziale  Skulptur zu Verfügung gestellt hatte. In dem Verein um Peter Kranawetvogl (&quot;Jesus&quot;(!)) waren - relativ hierarchisch strukturiert - etwa 15 überwiegend männliche ehemalige Obdachlose organisiert, um sich gegenseitig zu unterstützen.  </p>
<p>Allerdings kollidierte die Bauwagensiedlung mit den Interessen sowohl der Befürworter_innen der &quot;Bundesgartenschau&quot; als auch der Immobilien-Investor_innen in der Nachbarschaft. Und weil eine solche Wohnform in München &quot;unerwünscht&quot; ist, hatte die Landeshauptstadt München trotz zahlreicher Unterstützer_innen, Petitionen und Appelle die Räumung beschlossen.  </p>
<p>Am 14. April 2005 sahen sich die Behörden dann mit einer Menge Unterstützer_innen und Barrikaden konfrontiert. Erst nach einiger Zeit wurde die Räumung mithilfe eines Großaufgebotes der Polizei gewaltsam durchgesetzt. Unter den Augen der verzweifelten Bewohner_innen zerstörte das Räumkommando die gesamte Infrastruktur.  </p>
<p>In der Folgezeit lebten die &quot;Ameisen&quot; auf der Straße, unter Brücken, vorübergehend bei Unterstützer_innen oder in Notunterkünften. Der Film zeigt hier deutlich die nachhaltige Zerstörung einer politisch und ökonomisch nicht gewollten selbstorganisierten Sozialstruktur.  </p>
<p>Am Ende aber - ein kleiner Lichtblick - spricht Künstler Ulli Hoppe von seiner Hoffnung, dass die &quot;Idee des Gnadenackers&quot; weiterlebt und jungen Leuten als Beispiel dient. Und tatsächlich gibt es in Englschalking bei München eine Bauwagensiedlung.  </p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm;">Ohne Kontroversen</h3>
<p>Nachdem es <a href="nachrichten/artikel/datum/225/" >beim ersten Teil der Film-und Diskussionsreihe &quot;Geschlossene Gesellschaft?</a>&quot; in den Kunstarkaden im Anschluss an den Film &quot;Angst hab ich keine: Regina Kiwanuka&quot; zu heftigen Debatten im Publikum gekommen war, rechnete ich zu Beginn des zweiten Teils mit ähnlichen Reaktionen der teils betucht wirkenden Besucher_innen.  </p>
<p>Anders aber als beim ersten Teil mit &quot;Angst hab ich keine&quot; blieben nun in der sich anschließenden Diskussion die Kontroversen aus, obwohl die Filmemacher_innen hier deutlicher Position bezogen. Hauptsächlich herrschten Empörung (bis hin zu Wut) über das Handeln der Landeshauptstadt vor. Das Publikum ließ es entsprechend mit Verständnisfragen bewenden und wollte schließlich wissen, was aus den &quot;Ameisen&quot; geworden ist.  </p>
<p>Hier war es nun Ralph Herzog, der während seines wie inszeniert wirkenden Auftrittes erklären musste, dass das Projekt Ameise e.V. mit den Behördenmaßnahmen eingegangen ist. Die ehemaligen &quot;Wägler_innen&quot; leben heute zertreut in Obdachlosen-Pensionen, Sozialwohungnen oder auf der Straße. Herzog hat eine kleine Wohnung in der Stadt. Lediglich die <a class="linkExt" href="http://www.dieameise-ev.de/" target="_blank" title="Webseie Ameise e.v." ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Internetseite des Vereins</a> wird - mehr aus &quot;historischen Gründen&quot; - von einem Ex-Bewohner gepflegt.  </p>
<p>Veronika Dimkes ursprüngliches Vorhaben, die (wenigen) Frauen auf dem Gnadenacker zu interviewen, scheiterte - wie sie im Film sagt - &quot;an deren Mißtrauen anderen Frauen gegnüber&quot; und an der &quot;Dominanz der männlichen Bewohner&quot;. Das ist schade, da mensch über deren Sicht auf das Selbsthilfeprojet nichts erfährt. Die Dokumentarfilmer_innen entschlossen sich dennoch weiter zu drehen. Und so gibt es heute ein sehenswertes Dokument der Selbstorganisation einer marginalisierten sozialen Gruppe, der städtischen Obdachlosenpolitik und der Durchsetzung ökonomischer Interessen gegen jeden Widerstand.</p>]]></content:encoded>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Kultur</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 14:43:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wahlkampf und Politik im postnazistischen Deutschland</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/</link>
			<description>So genannte „Volksparteien“ haben per definitionem den Anspruch nicht nur „Klientelpolitik“ zu...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Konsens besteht darin, dass es bei der Politik grundsätzlich „um Deutschland“, „uns Deutsche“ oder allenfalls noch „den Menschen in Deutschland“ zu gehen hat, und es „unserem Land“, „Deutschland“ und „uns Deutschen“ natürlich möglichst gut gehen soll.  </p>
<p>Doch auch die sog. Klientelparteien bringen hierzulande ihre speziellen Anliegen (z.B.: Umwelt, Bürgerrechte, niedrigere Steuern, etc.) fast immer in Verbindung mit der Sorge um die Nation vor. Parteien in Deutschland vertreten also – anders als in anderen Ländern  - nie „egoistische“ Eigeninteressen, sondern sie streiten in der Regel nur darum, wie das Wohlbefinden der Nation und das „Gemeinwohl“ am besten zu erreichen ist: mit dieser Steuer oder mit jener; mit Steuererhöhung oder mit Steuersenkungen; mit „Green New Deal“oder eher mit „Deutschland-Plan“; mit Mindestlohn oder eher ohne; mit erneuerbaren Energien oder eher mit der Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke; mit diesem Politiker oder eher mit jenem...usw., usf.</p>
<p>So weit so schlecht. Manchmal jedoch rekurieren (Volks-)Parteien mit ihren Forderungen und Wahlplakaten nicht „nur“ auf diesen alltäglichen Standort-Nationalismus der Deutschen, sondern sprechen – ob bewusst oder unbewusst – auch ihren Alltags-Rassismus und Antisemitismus an, welche weit verbreitet und immer virulent vorhanden und abrufbar sind.  </p>
<p>Die rassistischen Wahlkämpfe des hessischen Ministerpäsidenten Roland Koch und seiner CDU gegen die „doppelte Staatsbürgerschaft“ und gegen „kriminellen Ausländer“, sind noch ebenso in Erinnerung, wie die Hetze von (inzwischen <a class="linkExt" href="http://www.nw-news.de/owl/3122286_Ruettgers_Entgleisungen_auf_Youtube.html" target="_blank" title="nw-news.de" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;„Wiederholungstäter“</a>) Jürgen Rüttgers - ebenfalls CDU - gegen sog. „Computer-Inder“ oder „Green-Card-Inder“ unter dem Slogan: „Kinder statt Inder“.   </p>
<p>Und kurz vor der letzten Bundestagswahl – vor genau vier Jahren – meinte Oskar Lafontaine, immerhin Vorsitzender der Partei „Die Linke“, die ja zumindest in Teilen der Ex-DDR den Anspruch hat, Volkspartei zu sein, gegen „Fremdarbeiter“ zu hetzen, gegen die der Staat die armen Deutschen verteidigen müsse. (Als „Lafo“ noch für die SPD ins Rennen ging, hetzte er gegen Aussiedler und mobilisierte Anfang der 90er maßgeblich für die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.)</p>
<p>Nun aber noch ein paar Beispiele in Sachen Wahlkampf und Wahlkampfplakate in München aus der jüngsten Vergangenheit, die zeigen, wie (Volks)-Parteien antisemitische Vorstellungen der Bevölkerung im postnazistischen Deutschland reproduzieren:  </p>
<p><a name="z1"></a><b>1. Der Münchner CSU-Direktkandidat Johannes Singhammer</b> klebte ein Plakat, auf dem unter dem Titel „Ehrliche Arbeit statt Spekulation“ zu einer Wahlkampfveranstaltung am 27.Juli 2009 geladen wurde. (<a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/#1" target="_self" >1</a>) In antisemitischer Logik wird in diesem Slogan die Schuld an der derzeitigen, so genannten „Wirtschaftskrise“ (als ob für die meisten Menschen auf dieser Welt nicht tagtäglich „Wrtschaftskrise“ ist) so genannten „Spekulanten“ in die Schuhe geschoben. Auch die Nazis machten die „jüdischen Börse“ und die „jüdischen Spekulanten“ für wirtschaftliche Probleme und Arbeitslosigkeit etc. der Deutschen verantwortlich. Die Juden würden sich, im Gegensatz zu den ehrlich schaffenden Deutschen, nicht ums Gemeinwohl kümmern, und sie parasitär ausbeuten. Der Gegensatz „ehrliche, schaffende, deutsche Arbeit“ versus „unehrliches, raffendes, jüdisches Spekulantentum“ steht eindeutig in der Tradition der antisemitischen Propaganda der Nationalsozialisten. Zwar spricht Singhammer – im Gegensatz zu den Nazis – nicht ausdrücklich von „den Juden“, jedoch bedient er sich einer offen und weit verbreiteten, antisemitischen Chiffre.</p>
<p><a name="z2"></a><b>2. Die SPD</b> klebte – bundesweit und auch in München – zur  Europawahl das Plakat. „Finanzhaie würden FDP wählen.“(<a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/#2" target="_self" >2</a>) Auch dieser Slogan bedient sich der antisemitischen Vorstellung, nach der einzelne, böse Börsianer und „Spekulanten“ arme und unschuldige und brav arbeitende Menschen platt machen und „auffressen“ würden. Kein Wunder, dass die NPD in Sachsen praktisch genau den selben antisemitischen Slogan hatte: „Finanzhaie stoppen“, hieß es da auf ihren Plakaten.  </p>
<p><a name="z3"></a>Fast schon witzig ist dagegen, dass die <b>FDP-Bundestagsfraktion</b> als Antwort auf die SPD-Kampagne ihrerseits – anstatt das krude Kapitalismus-Bild der SPD und ihre NPD-kompatiblen Slogans zu kritisieren – nichts blöderes einfiel, als zu behaupten, dass die Finanzhaie viel eher SPD wählen würden: „Finanzhaie könnten sich jedenfalls keine bessere politische Rückendeckung wünschen, als die der SPD. [...] Aus Sicht der Finanzhaie gibt es nur eine logische Konsequenz: SPD wählen.“(<a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/#3" target="_self" >3</a>)  </p>
<p>(Das Gleiche behauptete übrigens die antiimperialistische „Junge Welt“ in ihrer Ausgabe vom 5.6.09, aber von der hatte man freilich nichts anderes erwartet.)</p>
<p><a name="z4"></a>3. Und last not least fällt den <b>Münchener KanditatInnen „Der Linken</b>“ genau 70 Jahre nach dem deutschen Überfall auf Polen und wieder erstarkendem Antisemitismus im „wiedervereinigten“ Deutschland kurz vor der Bundestagswahl Anfang September 2009 nichts besseres ein, als ausgerechnet eine Wahlkampfveranstaltung mit dem Hamas- und damit Antisemitismus-Verharmloser Prof. Norman Paech (MdB) zum Thema Nah-Ost-Konflikt zu machen: Auf dem Einladungsplakat, das sie in München klebten, ist unter dem Veranstaltungstitel „Pulverfaß Nahost- wie ist Frieden möglich?“ eine Abbildung der israelischen Grenzbefestigung zu sehen. Damit biedern sie sich bei den zwei Dritteln der Deutschen an, die die Verantwortung an dem Konflikt nur oder hauptsächlich bei Israel, dem „Juden unter den Staaten“, sehen und sich das Land  laut Umfrage der EU-Kommission auch gleichzeitig noch als „größte Gefahr für den Weltfrieden“ herbei halluzinieren.(<a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/#4" target="_self" >4</a>)           </p>
<p>Nicht fehlen darf in dieser Aufzählung freilich auch der Wahlwerbespot der Grünen zur Europawahl. In ihm wurde in übelster Weise antiamerikanische Stimmung gemacht und suggeriert, dass die Amis mit ihrer Börsenspekulation und ihrer Finanzkrise die ganze Welt platt machen würden:&nbsp;</p>
<p><span class="rgmediaimages-player rgmi233 " id="player592a352a0a1fd0e0a7fc3ffcc21c477c">Flash ist Pflicht!</span>
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								 });
							</script><br /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen/ links:  </p>
<p><a name="1"></a>(1)  </p>
<p><a href="http://www.singhammer.net/Termine/Terminarchiv/EhrlicheArbeitstattSpekulation/tabid/104/Default.aspx" target="_blank" >http://www.singhammer.net/Termine/Terminarchiv/EhrlicheArbeitstattSpekulation</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>und: <a href="http://www.singhammer.net/LinkClick.aspx?fileticket=dCJoO4hU54A%3D&amp;tabid=85&amp;mid=433" target="_blank" >http://www.singhammer.net/LinkClick.aspx</a></p>
<p><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/#z1" target="_self" >[zurück zum Artikel]</a> </p>
<p><a name="2"></a>(2) SPD-Plakat:“Finanzhaie würden FDP wählen“: <a href="http://www.spd.de/bilder/banner/europa/hai_106x106.jpg" target="_blank" >http://www.spd.de/bilder/banner/europa/hai_106x106.jpg</a> </p>
<p><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/#z2" target="_self" >[zurück zum Artikel]</a></p>
<p><a name="3"></a>(3) <a href="http://fdpbundestagsfraktion.wordpress.com/2009/04/24/finanzhaie-wurden-spd-wahlen/" target="_blank" >http://fdpbundestagsfraktion.wordpress.com/2009/04/24/finanzhaie-wurden-spd-wahlen/</a>  </p>
<p><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/#z3" target="_self" >[zurück zum Artikel]</a> </p>
<p><a name="4"></a>(4) <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,272436,00.html" target="_blank" >http://www.spiegel.de/politik/ausland/</a></p>
<p><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/09/02/233/#z4" target="_self" >[zurück zum Artikel]</a> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Gegen Rechts</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 15:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ehrliche Werbung</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/05/19/209/</link>
			<description>&quot;Zynisch&quot; und &quot;erschreckend&quot; finden die Gewerkschaften die Werbekampagne einer Zeitarbeitsfirma....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;15 Prozent Rabatt auf alle Hilfs- und Fachkräfte.&quot; Mit diesem Satz warb ein norddeutsches Personaldienstleistungs-Unternehmen vor kurzem noch um Kunden. &quot;Alle müssen raus&quot; hieß es da auf einem Werbeplakat, darunter waren gewerbliche Arbeitnehmer_innen abgebildet. <br /><br />&quot;Wie bei Rabattaktionen für Computer, Möbel oder Kühlschränke üblich&quot;, so urteilte die <a class="linkExt" href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/205/468768/text/" target="_blank" title="sueddeutsche.de" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Süddeutsche Zeitung</a> am Samstag unter dem Titel &quot;Ware Mensch&quot; und erkannte damit genau, um was es der Olpener Firma offenbar ging. Menschen sind heute nun einmal Waren auf dem Arbeitsmarkt, und wer als Arbeitsvermittler_in Arbeitskräfte billiger anbieten kann, bekommt den Zuschlag.<br /><br />Die IG Metall Olpe hat dies vielleicht noch nicht erkannt und findet es laut SZ&nbsp;&nbsp; &quot;erschreckend, dass ein Arbeitgeber Menschen wie Waren anpreist&quot;. Ebenso DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy, der es &quot;zynisch&quot; finde, &quot;wenn Leiharbeitskräfte zu Sonderpreisen angeboten werden&quot;.<br /><br />Die Aufregung zog. Die Firma bereut ihre Kampagne, der Geschäftsführer findet die Werbebotschaft nun &quot;wahnsinnig bedauerlich&quot;, so die Zeitung. <br /><br />Dass der eigentliche Irrsinn aber im System der Warenwirtschaft und des &quot;Arbeitsmarktes&quot; (der Name sagt es ja schon!) liegt, darauf kommen auch die Gewerkschaftsvertreter nicht. <br /><br />Angesichts des ganz normalen Wahnsinns nämlich ist die Zeitarbeitswerbung einfach nur ehrlich. &quot;Zynisch&quot;, und ab und an &quot;erschreckend&quot; ist doch, dass uns das Zwangs- und Ausbeutungsverhältnis &quot;Zeitarbeitsmarkt&quot; tagtäglich als &quot;Selbstverwirklichung&quot;, &quot;Herausforderung&quot; oder &quot;Horizonterweiterung&quot; präsentiert wird und eben nicht als das was es ist: der Handel mit der Ware Mensch.<br /><br />Im Grunde genommen sollten die Gewerkschaften dankbar sein für derart offene Kampagnen, die uns das Kapitalverhältnis derart vor Augen führen. Sind sie aber nicht. Warum eigentlich?<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Und übrigens</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 19 May 2009 14:55:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Heraus zum Ersten Mai 2009</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/04/29/202/</link>
			<description>Wieder einmal mobilisiert der DGB zur traditionellen Maidemo in München. In Nürnberg findet -...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirtschaftskrise, Firmenpleiten, Fabrikschließungen, Massenentlassungen - eigentlich bietet die jüngste Krise des Kapitalismus genug Angriffspunkte für radikale Kritik an diesem. Der Erste Mai, traditioneller &quot;Kampftag der Arbeiter_innenklasse&quot; könnte - nach den Demonstrationen in Frankfurt und Berlin Ende März ein neuer Anstoß zu radikaler Kapitalismuskritik werden.</p>
<h3>&quot;Arbeit für alle&quot;</h3>
<p>Stattdessen aber belässt es DGB-Chef Sommer bei vagen (und wohl kaum ernst gemeinten) Warnungen vor &quot;sozialen Unruhen&quot; und fordert der DGB &quot;gute Arbeit bei fairem Lohn&quot; und von den Arbeitgeber_innen &quot;Solidarität mit den Beschäftigten&quot;.</p>
<p>Zum Ersten Mai am kommenden Freitag ruft der Gewerkschaftsbund in München für 9:45 Uhr zur Demonstration auf. Diese soll heuer <b>vom Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße zum Marienplatz</b> führen. Wie jedes Jahr wird dort OB Ude - in seinen Funktionen als Oberbürgermeister, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke München GmbH und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Stadtsparkasse München vorrangig Arbeitgeber - die Lohnabhängigen mit einer Rede beglücken. </p>
<p>Der DGB jedenfalls fordert heuer eine politische &quot;Ordnung, die [...] Mindestlöhne einführt und sichert&quot;. Damit macht er erneut klar, dass es den Gewerkschaften mangels Beteiligung von Beschäftigten nicht mehr gelingt, selbst für möglichst hohe Löhne zu kämpfen. Entsprechend rufen die Gewerkschaften nach einem &quot;handlungsfähigen Staat, der auch morgen noch in der Lage ist, seine Aufgaben wahrzunehmen.&quot; </p>
<p>Als hätte der bürgerliche Staat nicht bereits im März 1912 mit der gewaltsamen Niederschlagung von Streiks im Ruhrgebiet eindrucksvoll bewiesen, was die Lohnabhängigen von einem &quot;handlungsfähigen Staat&quot; erwarten können.</p>
<p>Immerhin jedoch stellen sich die Gewerkschaften - zumindest auf dem Papier - &quot;allen Rassisten, Antisemiten und Nazis entgegen, die den 1. Mai, den Tag der Arbeit, für ihre menschenverachtende Gesinnung mißbrauchen wollen.&quot; Die&nbsp; letzten Neonaziaufmärsche in München und anderswo sind leider nicht geeignet, diese These zu untermauern. Allerdings dient der Satz wohl eher dem Zweck, Neonazis aus der Maidemo heraus zu halten, ohne sich mit der Polizei herumärgern zu müssen.</p>
<p>Wie jedes Jahr als wird auch im &quot;Krisenjahr 2009&quot; der übliche Mix aus &quot;Münchner Trambahnerkapelle&quot;, Sozialdemokratie und Standortgejammer, &quot;Kultur- und Familienfest für jung &amp; alt&quot; und dem &quot;laut.stark 09&quot; durch die Innenstadt klingen.</p>
<p>Am <b>Rindermarkt wird ab 9:30 Uhr</b> die vermutlich einzige radikalere Veranstaltung in München stattfinden. &quot;Kapitalismus abwracken! Kapitalismus ist nicht reformierbar!&quot; - mit diesem Slogan werben die &quot;Anarchisten/Rätekommunisten München&quot; zum &quot;internationalen antikapitalistischen Kampftag&quot; und fordern den &quot;internationalen Klassenkampf statt Standortlogik&quot;.</p>
<p> (<a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/04/29/202/#progmuc" target="_blank" >Programm München siehe unten</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>&quot;Alles für alle&quot;</h3>
<p>In Nürnberg findet am Freitag der ebenso traditionelle, revolutionäre Erste Mai statt. Zu diesem mobilisiert ein Bündnis um die &quot;Organisierte Autonomie&quot; (OA) unter dem Motto &quot;<a class="linkExt" href="http://redside.antifa.net/cms/unsere-revolution-statt-eurer-krise/" target="_blank" title="Opens external link in new window" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;unsere Revolution statt eurer Krise</a>&quot;. &quot;Banken und Konzerne enteignen und vergesellschaften&quot; oder gleich &quot;Kapitalismus abschaffen&quot; fordern die Aufrufenden. Und sie machen eines deutlich: &quot;Kapitalistische Normalität ist, was jetzt als Skandal gilt: Nach der Privatisierung der Gewinne werden die Verluste nun durch staatliche Interventionen sozialisiert.&quot; Die OA wendet sich auch gegen eine verkürzte Kapitalismuskritik:</p><div class="indent"><p><i>&quot;Und die nächste Krise kommt bestimmt. Denn die Ursache für die regelmäßigen Krisen liegt nicht in der Gier oder Unfähigkeit von ManagerInnen, SpekulantInnen oder „Heuschrecken“, die über uns herfallen. Diese von Regierung und Medien gern produzierten Bilder verkürzen nicht nur die Kritik am Kapitalismus, sondern sind gar keine. Der Ursprung der Krise liegt in der kapitalistischen Produktionsweise selbst. Kurz: Diese Krise hat System. Sie ist nicht das Ergebnis eines Fehlers im System, sondern das System selbst ist der Fehler.&quot;</i></p></div><p>Das Nürnberger &quot;Jugendbündnis&quot;, ebenfalls an der Demonstration beteiligt, mobilisiert mit einem eigenen Aufruf zur Maidemo. Unter dem Titel &quot;<a class="linkExt" href="http://1mai.blogsport.de/2009/04/14/1mai-2009-nuernberg-aufruf/" target="_blank" title="Opens external link in new window" ><img src="typo3conf/ext/rs_linklayout/res/link_ext.gif" width="8" height="8" border="0" alt="" title="" />&nbsp;Aufstand statt Stillstand! Kapitalismus abschaffen – her mit dem schönen Leben!</a>&quot; halten die Jugendlichen dem DGB-Aufruf quasi entgegen, dass &quot;das System [...] rücksichtslose EgoistInnen mit ausgeprägtem Konkurrenzdenken und keine solidarischen Menschen&quot; brauche und mensch daher &quot;gegen dieses System der Konkurrenz, des Leistungsdrucks, der Armut und der Herrschaft des Menschen über den Menschen&quot; kämpfe.</p>
<p>Bereits am Vorabend findet in Fürth eine &quot;Reclam the Streets-Demo&quot; statt. Die Demonstration am Ersten Mai, seit Jahrzehnten stark &quot;internationalistisch&quot; geprägt und die größte radikale Maidemo in Bayern, startet um 12 Uhr an der Ecke Bauerngasse/Gostenhofener Hauptstraße.&nbsp; Sie endet bereits gegen 14 Uhr an der Müllnerstraße/Ecke Adam-Klein-Straße, wo im Anschluß das &quot;internationalistische Straßenfest&quot; beginnt. (<a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2009/04/29/202/#prognbg" target="_blank" >Programm siehe unten</a>)</p>
<h3>Programm - München:</h3>
<h4>9.30, Rindermarkt: 1.Mai-Versammlung &quot;Kapitalismus abwracken! Kapitalismus ist nicht reformierbar!&quot;</h4>
<p> Internationaler antikapitalistischert Kampftag! Internationaler Klassenkampf statt Standortlogik!&quot;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>9.45 Musikalischer Auftakt </h4>
<p>mit der Münchner Trambahnerkapelle<br />vor dem Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße<br /><br /></p>
<h4>10.15 Demonstration vom Gewerkschaftshaus München zum Marienplatz</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4>11.00 Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz</h4><ul><li>Begrüßung durch Helmut Schmid,&nbsp;Vorsitzender der DGB-Region München</li><li>Grußwort von Christian Ude,&nbsp;Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München</li><li>Rede von Josef Falbisoner,&nbsp;Landesbezirksleiter ver.di Bayern</li></ul><p>&nbsp;</p>
<h4>12.00 – 15.00 Musikprogramm auf der großen Bühne Marienplatz</h4>
<p>Mathias Kellner <br />Topact: Sorgente<br /><br /></p>
<h4>12.00 – 17.00 Kultur- und Familienfest für jung &amp; alt auf dem Viktualienmarkt:</h4>
<h4>&nbsp;</h4>
<p><b>Bühne:</b></p>
<h4>&nbsp;</h4><ul><li>12.00 Souvenirs&nbsp; - Swing </li><li>12.45 Kofelgschroa - experimentelle bayerische Volksmusik</li><li>13.25/14.05 Sisa - Volkstänze aus Ecuador</li><li>13.35 Münchner Gewerkschaftschor &amp; Quergesang Roter Wecker - internationale, politische und unterhaltsame Lieder </li><li>14.15 Xango - Candoble aus Brasilien</li><li>14.35 Trachtenverein Alpenrösl Allach - bayerische Volkstänze, Schuhplattler, Goaßlschnalzer</li><li>15.05 Thai Asa - thailändische Volkstänze </li><li>16.00 Luftmentschn&nbsp; eine musikalische Reise durch Europa </li></ul><p><br /><b>Freifläche:</b><br /><b>11.00 – 17.00 Infomarkt:</b> Informationen und Diskussionen mit den Münchner Gewerkschaften, Verbänden, Initiativen, Gruppen und Organisationen<br /><br /><b>12.00–17.00 Spiel &amp; Spaß: </b>Kindermitspielaktionen und Bastelangebote, SJD – Die Falken München<br /><br /><b>12.30/14.00/15.30: Theater im Bus </b>Kasperltheater für Kinder ab 3 Jahren<br /><br /><b>13.00/14.30/16.00: Hitler im Himmelreich – geschmacklos, bunt und volksnah. </b>Die Puppentheatersatire für Erwachsene beleuchtet kritisch und pole-<br />misch das aktuelle politische Geschehen in Deutschland und der Welt.<br /><br /><b>12.00–17.00: Zick Zack Traumtheater</b> walking acts auf Stelzen<br /><br /></p>
<h4>Marienplatz, 17.00 – 22.00 laut.stark 09:</h4><ul><li>El Rancho - Akustik Rock, München</li><li>Santeria and the Porn Horns - Ska, München</li><li>Locas in Love - Independent Pop, Köln</li><li>Bluekilla - Ska, München</li></ul><p><br /><br /></p>
<h3>Programm - Nürnberg:</h3>
<h4>30.4.09, Fürth</h4>
<p><b>19:30 Uhr:&nbsp;reclaim the streets –</b> Vorabenddemo zum 1.Mai<br />Kleine Freiheit<br /><br /></p>
<h4>1.5.09, Nürnberg</h4>
<p><b>12 Uhr: revolutionäre 1. Mai Demo</b><br />Bauerngasse/Ecke Gostenhofer Hauptstraße<br /><br /><b>14 Uhr:&nbsp;internationalistisches Straßenfest</b><br />Müllnerstr./Ecke Adam-Kleinstr.<br /><br /></p>
<h4>Musik:</h4>
<p>Kaktus Groove Band<br />Rafiki<br />Früchte des Zorns<br />Der Mann, der sich bergab stürzt<br />Conexión Musical</p>]]></content:encoded>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 01:07:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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