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		<title>RSS News von luzi-m.org</title>
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			<title>RSS News von luzi-m.org</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 16 May 2013 01:52:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>„Diffamierung antifaschistischer Gruppen stoppen!“</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2013/04/11/diffamierung-antifaschistischer-gruppen-stoppen/</link>
			<description>Vertreter_innen von SPD, Grünen und Linken, Ver.di, VVN-BdA, R.A.V., des Ausländerbeirats München...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vertreter_innen von SPD, Grünen und Linken, Ver.di, VVN-BdA, R.A.V., des Ausländerbeirats München...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/b86cfcc471.jpg" width="150" height="97" alt="">Jahrelang kämpfte das a.i.d.a.-Archiv - letztlich erfolgreich - gegen die Nennung im Verfassungsschutzbericht</div> Am morgigen Freitag, den 12. April 2013, fünf Tage vor Beginn des NSU-Prozesses, stellt der bayerische Innenminister Joachim Herrmann den Verfassungsschutzbericht 2012 vor. Viele Vertreter_innen von antifaschistischen und antirassistischen Initiativen und Gruppen erwarten erneut die mit der Auflistung als "linksextremistisch" einhergehede Diiffamierung ihres Engagements.
In einer <link http://nsuprozess.blogsport.de/2013/04/11/diffamierung-antifaschistischer-gruppen-im-vs-bericht-stoppen/>gemeinsamen Erklärung</link> fordern Vertreter_innen von SPD, Grünen und Linken, Ver.di, VVN-BdA, R.A.V., des Ausländerbeirats München sowie die Initiativen a.i.d.a. e.V. und das 'Bündnis gegen Naziterror und Rassismus' ein "Ende der Diffamierung antifaschistischer und antirassistischer Gruppen durch den Verfassungsschutzbericht des Bayerischen Innenministeriums". Solche Initiativen seien „unverzichtbarer Teil eines gesamtgesellschaftlichen Engagements gegen Rassismus und rechte Gewalt und damit für eine offene, demokratische Gesellschaft“, heißt es in dem Statement.
Gerade das bayerische Innenministerium habe sich sich in den letzten Jahren dadurch hervorgetan, "die Naziszene massiv zu verharmlosen". Stattdessen würden in den  Verfassungsschutzberichten linke und antifaschistische Gruppen "Jahr für Jahr diskreditiert und als 'Extremisten' mit Neonazis gleichgestellt." Dabei seien es Dokumentationsstellen wie das Münchner a.i.d.a.-Archiv und andere linke Gruppen, die seit Jahren "wichtige Recherchearbeit leisten, nach Bekanntwerden des NSU zur Aufklärung beitragen, Gedenkveranstaltungen für die Opfer organisieren und gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus kämpfen", so die Erklärung weiter.
Das Münchner Antifa-Archiv hatte jahrelang Prozesse gegen die Nennung im Verfassungsschutzbericht geklagt - und 2012 <link record:tt_news:7353>im Rahmen eines Vergleiches die Streichung durchgesetzt</link>.<br /><br />„Joachim Herrmann versucht mit der Veröffentlichung des Berichts, nur einen Tag vor der Großdemonstration und kurz vor Beginn des NSU-Prozesses sich und seinem Ministerium eine weiße Weste zu geben. Angesichts des jahrelangen Versagens seiner Behörden ist das geradezu lächerlich.“, kommentiert Bernd Kaminski, Pressesprecher des Bündnisses gegen Naziterror und Rassismus:
<blockquote><em>„Stattdessen gehen wir gehen davon aus, dass im Verfassungsschutzbericht 2012 wieder Gruppen stehen, die wichtige Arbeit gegen Neonazismus und Rassismus leisten. Linke Initiativen werden offensichtlich politisch motiviert an den Pranger gestellt. Der Verfassungsschutzbericht ist schlichtweg eine unseriöse Quelle – er gehört in den Schredder.“</em></blockquote>
<em><br /></em>Die ebenfalls alljährlich im Bericht des Verfassungsschutzes aufgelistete antifaschistische Gruppe "<link http://antifa-nt.de>antifa nt</link>" begrüßt diese Intervention: "In Anbetracht der Tatsache, dass V-Personen der Verfassungsschutzämter über Jahre hinweg die militante Neonaziszene mitaufgebaut haben, das engste Umfeld des NSU unterstützt und der Inlandsgeheimdienst bei der rassistischen Mordserie mindestens weggesehen hat, ist die Hetze gerade gegen antifaschistische Gruppen aberwitzig",  so Sonja Erikson, Pressesprecherin der antifa nt. "Die einzige Konsequenz aus den Verstrickungen des VS in die Naziszene ist die Abschaffung des Inlandsgeheimdienst. Wer antifaschistische Gruppen verfolgt und damit in ihrer Arbeit behindert, unterstützt damit de facto auch rechte und neonazistische Bewegungen", so Erikson weiter.
Die antifa nt fordert das "sofortige Ende der Bespitzelung und Diffamierung linker, antifaschistischer und antirassistischer Gruppen durch VS und Innenministerium, die Abschaffung des Verfassungsschutz und eine unabhängige, öffentliche Aufklärung der Verstrickungen der Verfassungsschutzämter in die militante Naziszene."
Das '<link http://nsuprozess.blogsport.de>Bündnis gegen Naziterror und Rassismus</link>' wird am morgigen Freitag ab 11.30 Uhr am Innenministerium mit einer Kundgebung gegen den Verfasschungsschutz und den Bericht des Innenministeriums vor Ort sein. Am Tag darauf findet ab 14 Uhr eine bundesweit mobilisierte Demonstration "gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen!" statt.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 18:27:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hacker_innen als &quot;kriegsführende Kombattanten&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2013/03/20/hacker-als-kriegsfuehrende-kombattanten/</link>
			<description>Die NATO hat ein Handbuch zum Cyberkrieg herausgegeben.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die NATO hat ein Handbuch zum Cyberkrieg herausgegeben.</p> <div></div> Wie das Magazin <link http://www.heise.de/security/meldung/NATO-Handbuch-definiert-den-Cyberkrieg-1826253.html>heise security berichtet</link>, hat das "Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence" (CCDC) der NATO nach dreijähriger Arbeit ein <a href="http://ccdcoe.org/249.html" rel="external">Handbuch über den Cyberkrieg</a> mit 95 Regeln veröffentlicht. Dem Bericht zufolge ordnet eine der Regeln "Hacker, die an Cyberangriffen beteiligt sind, als kriegsführende Kombattanten ein, die angegriffen werden dürfen. Dies soll auch dann gelten, wenn die Hacker Zivilisten sind."
Im Übrigen, so zitiert heise den Herausgeber Michael Schmitt vom Naval War College der US-Marine, "sei man der Ansicht, dass Cyber-Angriffe alleine schon das Potenzial haben, einem internationalen bewaffneten Angriff gleichgestellt zu werden. In einem solchen Fall habe der angegriffene Staat das Recht, Waffen einzusetzen."
<link record:tt_news:415>Bereits 2010</link> hatte das CCDC bei der <link http://www.ccdcoe.org/publications/BCS2010AAR.pdf _blank>NATO-Übung "Baltic Cyber Shield"</link> einen koordinierten Hackangriff von Umweltaktivist_innen auf die Netzwerk-Infrastruktur sechs privater europäischer Energielieferanten simuliert und diesen als "Cyber Warfare" definiert. Das jetzt herausgegebene Handbuch konkretisiert diese Aufrüstung gegen Hacker_innen und zeigt, auf welche "Herausforderungen" die NATO zukünftig militärisch zu regieren gedenkt.
 ]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/" title="Computer &amp; Technik">Computer &amp; Technik</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 18:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Staatsanwaltschaft will absurden Prozess fortsetzen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2013/03/11/staatsanwaltschaft-will-absurden-prozess-fortsetzen/</link>
			<description>Trotz vieler Ungereimtheiten geht die Verfolgungsbehörde im Priozess gegen fünf Antifaschist_innen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz vieler Ungereimtheiten geht die Verfolgungsbehörde im Priozess gegen fünf Antifaschist_innen...</p> <div></div> Der Prozess gegen fünf Münchner Antifaschist*Innen, denen vorgeworfen wird im März 2012 einen Infostand der rechten Bürgerinitiative Ausländerstopp angegriffen zu haben, geht in die nächste Runde.
Nach einer <link record:tt_news:7374>ereignisreichen Hauptverhandlung Anfang Februar</link> waren alle fünf Angeklagten freigesprochen worden. Erwartungsgemäß will die Staatsanwaltschaft das so nicht stehen lassen und geht in Berufung, wie "eine'r der Angeklagten" auf <link https://linksunten.indymedia.org/de/node/80764>linksunten.indymedia.org</link> mitteilt. Ein Prozesstermin steht offenbar noch nicht fest.
DIer Autor_in fasst zusammen:
<blockquote><em>"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich im Rahmen der erstinstanzlichen Verhandlung interessante Einblicke in die polizeiliche Strategie und die inakzepteablen Methoden der Münchner Zivilpolizei ergeben haben. Frei nach dem Motto immer schön mitmischen aber dann die anderen dafür verantwortlich machen wollen. Dass die Ermittlungen der Kriminalpolizei da dann nicht viel besser sein können lässt sich ja durchaus vermuten wurde aber in diesem Prozess auch hinreichend belegt. Zusammen mit einer Richterin die sich dóch recht Umfangreich an der Schadensbegrenzung des Behördenimages beteiligte und Ihre richterliche Unabhängigkeit und Verpflichtung zur Wahrheitsfindung dahingehend zurücktreten ließ bleibt doch festzustellen dass es sich um einen Fall handeln sollte um deren Wiederaufwicklung die Münchner Verfolgungsbehörden nicht gerade froh sein werden. Warum die Staatsanwaltschaft als die die Ermittlungen leitende Behörde dennoch meint im Berungsverfahren ein besseres Bild abgeben zu können bleibt schleierhaft aber spannend. Alle Interessierten können sich auf ein Berufungsverfahren freuen in dem sich den Angeklagten sicherlich reichlich Gelegenheit bieten wird in den Machenschaften der Münchner Polizeiapparate herum zu stochern. "</em></blockquote>
[<link https://linksunten.indymedia.org/de/node/80764>Ganzen Artikel auf linksunten.indymedia.org lesen</link>]]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 14:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Skandalöse Hausdurchsuchungen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2013/02/08/skandaloese-hausdurchsuchungen/</link>
			<description>In München durchsucht die Polizei die Wohnung eines Antifaschisten - wegen Nazipropaganda....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In München durchsucht die Polizei die Wohnung eines Antifaschisten - wegen Nazipropaganda....</p> <div></div> Ein polizeiliches Ermittlungsverfahren „wegen Volksverhetzung" diente gestern als Vorwand für eine geradezu absurde Polizeiaktion. Nachdem Unbekannte in den vergangenen Wochen rassistische und neonazistische Pamphlete verschickt und als Absender_innen die Antifaschisten Martin Löwenberg und Walter Listl sowie eines A.I.D.A.-Mitglieds angegeben hatte, durchsuchten Beamt_innen gestern auf Anordnung der Münchner Staatsanwaltschaft und eines Ermittlungsrichters beim Amtsgericht München Listls Wohnung.
Das "Bündnis München gegen Krieg und Rassismus", in dem List aktiv ist, will der Polizei" "soviel Dummheit nicht unterstellen" und hat für das Ermittlungsverfahren und die Hausdurchsuchung nur eine Erklärung: "Die Münchner Polizei, die Staatsanwaltschaft und der Ermittlungsrichter des Münchner Amtsgerichts nutzen die Nazis als Hilfstruppe für ihre eigenen Zwecke – für  ihre Repressionsmaßnahmen gegen Linke und Antifaschisten", so Bündnissprecher Claus Schreer.
Die bayerische Linke-Abgeordnete Nicole Gohlke fragt bei <link https://twitter.com/NicoleGohlke>Twitter</link>, ob "die bayer. Polizei keine 5meter selbst" denke.
<h4>Bundesweite Hausdurchsuchungen nach "M31"</h4>
Bereits am Mittwoch durchsuchten LKA-Beamt_innen aus Berlin, Brandenburg und Hessen sowie dutzende uniformierter Polizist_innen in den frühen Morgenstunden die Wohnungen von acht Pressefotograf_innen in fünf Bundesländern. Ziel der Aktion war laut Durchsuchungsbeschluss, an Fotomaterial von einer Demonstration am 31.3.2012 in Frankfurt am Main ("M31") zu kommen. Die Beamt_innen kopierten offenbar Fotodateien aus den Computern der betroffenen Bildjournalist_innen.
„Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang“, <link https://dju.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=f955a9d2-7049-11e2-7307-001ec9b05a14>kritisierte </link>die dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß die Durchsuchungen. „Da sollen Pressevertreter mit brachialen Methoden gezwungen werden, Hilfspolizisten zu spielen. Die durchgeführten Maßnahmen entbehren jeder Verhältnismäßigkeit und entsprechen keinerlei rechtsstaatlichen Standards.“<strong> </strong>
Die Pressefotografen seien bereits im Vorfeld von der Polizei angeschrieben und um die Herausgabe von Material gebeten worden, das als Beweis gegen Demonstranten hätte dienen können: „Dabei hätte die Polizei es belassen müssen“, stellte Haß klar. Die heute durchgeführten Aktionen verstießen gegen die Pressefreiheit und seien vollkommen inakzeptabel.
In Frankfurt/Main findet wegen des Eingriffs in die Pressefreiheit am Freitagabend eine <link http://notroika.linksnavigator.de/termine/demo-fuer-pressefreiheit-und-gegen-autoritaere-krisenpolitik>Demonstration </link>statt.
<strong><br /></strong>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/medien/" title="Medien">Medien</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 18:39:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fünf Antifaschist_innen freigesprochen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2013/02/08/fuenf-antifaschist-innen-freigesprochen/</link>
			<description>Nach einem - nun ja: lebhaften - zweiten Prozesstag konnte den Angeklagten keine Tatbeteiligung am...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem - nun ja: lebhaften - zweiten Prozesstag konnte den Angeklagten keine Tatbeteiligung am...</p> <div></div> Tumultartige Szenen haben sich heute <link http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freispruch-fuer-fuenf-linksaktivisten-im-zweifel-fuer-die-angeklagten-1.1595365>der Süddeutschen Zeitung zufolge</link> im Amtsgereicht München abgespielt. Fünf Antifaschist_innen standen am zweiten Prozesstag von Gericht, weil sie nach Ansicht der Staatsanwaltschft <link record:tt_news:531>im März  2012 an einem Angriff</link> auf Mitglieder der rassistischen "Bürginitiative Ausländerstopp" beteiligt gewesen sein sollten.
Doch nach zwei Tagen sah es das Gericht nicht als erwiesen an, dass es diese fünf gewesen sein sollen. Beim Schlusswort eines Angeklagten eskalierte der Prozesstag laut <link http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freispruch-fuer-fuenf-linksaktivisten-im-zweifel-fuer-die-angeklagten-1.1595365>"SZ"</link>:
<blockquote><em>"Zunächst zog er sein Hemd aus, sodass ein T-Shirt mit der Aufschrift "Lump" zum Vorschein kam. Dann provozierte er das Gericht mit Äußerungen gegen die rechtsradikalen Zeugen und erging sich in politischen Statements. Trotz mehrmaliger Warnung der Richterin, die den Prozess umsichtig und mit großer Geduld leitete, widersetzte er sich der Weisung, sich auf Prozessrelevantes zu beschränken. Irgendwann wusste sich Andreß nicht anders zu helfen, als den Mann aus dem Saal werfen zu lassen. Einer der zahlreich anwesenden Polizisten führte ihn im Schwitzkasten ab."</em></blockquote>
<link http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freispruch-fuer-fuenf-linksaktivisten-im-zweifel-fuer-die-angeklagten-1.1595365>Artikel bei sueddeutsche.de lesen</link>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 18:14:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wieder Freispruch und Einstellung wegen Naziblockade</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2013/01/22/wieder-freispruch-und-einstellung-wegen-naziblockade/</link>
			<description>Erneut scheiterte Staatsanwaltschaft beim Versuch, Nazigegner_innen wegen der Blockaden am 21....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erneut scheiterte Staatsanwaltschaft beim Versuch, Nazigegner_innen wegen der Blockaden am 21....</p> <div></div> Wie die <link http://www.sueddeutsche.de/muenchen/prozesse-gegen-neonazi-gegner-schlappen-fuer-die-staatsanwaelte-1.1579417>SZ vom 22.01.2013</link> berichtet, endeten kürzlich zwei Verfahren gegen Antifaschist_innen, die sich an den <link record:tt_news:523>Blockaden eines Neonaziaufmarsches am 21. Januar 2012</link> beteiligt haben sollen, in zweiter Instanz mit einem Freispruch und einer Einstellung.
"Für wenig aussichtsreich" hielten die Richter_innen demnach die Anklagen der Staatsanwaltschaft, woraufhin einer der beiden Antifaschist_innen freigesprochen worden sei. Das Verfahren gegen die zweite Angeklagte sei nach Rücksprachen mit deren Anwalt auf Kosten der Staatskasse eingestellt worden. 
Damit setzt sich die Reihe der Schlappen der Staatsanwaltschaft bei der Kriminalisierung antifaschistischen Widerstands fort. <link record:tt_news:7350>Erst im Oktober</link> wurde ein ähnliches Verfahren eingestellt, ein weiterer Antifaschist freigesprochen. Doch die Staatsanwaltschaft zeigte sich unbeeindruckt, ging in Revision oder trieb <link record:tt_news:7354>weitere Verfahren</link> voran.
Nicht immer ohne Erfolg. "Erst vergangene Woche wurde wieder ein Nazi-Gegner vom Amtsgericht verurteilt. Diesmal ging die Verteidigung in Berufung", so die "SZ". Doch die Verfahren zeigen: es lohnt sich, sich politisch und juristisch gegen die Anklagen zu wehren.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 22 Jan 2013 11:09:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Eindrucksvolle Soliaktion</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/12/03/eindrucksvolle-soliaktion/</link>
			<description>Bis zu 50 Unterstützer_innen demonstrierten am Samstag offenbar spontan gegen eine von der Münchner...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis zu 50 Unterstützer_innen demonstrierten am Samstag offenbar spontan gegen eine von der Münchner...</p> <div></div> Unter dem Motto „Solidarität mit Max“ gingen in München am späten Samstag rund 50 Menschen auf die Straße um gegen die staatlichen Einschüchterungsversuche von Antifaschisten zu protestieren. Anlass der Soliaktion war eine durch die Staatsanwaltschaft München II veranlasste Hausdurchsuchung bei einem Antifaschisten am Vortag in Hamburg.
Die Staatsanwaltschaft wirft "Max" eine Sachbeschädigung an der Weinbergkapelle in Schliersee Anfang Mai 2012 vor. An der oberbayerischen Kapelle findet jedes Jahr im Mai eine ultra rechte, geschichtsrevisionistischen Gedenkveranstaltung der Kameradschaft Freikorps und Bund Oberland sowie weiterer rechter Organisationen statt. In den vergangenen Jahren wurde die Kapelle und die rechte Freikorpsgedenktafel des öfteren von unbekannten Künstler_innen kritisch kreativ bearbeitet, so dass auch in diesem Jahr der Stahlhelm B.d.F. seinen Kranz vor den Lösungen „Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder Faschismus“ niederlegen musste (vgl. Bild , Bildquelle: <img src="http://de.indymedia.org/img/extlink.gif" alt="" /> <link http://annaberg.blogsport.de/>http://annaberg.blogsport.de/</link>). Da die Polizei offenbar keine_n der Künstler_innen fassen konnte, geriet nun "Max" ins Visier der Ermittler_innen, der durch seine Öffentlichkeitsarbeit im Namen des Bündnis gegen rechte Umtriebe ein leichtes Ziel in der Schusslinie der ermittelnden Behörden bot.
Bei der Soliaktion in München (laut <link http://de.indymedia.org/2012/12/338665.shtml>indymedia </link>soll es "gerüchtehalber" auch Aktionen in Rosenheim und Miesbach gegeben haben) wurden u.a. Flugblätter verteilt, die neben den Informationen über die versuchte staatliche Einschüchterung inform einer Hausdurchsuchung auch Hintergrundinfos zu der rechten Freikorpsgedenktafel in Schliersee enthielt.
 
Mehr dazu und Foto unter: <link http://de.indymedia.org/2012/12/338665.shtml>http://de.indymedia.org/2012/12/338665.shtml<strong></strong></link>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 15:59:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neuer Anlauf zur Kriminalisierung</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/10/22/neuer-anlauf-zur-kriminalisierung/</link>
			<description>Ende Oktober 2012 findet erneut eine Reihe von Prozessen gegen AntifaschistInnen statt. Anlass sind...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Oktober 2012 findet erneut eine Reihe von Prozessen gegen AntifaschistInnen statt. Anlass sind...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/1ebde8cc8b.jpg" width="150" height="113" alt="">Eine der vielen Blockaden den Naziaufmarsches am 21.01.2012</div> Ungeachtet der jüngsten Pleiten vor Gericht geht die Staatsanwaltschaft München weiterhin gegen Antifaschist_innen vor. Ende Oktober sollen vier Aktivist_innen, die an den <link record:tt_news:523>Blockaden eines Neonaziaufmarsches am 21. Januar 2012</link> teilgenommen haben sollen, vor Gericht gestellt werden.
Bei der von dem bekannten Naziaktivisten Norman Bordin angemeldeten Demonstration  handelte es sich um die erste öffentliche Aktivität der Münchener Naziszene nach der Aufdeckung der NSU-Terrorserie.Während des Aufmarschs war aus dem Lautsprecherwagen der "Pink Panther Theme Song" abgespielt worden, ein zynischer Bezug auf die neonazistische Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU).
Rund 700 couragierte Münchner_innen versuchten an verschiedenen Punkten der Route den Naziaufmarsch zu blockieren und ihre Wut und Betroffenheit angesichts der rassistischen NSU -Mordserie und der zunehmend bekannt werdenden Verstrickung von Polizei und VS auszudrücken.
Hinter dem Sendlinger Tor in der Lindwurmstraße gelang es schließlich den rechten Aufmarsch zu endgültig zu stoppen.
Diesem engagierten Auftreten gegen Rechts folgt jetzt ein bitteres Nachspiel: Erneut versuchen Polizei und Staatsanwaltschaft einzelne AntifaschistInnen zu kriminalisieren. Diesen wird vorgeworfen, sich am 21.Januar dem Aufmarsch von Rechtsextremen in den Weg gestellt und dabei „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" geleistet zu haben. Die Solidaritätsorganisation Rote Hilfe schreibt:
<blockquote><em>"Die Beweisführung erfolgt ausschließlich anhand von Videomaterial und zeigt angeblich, dass sich die GegendemonstrantInnen unterhaken und nicht wegschieben lassen. Dieser Tatvorwurf wurde von Seiten der Münchner Staatsanwaltschaft mit einem Strafmaß von 60 Tagessätzen und mit Bußgeldern bis zu 3600,- € geahndet. Es scheint die gängige Praxis in München zu sein, NazigegnerInnen durch Ermittlungsverfahren einzuschüchtern und abzuschrecken – wenn auch bislang ohne den erwünschten Erfolg.</em>
<em>[...]</em>
<em>Ähnlich wie bei den Prozessen bezüglich der Blockade in Fürstenried-West am 08.05.2011 setzen sich auch in diesem Fall die Pleiten der Staatsanwaltschaft fort. Trotzdem werden weiterhin selektiv einzelne AntifaschistInnen verfolgt. Offensichtlich geht es dabei nicht um das tatsächliche Handeln der Angeklagten, sondern um ihre vermutete Gesinnung. Die hartnäckigen Versuche der Münchner Staatsanwaltschaft antifaschistisches Engagement zu kriminalisieren sind ein politischer Skandal."</em></blockquote>
Anfang Oktober wurde ein ähnliches Verfahren gegen einen Antifaschisten auf Kosten der Staatskasse <link record:tt_news:7350>eingestellt</link>. Die vier nun folgenden Verhandlungen<em></em> finden anch Angaben der Roten Hilfe an folgenden Daten statt:
<ul> <li><span style="font-family: verdana,geneva; font-size: small;">24.10.2012 09.00 Uhr Raum A 123</span></li> <li><span style="font-family: verdana,geneva; font-size: small;">25.10.2012 09:00 Uhr Raum A 135 / I</span></li> <li><span style="font-family: verdana,geneva; font-size: small;">25.10.2012 10:30 Uhr Raum A220 / II</span></li> <li><span style="font-family: verdana,geneva; font-size: small;">30.10.2012 13:00 Uhr Raum A127,</span></li> </ul>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Times New Roman,Times,serif; font-size: medium;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: verdana,geneva;">jeweils </span><span style="font-family: Times New Roman,Times,serif;"><span style="font-family: verdana,geneva;">im Amtsgericht München in der Nymphenburgerstr., U1 Stiglmeierplatz</span> </span></span><em><strong><br /></strong></em></span></p>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 10:28:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Einigung: a.i.d.a. nicht &quot;linksextremistisch&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/10/19/einigung-aida-nicht-linksextremistisch/</link>
			<description>In einem Vergleich einigten sich das Antifa-Archiv und das bayerische Innenministerium auf die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Vergleich einigten sich das Antifa-Archiv und das bayerische Innenministerium auf die...</p> <div></div> Für die Antifaschistische Informations- und Dokumentations- und Archivstelle (a.i.d.a.) ist das Ergebnis ein Erfolg. Seit 2009 kämpft das Archiv gegen seine Erwähnung im Verfassungsschutzbericht.
Anfangs begründete das Ministerium den "Extremismus" noch personell, bei a.i.d.a würden "Linksextremisten" mitarbeiten. Nachdem das Archiv <link record:tt_news:381>erfolgreich dagegen geklagt</link> hatte, begründete der Verfassungsschutz die Nennung im Jahresbericht fortan mit "Links zu extremistischen Internetseiten".
Für a.i.d.a. hatte die Erwähnung konkrete Folgen. Die Gemeinnützigkeit würde aberkannt, Spenden an das Archiv konnten nicht mehr steuerlich abgesetzt werden. Außerdem wurden Mitarbeiter_innen von Veranstaltungen und Gremien ausgeladen.
Daher klagte a.i.d.a. gegen jede Erwähnung. Nach dem zweiten <link record:tt_news:459>Teilerfolg 2010</link> war es nun an der Zeit für eine nachhaltiere Lösung, da die jährlichen Klagen viele Ressourcen banden. Offenbar erschien den Archiv-Verantwortlichen vor diesem Hintergrund eine Distanzierung von linksradikalen Webseiten als das kleinere Übel.
<link http://aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3264:aida-vollstaendig-rehabilitiert-&catid=53:pressemitteilungen&Itemid=1355>Archiv-Vorstand Buschmüller jedenfalls ist erleichtert</link>: "Der Vergleich macht deutlich, dass die satzungsgemäße Vereinsarbeit zu keinem Zeitpunkt verfassungsfeindlich war.“ Buschmüller weiter:
<blockquote><em>„Dass eine Initiative rückwirkend aus drei Verfassungsschutzberichten gestrichen wird, ist ein absolutes Novum. Wir werden die Kapazitäten unseres Vereins statt in jahrelange Rechtsstreite nun in die Recherche über extrem rechte Gruppen investieren, z. B. das bayerische Netzwerk des NSU.“</em></blockquote>
<em>Auch die "<link http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erfolg-fuer-anti-neonazi-initiative-aida-schwere-niederlage-fuer-verfassungsschutz-1.1501230>Süddeutsche Zeitung</link>" nennt das jetzige Ergebnis eine "schwere Niederlage für (den) Verfassungsschutz" <br /></em>
Meldung bei a.i.d.a lesen:<br /> <link http://aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3264:aida-vollstaendig-rehabilitiert-&catid=53:pressemitteilungen&Itemid=1355 _blank extlink>http://aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3264:aida-vollstaendig-rehabilitiert-&catid=53:pressemitteilungen&Itemid=1355</link>]]></content:encoded>
			<category>Kurzmeldung</category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 23:02:41 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Freispruch und Einstellung für Antifaschisten</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/10/10/freispruch-und-einstellung-fuer-antifaschisten/</link>
			<description>Ein Freispruch und ein Fast-Freispruch von Antifaschisten in den vergangenen Wochen machen erneut...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Freispruch und ein Fast-Freispruch von Antifaschisten in den vergangenen Wochen machen erneut...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/d77f830760.jpg" width="150" height="113" alt="">Blockade des Naziaufmarsches in der Sonnenstraße, 21.01.2012</div> Am gestrigen Dienstag wurde das Verfahren gegen den Antifaschisten M. wegen geringer Schuld eingestellt. M soll sich laut Staatsanwaltschaft am 21. Januar 2012 der Räumung einer <link record:tt_news:523>Blockade gegen einen Neonaziaufmarsch</link> widersetzt und dadurch "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" geleistet haben. Sechzig Tagessätze, ingesamt 2400 EUR wollte die Staatsanwaltschaft ihm dafür aufbrummen lassen. Das Gericht aber sah das nicht so eindeutig und setzte die Verhandlung an.
Da die Staatsanwaltschaft ihren Vorwurf lediglich mit einem wackeligen Video untermauerte, auf dem keine Widerstandshandlung nicht zu sehen war, und weil die Gegendemonstration von der Polizei nicht rechtswirksam aufgelöst worden war, stellte das Gericht das Verfahren auf Kosten der Staatskasse ein. Ein Fast-Freispuch, die Daten des Angeklagten aber bleiben gespeichert.
Bereits vorletzte Woche war ein weiterer Antifaschist freigesprochen worden und auch hier sollte der Tatworwurf - "Störung einer angemeldeten Versammlung" - mit einem Video bewiesen werden. Der Antifaschist E. hatte sich am 8. Mai 2010 an den <link record:tt_news:343>Protesten gegen einen Neonaziaufmarsch in Fürstenried West</link> beteiligt. Rund eine Stunde vor Beginn einer Straßenblockade des Naziaufmarsches wurde E. auf der Straße gesehen. Das sollte der Staatsanwaltschaft offenbar reichen, um den Antifaschisten vor Gericht zu stellen. Das Gericht sah das anders und sprach den Aktivisten frei. Es ist nicht der erste Freispruch in der Angelegenheit.
Auch die <link http://www.sueddeutsche.de/muenchen/verfahren-gegen-anti-nazi-demonstrant-eingestellt-sprachlosigkeit-im-gerichtssaal-1.1491982>"Süddeutsche Zeitung"</link> stellt dazu fest, dass<em> </em>
<blockquote><em>"die Staatsanwaltschaft schon mehrere Pleiten vor Gericht erlebt [hat], Pleiten in Form von Freisprüchen. Ob sich die Ankläger mit der neuen Prozesswelle einen Gefallen tun, darf bezweifelt werden. Wieder werden Nazigegner vor Gericht gezerrt, wieder aber scheint die Beweislage dünn bis mangelhaft zu sein."</em></blockquote>
Das wird Polizei und Staatsanwaltschaft jedoch vermutlich kaum davon abhalten, auch in Zukunft Anzeigen wegen Nichtigkeiten onder konstruierten Vorwürfen zu schreiben, Aktivist_innen vor Gericht zu zerren und darauf zu setzen, dass die Verfahren gegen Geldbuße eingestellt, Prozess- Anwaltskosten von den Angeklagten gezahlt und deren Daten in diversen Datenbanken gespeichert werden. Denn einen empfindlichen Schaden tragen die Repressionsorgane nur selten davon, wenn sie verlieren.
Immer wieder setzen sich Polizist_innen und Staatsanwält_innen im Verfolgungseifer selbst über Mindeststandards der Strafverfolgung hinweg und verlieren - wie hier geschehen, (fast) auf ganzer Linie. Es gibt Polizist_innen, die offen einräumen, dass sie mit ihrer Anzeige sowieso nicht durchkommen werden. Die beiden Angeklagten aus den genannten Fällen haben schon daher gut daran getan, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und sich vor Polizei und Gericht <link http://www.rote-hilfe.de/index.php/rechtshilfe-und-unterstuetzung/aussageverweigerung>nicht zu den Vorwürfen zu äußern</link>.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 14:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Pussy Riot-Soli: Bavaria vermummt</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/10/09/pussy-riot-soli-bavaria-vermummt/</link>
			<description>Am letzten Tag des Oktoberfestes kleideten Müncher Aktivistinnen die Statue neu ein - nicht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am letzten Tag des Oktoberfestes kleideten Müncher Aktivistinnen die Statue neu ein - nicht...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/0582a1ef6e.jpg" width="150" height="113" alt="">Vom Nationalsymbol zur solidarischen Feministin: die Bavaria am letzten Oktoberfesttag</div> Seit 1850 steht die - nicht von König Ludwig dem I. oder Ludwig Schwanthaler, sondern von Erzgießer_innen erbaute! - Bavaria an der <span style="text-decoration: line-through;">Ostseite</span> Westseite <em>[vielen Dank, kartographin, s.u.; Anm. d. Red.]</em>, der Theresienwiese. Der genannte König gab das Monument "als personifizierte Allegorie für das Staatsgebilde Bayern" (<link http://de.wikipedia.org/wiki/Bavaria>Wikipedia</link>) in Auftrag. Der patriotische Bildhauer Ludwig Schwanthaler überarbeitete das ürsprünglich an antikem Vorbild konzipierte Modell, um der Statue einen "typisch 'teutschen' Charakter" zu verleihen (ebd.).
Seitdem steht die Bavaria als Symbol bayerisch-teutscher Macht vor der "Ruhmeshalle" und wird alljährlich im Herbst von kotzenden "Wiesn"-Gäst_innen belagert. Manche mögen die Frauengstelat als Ikone weiblicher Macht mißinterpretieren, Kritiker_innen aber sehen die Darstellung im Kontext patriarchaler und nationalistischer Verfügung über und Umdeutung weibliche(r) Körper.
<h4>"<span style="font-size: 11.5pt; font-family: 'Arial','sans-serif';">Bavaria solidarisiert sich mit Pussy Riot und wird Feministin"</span></h4>
Am vergangenen Sonntag, dem letzten Oktoberfesttag, vermummten Münchner Aktivist_innen in Solidarität mit den in Russland inhaftierten Pop-Feminist_innen "Pussy Riot" den Kopf der "Bavaria" und nahmen so zugleich eine andere Deutung vor:
<blockquote><em>"Wir rufen dıe Passantinnen und Passanten auf die “Bavaria” nicht mit dem sexistischen Oktoberfestbesäufnis zu assoziieren, sondern mit anderen Inhalten zu besetzten und schlagen als erstes vor, sie als radikale Feministin zu sehen".</em></blockquote>
"Gottesmutter, sei Feministin!" forderten Pussy Riot im Februar in Moskau. Ihr Protest in der Kathedrale richtete sich gegen die patriarchale Gewalt des menschenfeindlichen korrupten staatlichen Systems. Sie rufen zum Kampf auf und sind wütend. Für ihre Kunstaktion wurden Nadezhda, Maria und Ekaterina zu zwei Jahren Haft verurteilt
Die Kritik von Pussy Riot und Mitstreiter_innen richte sich gegen jegliche Art der Politik, die Gefangene produziert, um sich selbst zu erhalten, so die Münchner Aktivist_innen. Repression sei eine "allgegenwärtige und weltweite Antwort auf die Infragestellung dieses Unterdrückungssystems".
<h4>"Es ist die eine Welt, in der das eine System herrscht"</h4>
Die Münchner Gruppe zieht einen Bogen vom "korrumpierten System Putin" über den westlichen Kapitalismus hin zum klerikal-patriotischen Bayern. Die durch Finanzspekulationen aufgeblasenen Ölpreise brauche Putin genauso, wie die Finanzmärkte selbst. Man könne schlecht Putin kritisieren, wenn man "das System der Geldwäsche, Finanzspekulationen und der Ausbeutung, auf der sie beruhen", akzeptiere.
Hierbei wenden sich die Aktivist_innen auch gegen eine Vereinnahmung des "Pussy Riot Falles" durch westliche Politiker_innen und Medien:
<blockquote><em>"Die radikal-feministische Aussage von Pussy Riot darf nicht verwässert und verklärt werden. Der Fall von Pussy Riot ist nicht dazu da, um daraus politisches und sonstiges Kapitel zu schlagen."</em></blockquote>
Der Fall Pussy Riot zeige, wie aktuell der Kampf "gegen die Macht der Kirche und für die Trennung derselben vom Staat" sei. Auch in Bayern genießen die christlichen Kirchen - bis heute nicht zuletzt aufgrund eines "Reichskonkordates" zwischen Vatikan und NS-Staat - Vorrechte, die ihre Dominanz sichern, Stichwort: Kirchsteuer, Konkordatsschulen und -Universitäten
Als „weibliche Symbolgestalt und weltliche Patronin Bayerns“erbaut, müsse die Bavaria letztlich "auch als Missbrauch des weiblichen Körpers als Nationssymbol betrachtet werden", so die Münchner Aktivist_innen.
Diesem "Missbrauch" haben die Aktivist_innen am Sonntag ein deutliches Zeichen entgegengesetzt. Schon im April hatte eine <link http://medium.blogsport.de/2012/04/18/feminismus-ausin-muenchen/>Soliaktion in München</link> gegeben, im August fand eine Demonstration für Pussy Riot statt.
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			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/geschlechtmacht/" title="Geschlecht &amp; Macht">Geschlecht &amp; Macht</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 10:17:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erneuter Kriminalisierungsversuch wegen erfolgreicher Blockade</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/09/19/erneuter-kriminalisierungsversuch-wegen-erfolgreicher-blockade/</link>
			<description>Mehr als zwei Jahre nach der Blockade eines Neonaziaufmarsches in Fürstenried West steht am 20....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als zwei Jahre nach der Blockade eines Neonaziaufmarsches in Fürstenried West steht am 20....</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/2d2949d8b8.jpg" width="150" height="86" alt="Symbolbild">...</div> Wer dachte, nach dem <link record:tt_news:439>Rüffel des Gerichts</link> würde die Staatsanwaltschaft von weiteren Maßnahmen gegen Antifaschist_innen absehen, die sich an der <link record:tt_news:343>Blockade des Neonaziaufmarsches am 08. Mai 2010</link> beteiligt hatten, hat sich getäuscht.
Am 20. September steht erneut ein Antifaschist vor Gericht, dem in diesem Zusammenhang ein "Verstoß gegen das bayerische Versammlungsgesetz" vorgeworfen wird. Wie viele andere auch soll sich der Aktivist an der Blockade des Naziaufmarsches in Fürstenried West beteiligt haben, die letztlich zum Abbruch der Naziveranstaltung geführt hatte.
Im Frühjahr 2011 scheiterte der Versuch der Kriminalisierung einzelner Antifaschist_innen vorerst. Damals stellte das zuständige Gericht fest, dass die Polizei die Demonstrant_innen am 8. Mai überhaupt nicht zum Verlassen der Straße aufgefordert habe und somit auch kein strafbares Verhalten vorliegen könne. Der Prozess endete mit einem Freispruch.
Doch obwohl sich nach der Anklage einiger Antifaschist_innen mehrere Politker_innen und bekanntere Aktivist_innen mit den Angeklagten solidarisiert und sich in einem Offenen Brief selbst "bezichtigt" hatten, blieb die Staatsanwaltschaft weitgehend bei der Verfolgung einiger weniger Antifaschist_innen.
Nach Ansicht der <link http://rhmuenchen.blogsport.de/>Roten Hilfe München</link> scheint die Staatsanwaltschaft "aus ihren bisherigen Pleiten in dieser Angelegenheit nichts lernen zu wollen und behelligt weiter antifaschistisch engagierte Münchener Bürger_innen."  Offenbar sollten mit diesem selektiven Vorgehen einzelne unliebsame Aktivist_innen eingeschüchtert und kriminalisiert werden, so die linke Schutz- und Solidaritätsorganisation. Hier gehe es nicht mehr um das tatsächliche Handeln des Angeklagten, sondern um seine vermutete Gesinnung. Die "hartnäckigen Versuche", das damalige Engagement zu kriminalisieren, seien eine "politischer Skandal", so die Rote Hilfe.
Der Prozess gegen den Antifaschisten findet am 20. September 2012 um 9 Uhr im Justizzentrum, Sitzungssaal A 224/II statt.
 ]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 13:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>WikiLeaks – der Staat verfolgt seine Idealisten</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/09/13/wikileaks-der-staat-verfolgt-seine-idealisten/</link>
			<description>Mit ungeahnter Härte ging die US-Regierung gegen das Veröffentlichungsprojekt WikiLeaks vor -...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit ungeahnter Härte ging die US-Regierung gegen das Veröffentlichungsprojekt WikiLeaks vor -...</p> <div></div> <ol> <li> <p>Die Grundannahme des WikiLeaks-Projektes ist es, dass die Veröffentlichung von Regierungs- und Firmengeheimnissen eine Kritik dieser Institutionen bedeutet. Das Projekt und sein Manifest – geschrieben von Julian Assange bevor WikiLeaks berühmt wurde – beschäftigt sich mit der Bekämpfung von Verschwörungen, geheimen Gesetzesvorhaben, versteckt vor den Augen der neugierigen Öffentlichkeit. WikiLeaks entdeckt diese verborgenen Pläne bei autoritären Regimen, und – tendenziell – auch in manchen demokratischen Regierungen.<a name="sdendnote1anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote1sym"></a><sup>i</sup> Gegen diese Tendenzen führt WikiLeaks keine Argumente oder eine eigene politische Position an, da das Projekt annimmt, die Veröffentlichung von Geheimnissen derer, die an der Macht sind, würde schon reichen, um die unterdrückten Massen aufzubringen: „Autoritäre Regime erzeugen oppositionelle Kräfte, indem sie gegen den individuellen und kollektiven Wunsch nach Freiheit, Wahrheit und Selbstverwirklichung vorgehen. Pläne, die autoritäre Herrschaft unterstützen, verursachen Widerstand. Daher werden dieser Pläne von erfolgreichen autoritären Regimen geheimgehalten.“<a name="sdendnote2anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote2sym"></a><sup>ii</sup> WikiLeaks will diese Pläne aufdecken, so dass demokratischer Widerstand für Freiheit, Wahrheit und Selbstverwirklichung entsteht. WikiLeaks zufolge liegt die Abwesenheit von Aufständen also daran, dass die Leute nicht von den finstren Plänen ihrer Regierungen wissen.</p> </li> <li> <p>WikiLeaks meint, dass autoritäres Regieren und autoritäre Tendenzen in demokratischen Staaten durch Geheimhaltung charakterisiert sind. Dabei ist es kein Geheimnis, dass das bestimmende Motiv von Unternehmen Profit ist, dass die USA und ihre Verbündeten die Kriege im Irak und Afghanistan für ihre nationalen Interessen führen und die US-amerikanische Regierung WikiLeaks als Staatsfeind betrachtet. Diese Tatsachen sind keine unterdrückten Informationen, sondern werden öffentlich erklärt und diskutiert. Das Hosni Mubarak Ägypten 30 Jahre lang mit Notstandsgesetzen regiert hat, dass seine Polizei die Opposition gefoltert und unterdrückt hat, dass die USA das Ganze wegen ihrerr Interessen in der Region unterstützt hat, dass die EU ein Freihandelsabkommen mit dem ägyptischen Regime ausgehandelt hatte und Gaddafis Libyen wegen seiner Zusage, Flüchtlinge von der eigenen Grenze fernzuhalten, schätzte: All das ist allbekannt. Es gibt auch Aktionen und Strategien autoritärer und demokratischer Regierungen, die geheim sind, wie zum Beispiel außergesetzliche Tötungen, Folter, Spionage, illegale Auslieferungen und bestimmte Absprachen mit anderen Staaten oder Unternehmen. Aber dass bedeutet nicht, dass die Herrschaft dieser Regierungen vor allem durch das Unwissen ihrer Bürger bestimmt ist. Im Gegenteil, ein Regime, dass seine Gegner foltert, will sie das wissen lassen, damit sie vor ihren Plänen ablassen.</p> </li> <li> <p>WikiLeaks behauptet, dass Transparenz zu einer guten Herrschaft und zu einem besseren Leben der Bürger führe. Wenn aber eine Regierung ehrlich erklärt, dass die aktuelle Schuldenkrise einen größeren Einschnitt im Sozialbereich erfordere, dann ist das transparent. Wenn die US-Regierung WikiLeaks öffentlich die Feindschaft erklärt, dann ist das transparent; wenn das Gesetz einen darüber informiert, dass die eigenen Bedürfnisse nur dann zählen, wenn man entsprechend Geld hat, dann ist das transparent; wenn ein Staat seine Bevölkerung mobilisiert, um die mobilisierte Bevölkerung eines anderen Staates militärisch zu besiegen, dann ist das transparent. Transparenz selber verhindert keinen Schaden: Im Gegenteil wird das meiste Elend in aller Öffentlichkeit produziert.<a name="sdendnote3anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote3sym"></a><sup>iii</sup></p> </li> <li> <p>In dem es „erfolgreichen autoritären Mächten“ unterstellt, den eigenen Charakter aus Angst vor Widerstand zu verschleiern, ignoriert WikiLeaks die Zwecke der Herrschaft. Bevor man fragt, wie etwas erreicht wird, muss man sich Fragen was den da erreicht werden soll. Sowohl autoritäre als auch demokratische Staaten wollen ja viel mehr als sich nur zu erhalten. Da eine starke Wirtschaft – besonders im Kapitalismus – die Grundlage der Macht eines Staates ist, ist die Bevölkerung nicht einfach störende Menschenmasse, sondern nützliches Material.<a name="sdendnote4anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote4sym"></a><sup>iv</sup> Staaten betreiben einen großen Aufwand, um ihre Wirtschaft zu fördern, vergleichen neidisch das eigene Bruttoinlandsprodukt – die wirtschaftliche Gesamtaktivität – mit dem anderer Staaten und beobachten ganz genau die Wechselkurse und Aktienindizes: Sie vergleichen den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Bevölkerungen, weil dieser die Basis ihrer Macht ist. Aber der Beitrag der Bevölkerung zur Stärke ihres Staates erschöpft sich nicht in der wirtschaftlichen Aktivität. Der Staat will, dass die Bevölkerung ihn schätzt und seine Maßnahmen unterstützt. Wenn er es für nötig hält, verlangt der Staat von seiner Bevölkerung sogar in den Krieg zu ziehen. Diese Zwecke können nicht heimlich erreicht werden, sie brauchen eine Öffentlichkeit.</p> </li> <li> <p>WikiLeaks' praktische Kritik an Regierungen in aller Welt ist getrieben von einer Zustimmung zur Institution der Regierung als solcher. WikiLeaks will einen Widerstand initiieren, der darauf abzielt, Regierungsverhalten zu ändern<a name="sdendnote5anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote5sym"></a><sup>v</sup>, nicht Regime zu beenden. Die Überlegung, ob Herrschaft überhaupt nötig ist und warum, kommt in den Aktionen und Veröffentlichungen von WikiLeaks nicht zum Ausdruck. Der Vorwurf, WikiLeaks sei anarchistisch, sei grundsätzlich gegen Regierungen und Unternehmen, ist falsch. Im Gegenteil, der Aktivismus von WikiLeaks basiert auf dem Gedanken, dass der demokratische Nationalstaat vor allem zu verteidigen sei und nicht Ziel grundlegender Kritik.</p> </li> <li> <p>WikiLeaks tritt für die ungekürzte und unkommentierte Veröffentlichung geheimer Informationen ein, da die Information selber Widerstand entzünden sollen. Es hängt aber nicht von Information – Fakten – als solcher ab, ob Leute einer bestimmten Politik widersprechen, sondern davon, wie sie diese Fakten interpretieren. Das Abschlachten von irakischen Zivilisten durch US-amerikanische Truppen ist für die Kriegsgegner ein weiterer Grund, den Krieg zu beenden. Andere nehmen diese Nachricht vielleicht als Bestätigung dafür, das Krieg hässliche Seiten habe, dieser aber nötig sei, dass die Aufständischen die Schuld hätten, da sie sich hinter Zivilisten versteckten, dass die Getöteten sich nicht in einer Kriegszone hätten bewegen sollen oder dass diese „<span style="background: transparent;">Untermenschen“</span> es nicht besser verdient hätten. Fakten dienen nur als Material für Urteile, sie geben das Urteil nicht vor. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Informationen, die durch WikiLeaks die Öffentlichkeit erreicht haben, sowieso nur bestätigen, was jeder schon wusste.<span style="background: transparent;"> Wofür vorher unbekannte Fakten als Einziges dienen können, ist, notwendige Voraussetzungen für neue Urteile zu schaffen, die ohne sie unmöglich zu treffen wären.</span></p> </li> <li> <p><span style="background: transparent;">WikiLeaks' Ideal des Staates folgt den Prinzipien des demokratisch verfassten Nationalstaates. Ein moderner Nationalstaat präsentiert sich als Dienst an seinen Bürgern und als Ausdruck ihres Willens. Er garantiert seinen Untertanen Rechte und Freiheiten, fordert sie auf, seine Agenten zu wählen, schafft grundlegende Infrastruktur für die wirtschaftliche Betätigung und bietet ein wenig soziale Sicherheit. </span>Dass der Nationalstaat die Bedingungen schafft, die seine Bürger zwingen, sich auf ihn zu verlassen, ändert an diesem Verhältnis nichts.<span style="background: transparent;"> WikiLeaks stimmt diesen Prinzipien zu: „Bessere Kontrolle führt zu weniger Korruption und stärkerer Demokratie in allen gesellschaftlichen Institutionen, einschließlich Regierung, Unternehmen und anderer Organisationen.“<a name="sdendnote6anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote6sym"></a><sup>vi</sup> Sich darauf zu beschränken, Korruption in Regierungen und Unternehmen zu bekämpfen, bedeutet, dass es nicht die Prinzipien dieser Organisationen sind, die für das beobachtete Elend verantwortlich gemacht werden, sondern Abweichung von diesen Prinzipien.<a name="sdendnote7anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote7sym"></a><sup>vii</sup> WikiLeaks' Kampf gegen Korruption bedeutet also ein prinzipielles Einverständnis mit diesen Institutionen, wenn sie erst einmal frei von Korruption sind. Wenn WikiLeaks mit dem US-amerikanischen obersten Gerichtshof darin übereinstimmt, „effektiv Betrug im Staatsapparat aufzudecken“<a name="sdendnote8anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote8sym"></a><sup>viii</sup>, dann ist das kein rhetorischer Trick – beide wollen effektive Institutionen, und zwar die Institutionen des gegenwärtigen Systems. Sowohl WikiLeaks als auch die Verfassung der USA teilen das Ideal eines demokratischen, kapitalistischen Nationalstaates, der das </span><em><span style="background: transparent;">pursuit of happiness</span></em><span style="background: transparent;"> seiner Bürger nicht behindert.</span></p> </li> <li> <p><span style="background: transparent;">Ein Kern des Misstrauens, das WikiLeaks den Mächtigen entgegenbringt, ist im demokratisch verfassten Nationalstaat institutionalisiert. Sein institutionelle Aufbau zeigt bereits einen bemerkenswerten Mangel an Vertrauen gegenüber seinen Amtsinhabern, der Aufbau enthält den Verdacht, dass die Staatsagenten heimlich (oder offen) ihre Macht missbrauchen könnten. Das Gesetz verlangt regelmäßige Wahlen und sichert so, dass der kollektive Wille der Leute dem der Politiker entspricht.<a name="sdendnote9anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote9sym"></a><sup>ix</sup> Manche Länder haben sogar begrenzte Amtszeiten für die höchsten Posten, um zu verhindern, dass sich eine einzelne Person an die Macht klammert. Das Gesetz schreibt eine Trennung zwischen Regierung, Parlament und den Gerichten vor, so dass keine Teilgewalt sich die Macht in anderer als in der vorgeschriebenen Weise aneignen kann. Das Gesetz garantiert Rede- und Versammlungsfreiheit sowie die Freiheit der Presse, und erlaubt so der demokratischen Opposition, ihre Sorgen auszudrücken. Ein amerikanischer Präsident plädiert auch mal dafür, die Rechte von </span><span style="font-style: normal;"><span style="background: transparent;">Informanten</span></span><span style="background: transparent;"> zu stärken, „um Staatsangestellte zu schützen, die Verschwendung, Betrug und Missbrauch von Macht im Staat aufdecken“.<a name="sdendnote10anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote10sym"></a><sup>x</sup> Der demokratische Nationalstaat ist ein Rechtsstaat und als solcher gegenüber seinem Personal misstrauisch.</span></p> </li> <li> <p><span style="background: transparent;">Dieses institutionalisierte Misstrauen hat seinen Grund. Erstens sind die Staatsagenten Leute, die – wie jeder andere auch – private Interessen haben, ihr Job ist es jedoch, die Ordnung ohne Blick auf private Einzelinteressen zu wahren. Da die bürgerliche Gesellschaft eine von konkurrierenden Privatsubjekten ist, ist es nicht ohne Risiko, diese anzustellen. Solche Agenten können ihre Macht missbrauchen, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen, indem sie Bestechungen annehmen oder das Gesetz zugunsten von Freunden beugen.<a name="sdendnote11anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote11sym"></a><sup>xi</sup> Es ist diese Art von Amtsmissbrauch gegen die Gesetze und Gewaltenteilung gerichtet sind.</span></p> </li> <li> <p>Der zweite Grund für das Misstrauen ist, dass die Gewaltenteilung eines demokratischen Staates beim effektiven Regieren stört. Die Begrenzung der Macht einer Regierung ist eine Begrenzung der Möglichkeiten ihre Arbeit zu erledigen. Die Gewaltenteilung ist blind gegenüber dem, was die Regierung erreichen will und kann sie daran hindern, Gesetze durchzubringen, die dem nationalen Interesse dienen. Das ist der Grund, warum Politiker und andere Staatsagenten, die Demokratie und Gesetz in großen Ehren halten, immer wieder die Regeln brechen – mit illegalen Abhöraktionen, Auslieferungen usw. Ob diese Überschreitungen als Verletzungen der Prinzipien des demokratischen Staates gewertet werden, kann man vorher nicht sagen. Es hängt immer vom Erfolg der jeweiligen Politik ab. Legale Sanktionen für solches Handeln (sei es zur persönlichen Bereicherung oder um das Beste für die Nation zu erreichen) zu verhindern ist ein Grund, warum Staatsagenten sich entscheiden können, es vor der Öffentlichkeit zu verbergen.</p> </li> <li> <p>Die Kampagne der USA gegen WikiLeaks, unterstützt von seinen internationalen Verbündeten und beiden US-amerikanischen Parteien, ist also gegen ein Projekt gerichtet, das den Nationalstaat ganz grundsätzlich wertschätzt. Die USA führen also eine Kampagne gegen Leute, die ihre Prinzipien verehren. Sie sind zu Staatsfeinden erklärt worden, aufgrund von Aktionen, die eigentlich die Prinzipien der beteiligten Staaten verteidigen und realisieren wollen.</p> </li> <li> <p><span style="background: transparent;">Es könnte daher wie ein Fehler auf der Seite der US-Administration oder anderer Regierungen erscheinen WikiLeaks anzugreifen: Beide schätzen die selben Prinzipien. Es gibt aber einen fundamentalen Unterschied in der Rolle, die diese Prinzipien für beide Seiten spielen. Für WikiLeaks und seine Unterstützer sind demokratische Prinzipien die ersten und grundlegenden Prinzipien des Staates, sie machen den Staat aus. Für den Nationalstaat sind diese Prinzipien hingegen Mittel der Herrschaft. Dass der Nationalstaat den Bürgern dient, bedeutet nicht, dass er auf diese Rolle festgelegt ist. Wenn das der Fall wäre, bräuchte es keine Polizei, keine Gerichte und keine Gefängnisse. Dass der Nationalstaat ein Rechtsstaat mit Prinzipien ist, dass er die Zustimmung sein Bürger möchte, dass er die Privatinteressen seiner Bürger produktiv für sich selbst nutzen möchte, bedeutet nicht, dass er nicht herrschen würde und keine Geheimhaltung bräuchte. Interessen, die seiner Herrschaft grundsätzlich entgegenstehen, unterdrückt er schon. Generell zeigt er allen Interessen seiner Bürger Grenzen auf: Man darf sein Interesse verfolgen, aber nur den Gesetzen entsprechend. Anders gesagt, nur weil der Nationalstaat gesetzmäßige Interessen fördert und schützt, heißt das nicht, – im Gegensatz zur Vorstellung von WikiLeaks – dass sein Ziel das Wohlergehen all seiner Untertanen ist: Gutwillige</span> Herrschaft<span style="background: transparent;"> ist ein Widerspruch.</span></p> </li> <li> <p><span style="background: transparent;">Zweitens bedroht die Veröffentlichung der diplomatischen Depeschen und der militärischen Berichte die USA international. Öffentliche Äußerungen von Staatsagenten – besonders in der Sphäre der internationalen Diplomatie – gelten als Ausdruck einer Strategie. Offene Kritik an anderen Staaten oder ihrem Personal dient dem Ziel, diesem Staat seine Grenzen aufzuzeigen oder diese Grenzen zu testen. Die Bekanntgabe der eigenen </span>Kriegsaufwendungen<span style="background: transparent;"> sind eine Nachricht an Freund und Feind. Indem es interne US-Memos veröffentlichte, machte WikiLeaks für die USA Politik, es ließ die US-Regierung Dinge sagen, die sie nicht in der Öffentlichkeit sagen wollte, und schickte damit Nachrichten an Regierungen auf der ganzen Welt. Der Punkt ist hier nicht, ob es sich dabei um sachliche Erklärungen handelte oder nicht. Der Punkt ist, dass die US-Regierung diese Dinge nicht allen Verbündeten und Feinden offen sagen wollte; WikiLeaks ließ es die Regierung trotzdem sagen. WikiLeaks brachte die US-Aussenpolitik unter Zugzwang, indem es die Depeschen veröffentlichte. Der Nationalstaat interpretierte diese Attacke als prinzipielle Infragestellung seiner Herrschaft – unabhängig davon was WikiLeaks intendierte.</span></p> </li> <li> <p><span style="background: transparent;">Die Kampagne der USA gegen WikiLeaks ist umstritten. Auf der einen Seite verlangen Politiker Assanges Ermordung und die US-Regierung sucht nach legalen Schlupflöchern, um Assange doch noch anzuklagen. Bradley Manning – der mutmaßliche </span><span style="font-style: normal;"><span style="background: transparent;">Informant</span></span><span style="background: transparent;">, der die Depeschen und andere interne US-Dokumente weiterleitete – wird wahrscheinlich lange Zeit weggesperrt bleiben, um an denen ein Exempel zu statuieren, die den Staat bedrohen könnten. Andererseits ist WikiLeaks noch immer legal in den USA, und kaum Angegriffen wurde z.B. die New York Times, die mit WikiLeaks bei der Veröffentlichung zusammenarbeitete.<a name="sdendnote12anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote12sym"></a><sup>xii</sup> Der Staat will WikiLeaks ausschalten, aber er zögert, um dabei nicht die Pressefreiheit zu demontieren. Der Staat will Bürger wie Julian Assange, aber diese guten Bürger sollen gefälligst den real existierenden Nationalstaat anerkennen, bevor sie nach ihrer idealistischen Vorstellung handeln.</span></p> </li> </ol>
Junge Linke – gegen Kapital und Nation
<br /><br />
<div id="sdendnote1"><a name="wl2"></a><a name="sdendnote1sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote1anc"></a>i <span lang="en-US">„Today, with authoritarian governments in power in much of the world, increasing authoritarian tendencies in democratic governments, and increasing amounts of power vested in unaccountable corporations, the need for openness and transparency is greater than ever.”</span> <link http://213.251.145.96/About.html>http://213.251.145.96/About.html</link></div>
<div id="sdendnote2"><a name="wl4"></a><a name="sdendnote2sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote2anc"></a>ii<span lang="en-US"> „Authoritarian regimes give rise to forces which oppose them by pushing against the individual and collective will to freedom, truth and self realization. Plans which assist authoritarian rule, once discovered, induce resistance. Hence these plans are concealed by successful authoritarian powers.”</span> WikiLeaks-Manifest, <link http://www.thecommentfactory.com/exclusive-the-wikileaks-manifesto-by-julian-assange-3342/>http://www.thecommentfactory.com/exclusive-the-wikileaks-manifesto-by-julian-assange-3342/</link></div>
<div id="sdendnote3"><a name="sdendnote3sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote3anc"></a>iiiWikiLeaks behauptet einen Widerspruch zwischen dem Sammeln von Informationen und ihrer Veröffentlichung: <span lang="en-US">“By definition, intelligence agencies want to hoard information. By contrast, WikiLeaks has shown that it wants to do just the opposite.”</span> Dabei veröffentlichen Geheimdienste Informationen, wenn es zu ihrer Agenda passt. Sie benutzen Informationen, um konkurrierende Staaten und ihre Regierungen zu erpressen oder zu blamieren. Es ist nicht der Demokratieidealismus von WikiLeaks, der China dazu gebracht hat, es als Kandidat für den Nobelpreis vorzuschlagen; China hat WikiLeaks vorgeschlagen, weil es die USA beschämt und um die Funktion des Nobelpreises als Einmischungstitel der USA und seiner Alliierten gegen seine Konkurrenten aufzuzeigen.</div>
<div id="sdendnote4"><a name="sdendnote4sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote4anc"></a>ivEs gibt tatsächlich Staaten, wo die Bevölkerung tatsächlich nutzlos für den Staat ist, da ihre Ökonomie nur auf dem Export der natürlichen Ressourcen beruht. In solchen Staaten wird der Großteil der Bevölkerung von den Revenuequellen des Staates ferngehalten. Der Sudan ist, neben den meisten Staaten der „dritten Welt“, so einer, der wenig von seiner Bevölkerung erwartet und ihr wenig zu bieten hat, da er am Weltmarkt gegen die erfolgreichen Wirtschaftsmächte wie die USA, die EU und China nicht bestehen kann.</div>
<div id="sdendnote5"><a name="sdendnote5sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote5anc"></a>v<span lang="en-US">„To radically shift regime behavior [...]“</span> Einleitung, WikiLeaks-Manifest</div>
<div id="sdendnote6"><a name="sdendnote6sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote6anc"></a>vi<span lang="en-US"> “Better scrutiny leads to reduced corruption and stronger democracies in all society's institutions, including government, corporations and other organisations.”</span> <link http://213.251.145.96/About.html>http://213.251.145.96/About.html</link></div>
<div id="sdendnote7"><a name="sdendnote7sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote7anc"></a>vii <span lang="en-GB">“Similarly, some intelligence services have an obligation to go about their activities to the best of their ability and that, sometimes, involve secrecy. But, what is not a right, is for a General or, Hillary Clinton, to say that they want to use the criminal law on every person in the country, to stop talking about embarrassing information, that has been revealed from her institution or from US military. She does not have the right to proclaim what the worry is, that's a matter for the court.”</span> Julian Assange im Interview mit “Frost over the World” auf Al Jazeera (21.12.2010).</div>
<div id="sdendnote8"><a name="sdendnote8sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote8anc"></a>viii<span lang="en-GB"> “effectively expos[ing] deception in government”</span> <link http://213.251.145.96/About.html>http://213.251.145.96/About.html</link></div>
<div id="sdendnote9"><a name="sdendnote9sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote9anc"></a>ixDas geht in beide Richtungen. Die Führung soll sich nicht zu weit von den Leuten entfernen und den Leuten soll klar sein, wo die nationalen Probleme liegen.</div>
<div id="sdendnote10"><a name="sdendnote10sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote10anc"></a>x <span lang="en-US">“strengthen whistleblower laws to protect federal workers who expose waste, fraud, and abuse of authority in government” </span><link http://change.gov/agenda/ethics_agenda/>http://change.gov/agenda/ethics_agenda/</link></div>
<div id="sdendnote11"><a name="sdendnote11sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote11anc"></a>xiUm einem Missverständnis vorzubeugen: Wenn bestimmte Gesetze einzelnen Leute mehr bringen als anderen, widerspricht das nicht dem Zweck demokratischer Herrschaft. Wenn ein Gesetz hingegen nur gemacht ist, um eine bestimmte Gruppe zu bevorzugen, ohne das nationale Interesse zu berücksichtigen, tut es das sehr wohl.</div>
<div id="sdendnote12"><a name="sdendnote12sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/rss.xml#sdendnote12anc"></a>xiiDie verschiedene Behandlung der NYT und WikiLeaks zeigt auch, welches Interesse der Staat an der Presse hat. Als „vierte Gewalt“ des Staates deckt sie Ineffizienz und Korruption auf. Andererseits besteht die NYT darauf, – entgegen aller gegenteiliger Beweise – die Verhörtechniken der US-Armee nicht Folter zu nennen, womit sie ihre Treue zum US-amerikanischen Staat unter Beweis stellt.</div>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/international/" title="Internationales">Internationales</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/medien/" title="Medien">Medien</a></category>
			
			<author>info@junge-linke.org</author>
			<pubDate>Thu, 13 Sep 2012 10:19:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Olympia 2012 ...</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/07/16/olympia-2012/</link>
			<description>... steht in London bevor und wartet ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>... steht in London bevor und wartet ...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/02eb6b2c4d.jpg" width="150" height="111" alt="London 2012"></div> mit neuen Disziplinen auf:
<link http://www.heise.de/tp/blogs/8/151896><img src="http://www.luzi-m.org/uploads/RTEmagicC_london2012b.jpg.jpg" width="504" height="204" /></link>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/international/" title="Internationales">Internationales</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/unduebrigens/" title="Und übrigens">Und übrigens</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 16 Jul 2012 17:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Nach Fromm-Rücktritt: die Nachfolge-Kandidat_innen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/07/05/nach-fromm-ruecktritt-die-nachfolge-kandidat-innen/</link>
			<description>Nachdem der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz vergangene Woche zurücktreten musste,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz vergangene Woche zurücktreten musste,...</p> <div></div> Vergangene Woche - und rund ein Jahr vor seinem Ruhestand - musste der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, wegen der Aktenvernichtung in Zusammenhang mit der "Aufklärung" des "NSU"-Terrors zurücktreten. Nun geht die Suche nach einem/einer Nachfolger_in los. <br /><br />Der oder die Neue, müsse "den Rechtsextremismus ernst nehmen", heißt es in Sicherheitskreisen. Drei Kandidat_innen gelten daher nun neben dem oft farblos wirkenden Vize Alexander Eisvogel als mögliche Anwärter_innen:
<link http://www.taz.de/!94095/><img style="vertical-align: bottom; margin: 5px;" title="VS-Nachfolger?" src="http://www.luzi-m.org/fileadmin/Bilderarchiv/Und_uebrigens/uu_frommnachfolge.jpg" alt="Wird er VS-Nachfolger?" width="156" height="165" /></link><link http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextreme-anwaeltin-stolz-rechts-jenseits-des-rechts-1.393012><img style="float: left; margin: 5px;" title="VS-Nachfolgerin?" src="http://www.luzi-m.org/uploads/RTEmagicC_uu_frommnachfolge.jpg.jpg" alt="Wird sie VS-Nachfolgerin?" width="154" height="164" /></link><link http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/wiese-martin-7719><img style="float: left; margin: 5px;" title="VS-Nachfolger?" src="http://www.luzi-m.org/uploads/RTEmagicC_uu_frommnachfolge_01.jpg.jpg" alt="Wird er VS-Nachfolger?" width="154" height="164" /></link>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/unduebrigens/" title="Und übrigens">Und übrigens</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 05 Jul 2012 10:49:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Antikriegsbilder sind keine Ordnungswidrigkeit</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/06/13/antikriegsbilder-sind-keine-ordnungswidrigkeit/</link>
			<description>Das Amtsgericht München sprach den Künstler Wolfram Kastner heute vom Vorwurf einer „Belästigung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Amtsgericht München sprach den Künstler Wolfram Kastner heute vom Vorwurf einer „Belästigung...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/0a2ba3df80.jpg" width="150" height="208" alt="Ausstellungsbild">Hart anzusehen, aber legal: Eines der Bilder der verhüllten Kastner-Ausstellung (Foto: W. Kastner)</div> München. Der Künstler und Antimilitarist Wolfram Kastner darf weiterhin Bilder von vom Krieg vertümmelten Leichen und Verletzten in der Öffentlichkeit zeigen. Das Amtsgericht München erklärte gestern nach zweitägiger Verhandlung  einen entsprechenden Bußgeldbescheid des Kreisverwaltungsreferates (KVR) für rechtswidrig.
Das KVR hatte Kastner im August letzten Jahres ein Bußgeld in Höhe von 250 EUR plus Verfahrenkosten aufgebrummt, da dieser in einem Ausstellungsraum am Ackermannbogen Fotos von Kriegsopfern gezeigt hatte und Anwohner_innen die Polizei informiert hatten (<link record:tt_news:490>wir berichteten</link>).
Diese Darstellungsart des Künstlers füge sich "bewußt nicht in die für das gedeihliche<br />Zusammenleben unserer Rechtsgemeinschaft erforderliche Ordnung" ein, so der Bescheid. Kinder hätten die Bilder entsetzt angesehen, Erwachsene hätten beim Anblick der Bilder "nicht nur geringfügiges Unbehagen, sondern Abscheu" empfunden.
Tatsächlich hatte die von aufgebrachten Anwohner_innen verständigte Polizei die teilweise Abdeckung des Schaufensters mit einer Decke angeordnet.
Gegen den ergangenen Bußgeldbescheid hatte Kastner Widerspruch eingelegt, über den nun zwei Tage lang verhandelt wurde.
Die als Zeugin vernommene Journalistin W., die die Polizei gerufen und "einen Artikel voller Unwahrheiten" (Kastner) verfasst hatte, konnte bei der Verhandlung nur mitteilen, dass die Bilder einigen wenigen Erwachsenen und deren Kindern „nicht gefallen“ hätten.
Am Ende stellte das Gericht jedenfalls fest, dass nur „grob ungehörige Handlungen, die die Allgemeinheit belästigen oder gefährden und die öffentliche Ordnung beeinträchtigen“, verboten seien. Bei Kastners Ausstellung sei nicht jedoch nicht der Fall gewesen, der Bescheid sei mithin rechtswidrig.
Wolfram Kastner zeigte sich schließlich zufrieden und hofft, "dass sowohl die wenigen aufgebrachten Bewohner des Wohngebiets als auch die Bußgeldjuristen des Kreisverwaltungsreferats bei dem Verfahren und durch den Freispruch etwas gelernt haben."
 ]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kultur/" title="Kultur">Kultur</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 16:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Feministische Aktionen in München</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/04/18/feministische-aktionen-in-muenchen/</link>
			<description>Gegen einen geplanten &quot;1000-Kreuze-Marsch&quot; am 12 Mai 2012 und gegen die Repression gegen russische...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen einen geplanten &quot;1000-Kreuze-Marsch&quot; am 12 Mai 2012 und gegen die Repression gegen russische...</p> <div></div> Feministische Aktivist_innen haben in der Nacht zum 14. April in München einen <link http://no218nofundis.wordpress.com/2012/04/18/munchen-zentrum-von-abtreibungsgegner_innen-eingefarbt/>Farbbeutelanschlag</link> gegen die Organisator_innen eines geplanten Marsches christlicher Fundamentalist_innen am 12. Mai verübt.
Einen Tag später fand eine Solidaritätsaktion für <link http://freepussyriot.org/>in Russland von Repression betroffene feminstische Pussy Riot-Aktivist_innen</link> statt.
Über beide Aktionen berichtet der Blog medium, dort ist auch ein Video der zweiten Aktion zu sehen, außerdem Terminhinweis und ein Hinweis über einen Beitrag von Radio Z mit einer Aktivistin des <link http://asabm.blogsport.de/>antisexistischen Aktionsbündnisses München, asab_m</link>.
<strong>medium.blogsport.de: <a title="Permanent Link zu &quot;Feminismus aus/in München&quot;" href="http://medium.blogsport.de/2012/04/18/feminismus-ausin-muenchen/" rel="bookmark">Feminismus aus/in München</a></strong>]]></content:encoded>
			<category>Kurzmeldung</category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/geschlechtmacht/" title="Geschlecht &amp; Macht">Geschlecht &amp; Macht</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 19:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Konfrontation mit Neonazis</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/03/15/konfrontation-mit-neonazis/</link>
			<description>Am Samstag den 10.März kam es zu einer direkten Auseinandersetzung zwischen AntifaschistInnen und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag den 10.März kam es zu einer direkten Auseinandersetzung zwischen AntifaschistInnen und...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/9d9fe5769e.jpg" width="150" height="113" alt="x9fu2rts" title="x9fu2rts"></div> <p style="margin-bottom: 0cm;">Am Sa. den 10.3.2012 wollten Neonazis einen Aktionstag mit mehreren Infoständen in München durchführen. Bei den Neonazis handelte es sich Mitglieder des sog. „Freien Netz Süds“, sowie der NPD. An den unterschiedlichen Ständen waren u.a. Karl Richter, Roland Wuttke und Martin Wiese beteiligt. Bevor der erste Stand an der Ecke Heimeranstraße/Ganghoferstraße um 10:00h aufgebaut werden konnte, wollten AntifaschistInnen ihren Protest direkt in die Nähe der Neonazis tragen. Und so zog eine bunt zusammengewürfelte Menge von ca. 20 Antifas in Richtung der ca. 15 Neonazis. Diese Ansammlung machte weder einen organisierten Eindruck, noch war zu erkennen, dass diese es auf eine direkte Konfrontation angelegt hatten. Die Neonazis suchten aber sofort die Konfrontation, einer von ihnen holte einen Schlagstock, den er unter seiner Jacke versteckte hatte, hervor. Es kam zu einer kurzen, aber heftigen Auseinandersetzung, wobei der besagte Neonazi mit seinem Schlagstock wild um sich schlug.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Polizei schien sichtlich überfordert mit der Situation. Nach einigen Minuten verfolgten sie aber ausschließlich Grüppchen von Antifas mit Polizeibussen und fuhren mit hoher Geschwindigkeit und Blaulicht hinter einzelnen Antifas her.</p>
<h4 style="margin-bottom: 0cm;">Die Reaktion der Polizei und der Medien</h4>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Polizei nahm keinen einzigen Neonazi fest, sondern verhaftete im Anschluss auf die Auseinandersetzung willkürlich Antifas mit Hilfe der Neonazis und deren Aussagen. Kein einziger Nazi wurde festgenommen. Dies alleine ist vielleicht nichts neues und die Zusammenarbeit zwischen Nazis und Polizei verwundert auch niemandem mehr. Die Tatsache aber, dass die Polizei in ihrem anschließenden Polizeibericht auch noch 1:1 die Version der Neonazis übernimmt ist dann doch absurd, denn zumindest diese Situation wurde von der Polizei direkt beobachtet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In dem Polizeibericht steht dann, dass 20 Antifas auf 2 Neonazis eingeschlagen hätten, bevor deren Infostand aufgebaut werden konnte. Die Neonazis initiieren sich zusätzlich als Opfer auf ihrer Internetpräsenz. Dies wurde dann am Montag in allen lokalen Medien wortwörtlich übernommen. Selbst der eigentlich kritisch-schreibende SZ-Redakteur Bernd Kastner fällt durch einen unheimlich schlecht-geschriebenen und politisch äußerst rechten Artikel auf [<link http://linksunten.indymedia.org/de/node/56525>vgl. linksunten.indymedia.de, unten;</link> Anm. d. Red.] . Kastner schreibt unter anderem, wie besonnen die Polizei reagiert habe, spricht durchgehend nicht von Neonazis, sondern von rechten Aktivisten (!) und zeigt deutlich seine Ablehnung gegen den etwas direkteren Protest.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Es wird sicherlich immer unterschiedliche Herangehensweisen im Kampf gegen Neonazis geben. Meiner Meinung nach erledigt sich das Problem mit Nazis aber nicht von alleine und sie sollten immer und überall auf massiven Widerstand stoßen. Hierzu zählt auch die Verhinderung von Infoständen. Der darauffolgende Infostand im Westend wurde übrigens nach dieser Auseinandersetzung abgesagt. In Zukunft werden die Neonazis zudem vermutlich wieder hinter Absperrgitter eingesperrt werden, was, wenn es eintrifft einen gewissen Erfolg darstellen würde.</p>
Ein Konsens, der in Zukunft auch in Bayern erlangt werden könnte, stellen Blockaden da. In den vergangen Monaten wurde Neonaziaufmärsche erfolgreich in <span style="text-decoration: line-through;">Mühlheim</span> Mühldorf, <link record:tt_news:523>München</link> und Landshut blockiert.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 17:25:14 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kunstaktion rechtswidrig abgebrochen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2011/12/08/kunstaktion-rechtswidrig-abgebrochen/</link>
			<description>Münchner Künstler erinnerten zum Papstbesuch in Berlin an das bis heute gültige &quot;Reichskonkordat&quot;...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Münchner Künstler erinnerten zum Papstbesuch in Berlin an das bis heute gültige &quot;Reichskonkordat&quot;...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/31bd02bb3a.jpg" width="150" height="100" alt="">Kastner und Heilig in Berlin</div> Eine Kunstaktion von Wolfram P. Kastner und Linus Heilig am 21. September 2011 vor dem Bundestag wurde offenbar rechtswidrig von der Bundestagspolizei abgebrochen. Die beiden Künstler gingen anlässlich der Heimsuchung des Bundestags durch "Papst Benedict" Ratzinger als Papst und Hitler kostümiert Arm in Arm durch Berlin bis zum Bundestag.
Sie wollten darauf aufmerksam machen, dass der 1933 zwischen Hitlers Vize von Papen und dem päpstlichen Staatssekretär Pacelli geschlossene Vertrag (Konkordat) bis heute gültig ist, und sie wollten damit in Frage stellen, ob der Repräsentant eines Staates, der nicht einmal die UN-Menschenrechtskonvention unterzeichnet hat, im Bundesparlament sprechen solle.
Vor dem Bundestag schritt die Polizei ein, brach die Kunstaktion ab und führte die beiden Künstler ab. Die Beamten erfanden einen Verstoß gegen das Abzeichengesetz (StGB § 86), obwohl sie genau wussten, dass für Kunst und Wissenschaft eine Ausnahmeregelung gilt. Dies scherte die Staatschützer und Bundespolizisten in Zivil und in Uniform ebenso wenig wie die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Kunst.
Im Polizeigewahrsam forderte Kastner die Einsatzleiter auf, sie sollten sich lieber um die Umtrieb der Neonazis kümmern als die Grundrechte vor dem Bundestag außer Kraft zu setzen.
Die Staatsanwaltschaft musste sich daraufhin mit dem polizeilichen Unfug befassen und stellte nun das Verfahren ein. Sie erkannte offenbar, dass „kein genügender Anlass zur Erhebung einer öffentlichen Klage gegebenen war“ (gemäß § 170 Abs. 2 StPO). Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Vorgänge vor dem Reichstag, auch wenn der "Hitlergruß" angedeutet worden sein sollte, "offenkundig als straflose Satire/Kunst zu bewerten" war.
Die Künstler haben mehrfach vergeblich darum gebeten, die Polizeibeamten besser auszubilden und zur Unterscheidung zwischen Kunstfreiheit und Nazi-Propaganda zu befähigen. Sie wollen nun eine Feststellungsklage einreichen, damit die Polizeimaßnahmen als rechtswidrig verurteilt werden: „Die Polizei soll uns vor Morddrohungen und Anschlägen der Nazis schützen und nicht selbst verfassungs- und rechtswidrige Taten begehen. Es ist beunruhigend, dass wir da unfreiwillig Nachhilfeunterricht leisten“, so Wolfram Kastner.
<link record:tt_news:29>Bereits 2009</link> wurde Kastner für eine ähnliche Aktion in der Münchner Fußgänger_innenzone vor Gericht gezerrt. Auch dieses Verfahren wurde eingestellt.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 12:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Extremismusklausel gekippt - &quot;Kafe Marat&quot; kann aufatmen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2011/12/02/extremismusklausel-gekippt-kafe-marat-kann-aufatmen/</link>
			<description>München wird die umstrittene Klausel aus dem Bundesfamilienministerium nicht anwenden und die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>München wird die umstrittene Klausel aus dem Bundesfamilienministerium nicht anwenden und die...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/54870db8ff.jpg" width="150" height="113" alt="">Die Förderung bleibt vorerst</div> Der Jugendhilfe-Ausschuss der Stadt München empfielt dem Stadtrat, die umstrittene "Extremismusklausel" aus dem Hause Schröder in München nicht anzuwenden. Außerdem plädiert der Ausschuss dafür, das "Kafe Marat" entgegen der Forderung der rechten BIA, der CSU und des Innenministeriums wie beschlossen weiter zu fördern. Das beschloss das Gremium am vergangenen Dienstag.
Die "Extremismusklausel" fußt auf der wissenschaftlich stark umstrittenen Extremismustheorie, die eine politische Mitte konstruiert, an deren Rändern sich "demokratie- und staatsgefährdende" Extreme zeigten, die bekämpft werden müssten. Dabei setzt die Theorie "Linksextremismus" und "Rechtsextremismus" gleich. Das Bundesfamilienministerium übernimmt diese gefährliche und vielfach als unwissenschaftlich kritisierte Theorie und knüpft ihre Förderung von Initiativen an ein Bekenntnis zur Verfassung und die Verbürgung für die Verfassungstreue ihrer Projektpartner_innen.
<h4>"In Teilen verfassungswidrig"</h4>
Der Jugendhilfeausschuss plädiert nun nach langer Debatte dafür, diese Klausel in München bei den Förderrichtlinien nicht anzuwenden. Die Klausel, so die <link http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/ris_vorlagen_detail.jsp?risid=2328864>Beschlussempfehlung</link>, erweise sich "leider bei eingehender Betrachtung als nicht zielführend und unter Umständen sogar als kontraproduktiv". Wie schon der wissenschaftliche Dienst des Bundestages kommt auch ein Gutachten des Direktorium der Stadt München zu dem Schluss, dass "die Klausel in Teilen [...] verfassungswidrig ist".
Am Ende schließt die Beschlussempfehung, der die Mehrheit des Stadtrates wohl folgen wird, deutlich:
"Es ist nicht zielführend, ein Verfahren, dass sich bereits in der Praxis bewährt hat, abzuändern, um ein neues Verfahren einzuführen, das selbst unter Verfassungsrechtlern höchst umstritten ist [...] und für das es keine Vorbildpraxen gibt."
Ebenfalls am Dienstag <link http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/ris_vorlagen_detail.jsp?risid=2380990>beschloss</link> der Jugendhilfeausschuss, die weitere Förderung des Vereines "Zeit, Schlacht und Raum" als Träger des selbstverwalteten Jugendzentrums im "<link http://kafemarat.blogsport.de>Kafe Marat</link>" zu empfehlen. Die rechtsradikale "BIA", "CSU" und das Innenministerium hatten in der Vergangenheit <link record:tt_news:441>gefordert</link>, dem Zentrum als Hort des "Linksextremismus" die Förderung zu entziehen. Aufgrund der "massiven Vorwürfe" sah sich die Stadt zu einer umfangreichen Klärung angehalten.<br /><br />Nach einer Stellungnahme des Vereins und einem Ortstermin bestehe für das Stadjugendamt "derzeit kein belegter Zusammenhang <br />zwischen gewalttätigen Vorfällen und dem [...] Verein. In einer Stellungnahme habe auch der Verfassungsschutz bestätigt, dass es sich beim "Marat" "nicht um ein Beobachtungsobjekt des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz handelt", lediglich einzelne Gruppen und Einzelpersonen würden beobachtet.<br /><br />Allerdings stellt sich der Ausschuss mit der Beschlussempfehlung voll und ganz hinter das selbstverwaltete Projekt.
"Zum aktuellen Zeitpunkt", so der Entwurf für die Stadträt_innen, scheidet "ein Widerruf des Zuschusses an den Verein ZSR [...] aus rechtlichen Gründen [aus]". Stattdessen will die Stadt München den Verein sicherstellen lassen, dass "strafbaren Handlungen oder Ordnungswidrigkeiten [...] ausgschlossen" sind. Auch "Auflagen z.B. im Hinblick auf bestimmte Nutzergruppen" seien denkbar.
Am Ende also kann der Verein "Zeit, Schlacht und Raum" und die Nutzer_innen des ehemaligen Tröpferlbades aufatmen, wenngleich die Beschlussvorlage zeigt, dass sich die Stadt München insbesondere durch die Aktivitäten des Innenministeriums deutlich unter Druck sah. Auch dieser Empfehlung dürfte der Stadtrat mehrheitlich folgen.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 00:01:00 +0100</pubDate>
			
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