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		<title>RSS News von luzi-m.org</title>
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			<title>RSS News von luzi-m.org</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 16 May 2013 01:52:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Gegen die &quot;SiKo&quot;, gegen Antisemitismus und Antiamerikanismus</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2013/01/25/gegen-die-siko-gegen-antisemitismus-und-antiamerikanismus/</link>
			<description>Zur bevorstehenden &quot;Sicherheitskonferenz&quot; dokumentieren wir den Aufruf der &quot;Roten Zora Rosenheim&quot;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur bevorstehenden &quot;Sicherheitskonferenz&quot; dokumentieren wir den Aufruf der &quot;Roten Zora Rosenheim&quot;</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/063544b066.jpg" width="150" height="113" alt="">Pöbeleien und Angriffe auf israelsolidarische Antifaschist_innen bei der Demo gegen die Sicherheitskonferenz 2011</div> <div class="entry-head"><blockquote><h3 class="entry-title"><a title="Permanent Link zu &quot;Smash SIKO!  Ein kritischer Aufruf&quot;" href="http://RotezoraRosenheim.blogsport.de/2013/01/22/smash-siko-ein-kritischer-aufruf/" rel="bookmark">"Smash SIKO! Ein kritischer Aufruf</a></h3></blockquote></div>
<blockquote>Die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands müssen aus Sicht vom ehemaligen Vertei­digungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auch militärisch abgesichert werden. „Der Zusammenhang von regionaler Sicherheit und deutschen Wirtschaftsinteressen muss offen und ohne Verklemmung angesprochen werden“, forderte der Ex-CSU-Minister schon 2010 an der Münchner „Sicherheitskonferenz“ die traditionell Anfang Februar im bayerischen Hof in München tagt. Dieses Zitat weißt in ungewohnter Klarheit auf eine Wirtschaftsordnung hin, die für die Sicherung der derzeitigen wirtschaftlichen Produktionsweise (den Kapitalismus) über Leichen geht. Ob bei Absicherung von Handelswegen oder Rohstoffimporten durch die Bundeswehr (wie in Afghanistan) oder bei Waffenexporten deutscher Rüstungskonzerne (wie KMW bei München) in Kriegs- und Krisenländer, Krieg und Rüstung sind nur die konsequente Fortsetzung kapitalistischer Interessen mit militärischen Mitteln. Deutschland spielt sich zunehmend zur globalen Militärmacht auf, dies zeigt sich einerseits an den wachsenden Kompetenzen die der Bundeswehr zugesprochen werden, sowohl im Aus – als auch im Inland (sowie bei den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm) als auch andererseits am wachsenden Militärhaushalt in der BRD (31 MRD/Jahr). Das der Krieg eine Konsequenz aus der kapitalistischen Produktionsweise ist, stellte schon Rosa Luxemburg fest:<br /> „So wenig die Kapitalakkumulation in ihrer sprunghaften Ausdehnungsfähigkeit auf den natürlichen Zuwachs der Arbeiterbevölkerung zu warten und mit ihm auszukommen vermag, sowenig wird sie auch die natürliche Zersetzung der nicht-kapitalistischen Formen und ihren Übergang zur Warenwirtschaft abwarten und sich mit ihm begnügen“. Das Kapital kennt keine andere Lösung der Frage als Gewalt, die eine ständige Methode der Kapitalakkumulation als geschichtlicher Prozess ist.“ Hiermit geht Luxemburg über linke Erklärungsansätze, welche den Imperialismus lediglich aus der Sphäre des „Finanzkapitalismus“ abzuleiten bestrebt waren, hinaus.
<strong>Antiimperialistische Wirren</strong><br /> Dieser wissenschaftlich fundierte, materialistische Antiimperialismus verschwamm allerdings v.A. Im Zuge der StudentInnenbewegung 1967 zunehmend was im Folgenden kurz skizziert werden soll:<br /> Theoretisches Grundlage des Antiimperialismus zu Zeiten des „kalten“ Krieges war v.A. der Marxismus-Leninismus. Die Staaten des „antiimperialistischen Lagers“ unterstützten die unterschiedlichen antiimperialistischen Guerillabewegungen materiell, verbanden dies aber mit politischer Einflussnahme. Dies beinhaltete sowohl eine inhaltliche Verkürzung des Verständnisses von Imperialismus auf ein politisches Lagerdenken zwischen „realsozialistischem“ und „imperialistischem“ Block wie zudem die deutliche politische Instrumentalisierung der nationalen „antiimperialistischen Bewegungen“ durch die (post-)stalinistische Sowjetunion. Imperialismus wurde weitestgehend mit „US Imperialismus“ gleichgesetzt, Antiimperialismus wurde oftmals identisch mit einem kruden Antiamerikanismus, der deutliche nationalistische und völkische Tendenzen aufwies (und bis heute auch noch aufweist) . Der proklamierte „Kampf der Völker um Befreiung“ vom verhassten US-Imperialismus erwies sich in der Folge für Menschen in diesen Ländern zumeist im Ergebnis als autoritäre Entwicklungsdiktatur in Abhängigkeit zum realsozialistischen Block, die mit einer „Befreiung“ von Unterdrückung und Ausbeutung nichts zu tun hatte.
Vor allem seit den wieder neu aufflammenden Diskussionen über den sogenannten Nahostkonflikt erlebt die Debatte um den Antiimperialismus innerhalb der radikalen linken eine schauderhafte Renaissance. Das Feindbild ist klar: Israel. Die Übergänge von einem als Antizionismus getarnten Antisemitismus und offenen Anfeindungen von Jüdinnen und Juden sind hierbei fließend. So finden sich auch in der UnterstützterInnen – Liste für den Anti-Siko-Aufruf 2013 antizionistische Gruppen wie „Salam Shalom“ deren Mitglieder wie Christoph Steinbrink oder Jürgen Jung mit Aussagen wie: „Israel vergiftet die Welt und alles fällt auf uns zurück“ und „der Irrweg der menschenverachtenden und selbstgerechten Ideologie des Zionismus“ auffallen. Auf einem ähnlichen Trip befinden sich anscheinend die Anti-Antideutschen von AnarKomm (Anarchisten/Rätekommunisten München) welche ebenfalls den Aufruf unterstützen und die von einer „völkerfeindlichen Haltung Israels“ fabulieren und deren Forderung lautet: „Nieder mit dem Zionismus“. Diese feindliche Stimmung gegen die Ideologie des Aufbaus eines jüdischen Schutzraumes (also des Zionismus), und gegen die Existenz Israels selbst lässt sich auch anhand von Parolen wie „Israel zurück ins Meer“, der in den letzten Jahren vermehrt aus Teilen der Anti-Siko-Demo hallt feststellen. Dabei scheinen antiimperialistische Gruppen und Einzelpersonen nicht sehen zu wollen, das die fortlaufende Infragestellung des israelischen Schutzraumes immer antisemitisch konnotiert ist, weil sich auch immer wieder das Leben von Jüdinnen und Juden in Frage stellt. Die Negierung des Rechts auf Verteidigung liefert Jüdinnen/Juden zum einen der Willkür antisemitisch geprägter Gesellschaften aus und zum anderen auch der direkt propagierten Vernichtung von Seiten der Hamas/Fatah/der iranischen Regierung der Hisbollah und anderen fanatisch islamistischen und antisemitischen Gruppierungen.
<strong>Internationale Solidarität – bloß mit wem?</strong><br /> Teile der antiimperialistischen Linken schrecken noch nicht mal vor der Solidarisierung mit den letztgenannten Gruppen zurück, selbst wenn diese aufs Heftigste antidemokratische, antiemanzipatorische und antisemitische Einstellungen vorweisen, Homosexuelle töten, auf Frauenrechte spucken und einem antiliberalen Gottesstaat nachhängen. Ein religiöser Fanatiker aus dem nahen Osten hat es ihnen dabei besonders angetan: Mahmud Ahmadinedschad. Der weltliche Führer des Iran, der offen die Auslöschung des jüdischen Staates fordert und die Shoa (also die deutsche Vernichtungspolitik gegen die europäischen Juden) leugnet wird als Bollwerk gegen den US-Imperialismus abgefeiert. Der eigentliche Agressor, die iranische Regierung wird als Opfer des „bösen Westens“ inszeniert, das iranische Atomwaffen-Programm wird entweder geleugnet, verteidigt, oder im Falle des aktuellen Aufrufs des Anti-Siko-Bündnisses weitestgehend ignoriert. Kritisiert wird hier natürlich auch nicht die ausgezeichnete wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Iran und BRD (welche eine nötige internationale und harte Sanktionierung, die das iranische Regime schwächt untergräbt) sondern die deutschen U-Boot-Lieferungen an Israel. Zwar stellen auch wir uns gegen deutsche Waffenexporte, gerade die Lieferung an Israel bildet hier aber eine Ausnahme, haben doch die U-Boote eine abschreckende Wirkung gegenüber der antisemitischen Aggression und den Vernichtungsphantasien der iranischen Diktatur. Uns kotzt es an, wenn auf einer Demo, die sich gegen Aufrüstung und Krieg richtet ausgerechnet iranische Fahnen wehen und das hochgerüstete militaristische iranische Regime abgefeiert wird!
<h4>Auch wenn wir die Forderungen des „Aktionsbündnisses gegen die Nato-Sicherheitskonferenz“ nach einer Auflösung der Bundeswehr, der Stoppung der Aufrüstung und der Waffenexporte unterstützen plädieren wir für einen reflektierteren Antimilitarismus und rufen alle emanzipatorischen Menschen auf, antisemitische, antiamerikanische und islamistische Gruppen aus ihren Bündnissen zu schmeißen!</h4>
<h4><strong>Für einen antinationalen Block auf der anti-Siko-Demo! Den deutschen Militarismus angreifen! Kapitalismus überwinden! Für die soziale Revolution!"</strong></h4></blockquote>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			
			
			<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 11:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>3. Oktober: Der Heimatschutz präsentiert sich</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/10/12/3-oktober-der-heimatschutz-praesentiert-sich/</link>
			<description>Sie waren schon ein bisschen versteckt hinter Residenz und Oper, die verschiedenen Abteilungen des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie waren schon ein bisschen versteckt hinter Residenz und Oper, die verschiedenen Abteilungen des...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/235e6db2e0.jpg" width="150" height="63" alt="">...</div> <span style="color: #000000; font-family: verdana,geneva; font-size: small;"> Und doch fanden sich Kinderwagen schiebende Eltern ein, technikbegeisterte Jugendliche oder Vätern und Mütter, die ihre verunsicherten Kleinkinder, in die Hände von Feldjägern und Jugendoffizieren im Flecktarn übergaben, um sie schon mal an ihren zukünftigen Beruf und ihre Karriere bei der Bundeswehr heranzuführen. Und so schlenderte man anschließend vorbei am Roten Kreuz, den Johannitern, der Feuerwehr und dem THW, all jenen, die uns doch nur helfen wollen in Not und Katastrophen. Man soll sehen und sich daran gewöhnen, dass sie zusammengehören, die militärische Kriegsmaschinerie und die ach so friedlichen Hilfstruppen, die sich aber doch zu gerne einspannen lassen ins kriegerische Geschäft von Regierung und Kapital.</span>
Ja, man sollte schon die Jüngsten mit militärischem Gerät vertraut machen, wenigstens dem Natogrün der Wagen oder dem Tarnfleck der Feldjäger und Jugendoffiziere. Den Größeren drückt man schwarz-rot-goldene Fähnchen mit Feldkreuz in die Hand, damit Papa ein schönes Foto schießen kann und ob Bundeswehr, Johanniter oder Rotes Kreuz, man<br />darf schon mal aufsitzen auf dem Feuerstuhl und wie herrlich knattert doch das Maschinengewehr im Videofilm für die Teenies.
Leider blieben sie ungestört, die versammelten Abteilungen des zivilmilitärischen Heimatschutzes.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/unduebrigens/" title="Und übrigens">Und übrigens</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			
			
			<pubDate>Fri, 12 Oct 2012 15:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Olympia 2012 ...</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/07/16/olympia-2012/</link>
			<description>... steht in London bevor und wartet ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>... steht in London bevor und wartet ...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/02eb6b2c4d.jpg" width="150" height="111" alt="London 2012"></div> mit neuen Disziplinen auf:
<link http://www.heise.de/tp/blogs/8/151896><img src="http://www.luzi-m.org/uploads/RTEmagicC_london2012b.jpg.jpg" width="504" height="204" /></link>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/repression/" title="Überwachung &amp; Repression">Überwachung &amp; Repression</a></category>
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			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/unduebrigens/" title="Und übrigens">Und übrigens</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 16 Jul 2012 17:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>400 gegen &quot;BeförderNix&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/07/12/400-gegen-befoerdernix/</link>
			<description>Am Freitag den 29. Juni zelebrierte die Bundeswehr erstmals öffentlich einen Beförderungsappell für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag den 29. Juni zelebrierte die Bundeswehr erstmals öffentlich einen Beförderungsappell für...</p> <div></div> „Jubel über militärische Schauspiele ist Reklame für den nächsten Krieg“ - unter diesem Zitat von Kurt Tucholsky protestierten am Donnerstagabend und Freitagnachmittag bis zu 400 Antimilitarist_innen gegen den öffentlichen "Beförderungsappell" der Bundeswehr im Hofgarten. Kurzfristig aufgerufen hatte eine breites Bündnis von radikalen Antimilitarist_innen bis hin zu den <link record:tt_news:564>Grünen</link>.
Bereits am Vorabend der Bundeswehr-Feier hatten Aktivist_innen die Theatinerkirche am Odeonsplatz symbolisch besetzt. Dazu das <link http://antimilmuc.blogsport.de/2012/06/29/protestaktion-in-theatinerkirche/>"AntiMil-Bündnis München" am Tag danach</link>:
<blockquote><em>"Der Protest richtete sich gegen den Militärgottesdienst, der heute um 15 Uhr im Rahmen des Bundeswehr-Appells stattfinden soll.</em>
<em>Mit mehreren Transparenten, T-Shirts mit der Aufschrift „kein werben fürs sterben“ und friedenspolitischen Bibelzitaten hielt sich der Protest rund 2 Stunden und stieß diverse Diskussionen mit Priestern und KirchenbesucherInnen an. Beteiligt waren ca. 10 AktivistInnen verschiedener Konfessionen, Hautfarben und politischer Hintergründe.</em><br /> <br /><em> Nachdem es unrealistisch war, die Besetzung zu halten – Polizei war bereits aufgefahren – entschied sich die Gruppe zu Verhandlungen. Der Kirchenrektor verzichtete auf Anzeigen, wofür die Gruppe die Kirche gegen 8 verlies um heute bei den Protesten wieder fit zu sein."</em></blockquote>
Angesichts der kurzen Mobilisierungszeit und der sengenden Hitze, bei der einige Soldat_innen in die Knie gingen, werten die Veranstalter_innen der Proteste die Beteiligung als Erfolg. So <link http://kommunisten.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=3495:jubel-ueber-militaerische-schauspiele-ist-reklame-fuer-den-naechsten-krieg&catid=76:ausserparlamentarisches&Itemid=153>schreibt</link> die mitveranstaltende DKP:
<blockquote><em>"Die politische Breite der UnterstützerInnen des Protestes war beachtlich, vom Fraktionsvorsitzenden der Grünen Sigi Benker, christlichen Organisationen und einem ehemaligen Münchner Bürgermeister, einen so breiten antimilitaristischen Konsens hatte es lange nicht mehr gegeben. In der gemeinsamen praktischen Aktion gegen die unmenschlichen Verhältnisse den Anderen und seine Überlegungen respektieren, anerkennen und vielleicht sogar davon zu lernen war das Motto."</em></blockquote>
 ]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
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			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 12 Jul 2012 09:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>de Maizere will &quot;Mut-Bürger in Uniform&quot; öffentlich befördern</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/06/13/de-maizere-will-mut-buerger-in-uniform-oeffentlich-befoerdern/</link>
			<description>Gegen einen für Ende Juni geplanten öffentlichen Beförderungsappell der Bundeswehr im Hofgarten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen einen für Ende Juni geplanten öffentlichen Beförderungsappell der Bundeswehr im Hofgarten...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/ca158ce522.jpg" width="150" height="88" alt="">"Friedensmotor" Bundeswehr? Ein Antimilitarist protestiert gegen das Gelöbnis am Marienplatz 2009</div> München. Erstmals in der rund 40-jährigen Geschichte der Bundeswehr-Universität soll der Beförderungsappell im Herzen der Stadt München ausgerichtet werden. Militärminister de Maizière will am Freitag, den 29. Juni 2012 im Münchner Hofgarten 573 Offizieranwärter_innen, zum "Leutnant zur See" befördern.
Merith Niehuss, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München freut sich schon auf das Event. Die Bundeswehr habe es nicht verdient, sich verstecken zu müssen, so die Unichefin in der <link http://www.sueddeutsche.de/muenchen/bundeswehr-appell-im-hofgarten-zweifel-an-der-befoerderung-1.1374458>"Süddeutschen Zeitung"</link>. Niehuss träumt schon von weiteren Aufmarschplätzen: Die "zahlreichen historisch belasteten Plätze in der Münchner Innenstadt" müssten "einer demokratischen Nutzung zugeführt werden." Feierliche Gelöbnisse auf dem Königsplatz oder dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus?
Dass solche Anlässe - Gelöbnisse und nun offenbar auch Beförderungen immer öfter in der zivilen Öffentlichkeit zelebriert werden ist kein Zufall. Seitdem Rot-Grün im Jahr 1999 erstmals seit dem zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldat_innen in den Auslandseinsatz geschickt hatte, benötigen solche Kriege eine "Ruhe an der Heimatfront". Um dies zu erreichen, führt die Armee in zunehmendem Maße PR-Aktionen in Schulen, auf Messen und auch auf öffentlichen Plätzen durch, die die Akzeptanz für Krieg und Militär fördern sollen.
Erst gestern hat Bundespräsident Gauck von "den Deutschen" mehr "Respekt und moralische Unterstützung für die im Ausland eingesetzten deutschen Soldaten" gefordert. Gar als "Teil des 'Demokratiewunders'" bezeichnete Gauck die Armee in einer<link http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gaucks-rede-bei-der-bundeswehr-a-838435.html _blank - "Rede bei spiegel.de"> Rede bei der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg</link> (und nicht etwa in Afghanistan, wo die Menschen das vermutlich etwas anders beurteilen dürften).
Der Präsident, der die "engagierte Bildungsarbeit der Bundeswehr [...] besonders würdigen möchte", verstieg sich gar dazu, das Militär als "Friedensmotor" zu bezeichnen und nannte die Soldat_innen "Mut-Bürger in Uniform".
Dass der mangelnden Akzeptanz mit Spektakeln in den Innenstädten beizukommen ist, ist seit langem bekannt. Vor dem ersten Weltkrieg fanden in München wie in anderen Städten nahezu täglich Paraden der Armee statt. Dass dies angesichts der zahlreichen Einsätze der Soldat_innen nun wieder nötiger wird, erwähnte auch Gauck:
<blockquote><em>"Während wir hier sitzen, stehen Tausende von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr auf drei Kontinenten in Einsätzen ihren Mann und ihre Frau. Die Bundeswehr auf dem Balkan, am Hindukusch und vor dem Horn von Afrika, im Einsatz gegen Terror und Piraten - wer hätte so etwas vor zwanzig Jahren für möglich gehalten?</em><br /><em>[...] Und doch ist sie im öffentlichen Bewusstsein nicht sehr präsent. Es liegt wohl zum einen an der unvermeidlichen räumlichen Distanz: Viele Standorte der Bundeswehr mussten geschlossen werden, Sie sind als Soldatinnen und Soldaten im Alltag unserer Städte und Gemeinden weniger präsent."</em></blockquote>
Antimilitarist_innen wollen dieser offenen Militarisierung der Gesellschaft jedenfalls nicht tatenlos zusehen. Grünen-Fraktionschef Sigi Benker jedenfalls bittet Niehuss in einem offenen Brief um eine Rückverlegung auf den Uni-Campus. Dazu die "SZ":
<blockquote><em>"Benker lehnt eine 'Militarisierung des öffentlichen Raums' jedoch schon aus grundsätzlichen Erwägungen ab. Besonders unglücklich sei die Entscheidung für den Hofgarten - schließlich habe das im Dezember 1924 eingeweihte Kriegerdenkmal stets als 'Ort des politischen Revanchismus' gedient. Schon bei der Einweihung seien alle fortschrittlichen Kräfte aus Protest ferngeblieben."</em></blockquote>
Was die SPD nun einen "Pawlowschen Reflex" und die CSU eine "Gelegenheit, seinen sozialistischen Grundansatz in der Öffentlichkeit zu schärfen" nennt, dürfte Antimilitarist_innen <link http://almuc.blogsport.eu/2012/06/18/kriegspropaganda-entgegentreten/>kaum weit genug gehen</link>. Die Planungen für Proteste laufen an.<br /><br />]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 16:40:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Den militaristischen Normalzustand angreifen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/05/22/den-militaristischen-normalzustand-angreifen/</link>
			<description>Rund 150 Menschen demonstrierten am vergangenen Samstag in Bad Reichenhall für die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund 150 Menschen demonstrierten am vergangenen Samstag in Bad Reichenhall für die...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/2c1f560dd8.jpg" width="150" height="113" alt="">...</div> Auf der vom RABATZ-Bündnis organisierten Demonstration kritisiert Sprecher_innen unter anderem den Umgang mit der Neonaziszene in Bad Reichenhall und forderten ein Ende der ungebrochen rechten Traditionspflege durch die Bundeswehr.  
„Wir sind heute hier, um rechte Traditionspflege der Bundeswehr anzugreifen. Dabei wollen wir keineswegs den Ruf der Bundeswehr oder den Ruf des Ortes Bad Reichenhall retten, sondern den militaristischen Normalzustand in der oberbayerischen Provinz angreifen.“ Mit diesen Worten startete einer der ersten Redebeiträge auf der antifaschistischen Demonstration.
Die Polizei hingegen schien andere Ziele zu verfolgen: Unter juristisch fragwürdigen Vorwänden wurde die Demonstration mehrfach gestoppt und ein reibungsloser Ablauf verhindert. Ohne gesetzliche Grundlage mussten sich Anreisende beinahe ausnahmslos schon bei der Ankunft Taschen und Rucksäcke durchsuchen lassen und ihre Personalien aufnehmen lassen. Neben den völlig übertriebenen Kontrollen schon vor Beginn der Demonstration, wurden einzelne Demonstrationsteilnehmer*innen dazu gezwungen Fahnenstangen abzusägen.
Die zahlreichen Repressalien, denen die Demonstrationsteilnehmer*innen ausgeliefert waren, stehen nach Auffassung der Veranstalter*innen" im Widerspruch zu demokratischen Grundrechten wie der im Grundgesetz formulierten Versammlungsfreiheit."
„Dass die Demokratie nicht durch uns Antifaschisten und Antifaschistinnen gefährdet ist,“ so Maximilian Buchner, Pressesprecher des Rabatz-Bündnis, „sondern dadurch, dass von Seiten der Staatsgewalt Teilnehmer*innen antifaschistischer Demonstrationen gegängelt werden, hat sich in Bad Reichenhall wieder einmal gezeigt. Die Stadt Bad Reichenhall und das Landratsamt Berchtesgadener Land, das die Durchführung der Demonstration mit völlig unverhältnismäßigen Auflagen eingeschränkt hat, hatte alle Register gezogen, um einer längst überfälligen Auseinandersetzung mit der  in der Stadt betriebenen geschichtsrevisionistischen Gedenkpolitik um Kretabrückenfest und SS-Gedenken sowie dem lokalen Naziproblem aus dem Weg zu gehen.“
Erst vergangenen Samstag konnte in Bad Reichenhall am Kugelbach ein SS-Gedenken störungsfrei stattfinden bei dem sich ca. 70 Neonazis zusammenfanden. Bei der letztjährigen SS-Feier waren auch die beiden verurteilten Rechtsterroristen Martin Wiese und Karl-Heinz Statzberger anwesend, die 2003 wegen einem geplanten Sprengstoff-Attentat auf die Grundsteinlegung des jüdischen Kulturzentrums in München inhaftiert wurden.
Am kommenden Dienstag soll in Bad Reichenhall, unter Beteiligung der Bundeswehr, wieder die sogenannte „Kretagedenkfeier“ des örtlichen Kameradenkreis der Gebirgstruppen stattfinden. Der oftmals als „Selbsthilfegruppe für Kriegsverbrecher“ bezeichnete Kameradenkreis  wurde u.a. von dem als „der Schlächter von der Krim“ bekannten Nazi-General Rudolf Konrad gegründet. Das RABATZ-Bündnis befürchtet, dass dort erneut „Geschichtsklitterung betrieben und der Angriffskrieg der Wehrmacht auf Kreta glorifiziert wird“. 
Nach Auffassung des Vorsitzenden des örtlichen Kameradenkreises der Gebirgstruppen, Manfred Held, stehe das Gedenken im Zeichen „sinnloser Gewalt von beiden Seiten“. Buchner ist empört über solche Aussagen: „ Der Widerstand der kretischen Zivilbevölkerung und der Partisanen war legitim und alles andere als sinnlos, denn jeder Widerstand gegen die Wehrmacht hat dazu beigetragen, den Krieg schneller zu beenden und damit, Europa vom Faschismus zu befreien.“<br /><br />]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 22 May 2012 12:35:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Die Musikalische Begleitung von Tod, von Krieg und Elend&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/05/22/die-musikalische-begleitung-von-tod-von-krieg-und-elend/</link>
			<description>Antimilitarist_innen rufen heute zu Protesten gegen ein Bundeswehrkonzert auf</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Antimilitarist_innen rufen heute zu Protesten gegen ein Bundeswehrkonzert auf</p> <div></div> Am heutigen Dienstag, den 22.5.12 ruft das <link http://antimilmuc.blogsport.de/>Antimilitaristische Bündnis München</link> zu Protesten gegen ein Konzert der Bundeswehr Big Band um 20:30 Uhr am Odeonsplatz auf. Das Konzert wird vom Lions Club International (München) organisiert. Dieser Verein zählt zu seinen Grundsätzen die „gegenseitige Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten.“
<p class="news_info_rechts"><strong>Zusammenfassung:</strong><br /> Was: Protest gegen Bundeswehr Big Band Konzert<br /> Wann: Dienstag, 22.5.12 um 20:30 Uhr<br /> Wo: Odeonsplatz, München<br /> Mitbringen: Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt</p>
"Wie die Völkerverständigung mit den Kriegen der Bundeswehr in Afghanistan und Ex-Jugoslawien etc. gefördert werden soll, bleibt uns ein Rätsel", so das Bündnis. Dass die Einnahmen des Konzertes zugunsten der Special Olympics für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung gespendet werden sollen, nennen die Aktivist_innen einen "Hohn", "angesichts der tausenden verkrüpelten Menschen, die es durch die Kriege der deutschen Armee auf der ganzen Welt gibt. Von den Toten ganz zu schweigen."
Nach Angebn des Bündnisses steht auch ein Großteil der studentischen freiwilligen Hilfskräfte, die das Funktionieren der Special Olympics sicherstellen, dem Bundeswehr-Konzert kritisch bis ablehnend gegenüber. Insofern betonen die Antimilitarist_innen, dass sie sich nicht gegen die Special Olympics als Sportereignis für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung stellen:
"Wir sagen: Die Big Band der Bundeswehr kann sich mit noch so vielen Benefiz-Konzerten brüsten. Sie ist und bleibt die musikalische Begleitung von organisiertem Tod, von Krieg und Elend. Diese Militarisierung des Alltags lassen wir nicht unkommentiert. Wir werden dort sein. Wir werden unsere eigene Musik spielen und die Verhältnisse zum Tanzen bringen. Mit Kochtöpfen, Vuvuzelas, Pfeifen und vielen anderen kreativen Aktionen.
<link record:tt_news:556>Bereits zum 1. Mai</link> hatte das Bündnis mit einem riesigen Transparent an der Frauenkirche gegen die Militarisierung der Gesellschaft protestiert.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 22 May 2012 12:15:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aktion zum ersten Mai: &quot;Fight for your class, not for your country&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/05/03/aktion-zum-ersten-mai-fight-for-your-class-not-for-your-country/</link>
			<description>Mit einem großen Plakat an der Frauenkirche forderte das  antimilitaristische Bündnis dazu auf,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem großen Plakat an der Frauenkirche forderte das  antimilitaristische Bündnis dazu auf,...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/8d1ce7c627.jpg" width="150" height="150" alt="">Weithin sichtbar, auch vom Marienplatz aus: antimilitaristisches Plakat am 01. Mai 2012 in München</div> Ein seltenes Bild zeigte sich am 1. Mai in Münchens Innenstadt. Mit einem 65qm großen Transparent beteiligte sich das Antimilitaristische Bündnis am 1. Mai, dem Tag der arbeitenden Menschen in München. Die Losung „Fight for your class, not for your country“ hing mehr als zwei Stunden gut sichtbar über Münchners Innenstadt an einem der Türme der Frauenkirche.
Gleichzeitig nutzten AktivistInnen die Aufmerksamkeit um Werbung für Proteste gegen ein Konzert der Bundeswehr am 22. Mai am Odeonsplatz zu machen. In einem verteilten Flyer heißt es u.a.:
<blockquote><em>„Die Bundeswehr Big Band kommt nach München und tritt zusammen mit ihrem Infotruck für Jugendliche am Dienstag, den 22. Mai um 20:30 Uhr am Odeonsplatz auf. Das Konzert wird vom Lions Club International (München) organisiert. Dieser Verein zählt zu seinen Grundsätzen die „gegenseitige Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten. </em>
<em>Wie die Völkerverständigung mit den Kriegen der Bundeswehr in Afghanistan und Ex-Jugoslawien etc. gefördert werden soll, bleibt uns ein Rätsel. Die Einnahmen des Konzertes sollen zur Finanzierung der Special Olympics für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung gespendet werden. Ein Konzert der Bundeswehr zugunsten Menschen mit Behinderung ist ein Hohn, angesichts der tausenden verkrüpelten Menschen, die es durch die Kriege der deutschen Armee auf der ganzen Welt gibt. Von den Toten ganz zu schweigen. Die Big Band der Bundeswehr kann sich mit noch so vielen Benefiz-Konzerten brüsten. Sie ist und bleibt die musikalische Begleitung von organisiertem Tod, von Krieg und Elend. Diese Militarisierung des Alltags lassen wir nicht unkommentiert. Wir werden dort sein. Wir werden unsere eigene Musik spielen und die Verhältnisse zum Tanzen bringen. Mit Kochtöpfen, Vuvuzelas, Pfeifen und vielen anderen kreativen Aktionen“</em></blockquote>
<em><br /></em>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/wiso/" title="Wirtschaft &amp; Soziales">Wirtschaft &amp; Soziales</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 03 May 2012 11:48:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bad Reichenhall: General-Konrad-Kaserne wird umbenannt</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/04/23/bad-reichenhall-general-konrad-kaserne-wird-umbenannt/</link>
			<description>RABATZ-Bündnis fordert, dass sich der Bürgermeister vom Kameradenkreis distanziert und die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RABATZ-Bündnis fordert, dass sich der Bürgermeister vom Kameradenkreis distanziert und die...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/6d956484bb.jpg" width="150" height="214" alt="Plakat zur Demo am 19.05.2012 in Bad Reichenhall">Plakat zur Demo am 19.05.2012 in Bad Reichenhall </div> Die „General-Konrad-Kaserne wird umbenannt“, berichtet die "Abendschau" des Bayerischen Fernsehens am Freitag den 20.04.20121.  Dem <link http://www.br.de/themen/aktuell/inhalt/kasernebadreichenhallumbenennung100.html>Bericht</link> zufolge habe das Bundesverteidigungsministerium angekündigt, die General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall noch im Laufe dieses Jahres umbenennen zu wollen. Der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU) bestätigte in dem TV-Bericht diese Meldung. Wörtlich sagte er: „Es ist in der Tat richtig, dass der bisherige Name der General Konrad Kaserne umbenannt werden soll. Das ist jetzt ein Thema, das man angehen kann, weil jetzt erst klar ist, dass die Kaserne überhaupt weiterhin besteht".
Anfang April hatte auch die "Initiative gegen falsche Glorie" die Umbenennung in "<strong>Feldwebel-Schmid-Kaserne</strong>" <link http://badreichenhall.tk/2012/04/wir-fordern-die-umbenennung-der-general-konrad-kaserne-bad-reichenhall/>gefordert</link>. Anton Schmid hatte 1941/42 im Wilnaer Ghetto unter hohem persönliche Aufwand hunderte Jüdinnen und Juden geschützt und wurde dafür am 13. April 1942 hingerichtet. Zum möglichen neuen Namen wollte sich Schmidt  laut <link http://www.sueddeutsche.de/V5938X/583965/ReichenhallerKasernewirdumbenannt.html>"Süddeutscher Zeitung"</link> nicht äußern.
Für das RABATZ-Bündnis kann bei es bei der bloßen Umbenennung der Kaserne in Reichenhall nicht bleiben. Sprecherin Anna Jade:
<blockquote><em>„Eine Umbenennung der Bundeswehrkaserne ist mehr als überfällig, dies kann jedoch nur ein erster Schritt sein. Die rechte Gedenkpolitik in Bad Reichenhall stinkt seit Jahrzehnten zum Himmel. Egal ob das ungestörte jährliche SS-Gedenken der NPD am Kugelbach oder die geschichtsrevisionistische Kretagedenkfeier des Kamaradenkreises, eine solche Gedenkpolitik ist nicht tolerierbar. Bad Reichenhall muss endlich entnazifiziert werden“</em></blockquote>
Nachdem der Nazigeneral Konrad auch für das  Bundesverteidigungsministerium untragbar geworden ist, sieht das RABATZ-Bündnis nun auch Bad Reichenhalls Bürgermeister Herbert Lackner (CSU) in der Pflicht. Er solle sich von dem von General Konrad gegründeten  Kameradenkreis der Gebirgstruppe distanzieren, so Jade. Dieser von Kritiker_innen als <link http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/135718/index.html>"Selbsthilfegruppe von Kriegsverbrechern"</link> bezeichnete Kameradenkreis organisiert jährlich im Mai in Bad Reichenhall eine sogenannte „Kreta Gedenkfeier“.  Dazu Anna Jade wörtlich: „Es ist ein Skandal, dass ein demokratischer Bürgermeister bei einer solch geschichtsrevisionistischen Gedenkfeier, bei der  die Täter_innen zu Opfern und Held_innen verklärt werden, teilnimmt“.
Das <link http://rabatz-buendnis.org/>RABATZ-Bündnis</link>, dem mehrere bayerische und österreichische Gruppen angehören, kritisiert seit längerem die rechte, militaristische Traditionspflege in dem Kurort.<strong> Gegen die geplante „Kreta Gedenkfeier“ findet am 19. Mai 2012 in Bad Reichenhall eine Demonstration unter dem Motto <link http://badreichenhall.tk/2012/04/sa-19-05-2012-demonstration-fuer-die-entnazifizierung-und-entmilitarisierung-bad-reichenhalls/>"Wo die Zeit Urlaub macht. Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls"</link> statt. Diese beginnt um 14:30 Uhr am Bahnhof.</strong>
<br /><br />]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 10:35:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Eine Art Strandurlaub?</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/04/19/eine-art-strandurlaub/</link>
			<description>So ähnlich will Kriegsminister de Maizere das geplante erweiterte Mandat der Bundeswehr zur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So ähnlich will Kriegsminister de Maizere das geplante erweiterte Mandat der Bundeswehr zur...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/9a695de3cf.jpg" width="150" height="101" alt=""></div> "Es gehe um ein zusätzliches Wirken am Strand und nicht an Land", läßt sich de Maizere auf der <link http://anonym.to/?http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/NYu5DsIwEET_yGs3XB1RJIToEAJC5ziWs8SXNpvQ8PHYBTPSK-Zp4AWlUa_oNGOK2sMTOoOH_iP6sDrxTguVVcxoRkujRZ5z8sg4waNeBytMipYr2UbGQkeaE4mciH01C1ExAgfopGobqeQ_6ru7nfaX-1Zt2nNzhRzC8QerdVj-/>Webseite der Armee</link> zitieren.
Am gestrigen Mittwoch beschloss die Bundesregierung eine Ausweitung des Bundeswehrmandats zur "Operation Atalanta", mit der die EU seit 2008 die wichtige Handelsroute am Horn von Afrika militärisch vor Armutskriminalität absichert. Diese erste Marineoperation der EU wird mit einer "Absicherung der Lieferungen des Welternährungsprogramms" gerechtfertigt.
Der jetzt verabschiedete Entwurf, über den demnächst der Bundestag abtimmen wird, sieht eine Ausweitung des Einsatzgebietes "um die Küstengebiete und inneren Küstengewässer Somalias" vor. Dazu empfielt die <link http://anonym.to/?http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2012/04/2012-04-18-piratenmission-somalia.html>Bundesregierung</link>:
<blockquote><em>"Deutsche Einsatzkräfte dürfen aus der Luft gegen logistische Einrichtungen der Piraten am Strand vorgehen. Dazu zählen Boote, Waffenlager oder sonstige Ausrüstungen, die von Piraten für ihre Überfälle benutzt werden. Der Einsatz ist bis zu maximal 2.000 Metern vom Strand bis ins Landesinnere erlaubt."</em></blockquote>
Mit der zunehmenden Befischung der Gewässer am Horn von Afrika und der Verklappung von Giftmüll entfiel der von Bürgerkrieg, Dürre- und Flutkatastrophen geplagten lokalen Bevölkerung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Anfänglich um ihre Fanggründe zu sichern, begannen Fischer damit, gewaltsam gegen "Eindringlinge" vorzugehen. Inzwischen haben sich daraus organisierte Angriffe auf die Frachter entwickelt, die vor dem Horn von Afrika täglich Güter im Wert von hinderten Millionen Dollar vorbeifahren. Von diesen Piraterieangriffen profitieren nach <link http://www.hs-bremen.de/internet/hsb/projekte/maritime/studium/nautikseeverkehr/diplombachelor/diplomarbeit_20s_20muschitz.pdf>Silke Muschitz von der Hochschule Bremen</link> nicht nur die "Bandenchefs":
<blockquote><em>"Die Einnahmen [der Piraterie, Anm.d. Red.] kommen zu etwa 20% der armen Bevölkerung auf dem Land zu Gute, welche zwar nicht direkt an der Entführung beteiligt war, aber den Vermittlungsmännern an Land auf irgendeine Weise (wie z.B. die Versorgung mit Lebensmitteln) geholfen hat. Dazu gehören ebenfalls Mitglieder von Behörden, die einen Anteil an den Einnahmen erwarten. Auf das Jahr 2008 hochgerechnet sind das 16 Mio. US-Dollar."</em></blockquote>
Doch beim EU-Einsatz geht es nicht nur um die Abwehr der rund 200 Piratenagriffe (bei bis zu 20.000 Passagen) pro Jahr, wie die <link http://www.wsws.org/de/2009/jan2009/pira-j13.shtml>"World Socialist Website"</link> herausstellt:
<blockquote><em>"Der gewaltige Militäreinsatz lässt sich allerdings nicht durch den Kampf gegen die Piraterie allein erklären. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise will keine Großmacht der Welt die Kontrolle dieser wichtigen Seestraße, über die ein Großteil des asiatisch-europäischen Handels verläuft, ihren Kontrahenten überlassen. Handelsrouten auf der See sind in ihrer geostrategischen Bedeutung mit den heftig umkämpften Öl- und Gaspipelines vergleichbar. Allein Deutschland erhält 56 Prozent seiner Rohölimporte über den Seeweg. Der deutsche Außenhandel wird zu einem hohen Maße über See abgewickelt."</em></blockquote>
Die verniedlichende Rhetorik vom Strand und dem Schutz von Hilfslieferungen kann kaum mehr darüber hinweg täuschen, dass deutsche Soldat_innen die deutschen Interessen an ungehindertem Rohstoffzugriff demnächst mit Luftangriffen auf Somalia "verteidigen" werden.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/wiso/" title="Wirtschaft &amp; Soziales">Wirtschaft &amp; Soziales</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 12:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mittenwalder Hakenkreuze geschwärzt</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/03/20/mittenwalder-hakenkreuze-geschwaerzt/</link>
			<description>Knapp drei Jahre nach einer Kunstaktion und auf eine Anzeige des Künstlers hin hat die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Knapp drei Jahre nach einer Kunstaktion und auf eine Anzeige des Künstlers hin hat die...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/45dce39336.jpg" width="150" height="113" alt="">Kastner und Brendle im Mai 2009 in Mittenwald</div> München/Mittenwald. Die Staatsanwaltschaft München II hat die Hakenkreuze auf den Gedenktafeln der Kriegergedächtnis-Kapelle in Mittenwald schwärzen lassen. Das erklärte der Münchner Künstler Wolfram Kastner am Dienstag. Nach jahrelangem Hin und Her begrüßt der Künstler, "<span style="font-family: Arial; font-size: small;">die späte Einsicht [...], dass Hakenkreuze in diesem Land nichts zu suchen haben</span>".
Vorausgegangen war eine dreijährige Auseinandersetzung. 66 Jahre lang störte sich in Mittenwald an den Hakenkreuzen in der Kapelle ebenso niemand, wie an den alljährlichen Treffen der Gebirgsjäger-Veteranen. Im Mai 2009 intervenierten Kastner und sein Kollege Frank Brendle am Rande der Proteste gegen das "Kriegsverbrechertreffen" mit einer Kunstaktion vor der Kapelle - und wurden festgenommen.
Im Februar 2010 erklärte das Amtsgericht München die Festnahme als "objektiv rechtswidrig", die Staatsanwaltschaft sprach von einem <link record:tt_news:315>"bedauerlichen Missverständnis"</link>. Eine Diskussion um die Ausstellung der Hakenkreuze fand nicht statt. Im Gegenteil, so Kastner:
<blockquote><em>"<span style="font-family: Arial; font-size: small;">Bisher gab es eine Mittenwalder Verteidigungslinie für die Hakenkreuze in der Kapelle hinter der Stadtkirche, die vom Bürgermeister über Pfarrer, Gebirgsjägerveteranen und einen Amtsrichter bis hin drohenden Leserbriefschreibern reichte.</span>"</em></blockquote>
In diesem Februar nun erneuerte der Bezirksrat der Linken, Dr. Klaus Weber die Forderung, die Hakenkreuze zu entfernen, was offenbar zu einiger Entrüstung in der Gemeinde führte. Noch Mitte Februar hatte der Direktor des Amtsgerichts Garmisch-Partenkirchen Christian Pritzl laut dem <link http://www.merkur-online.de/lokales/mittenwald/mittenwalder-buergermeister-verteidigt-sterbebilder-1602823.html>"Garmisch-Patenkirchner Tagblatt"</link> "keinerlei Bedenken" gegen die Tafeln und sah die Sachlage "rechtlich vollkommen eindeutig".
Die Münchner Staatsanwaltschaft sieht dies offenbar etwas anders. Obwohl sie im Schreiben an Kastner Frage aufwirft, "<span style="font-family: Arial; font-size: small;"><span style="font-size: 10pt;">ob solche Hakenkreuze nicht nach der Sozialadäquanzklausel (…) von vornherein straflos wären", verfügte sie nun die Schwärzung der Abbildungen.</span></span>
Wolfram Kastner geht davon aus, <span style="font-family: Arial; font-size: small;">"dass selbst in Mittenwald Hakenkreuze nicht „sozialadäquat“ (gesellschaftlich angemessen) sind und sein dürfen – auch wenn das ein paar ewig Gestrige gerne hätten." Der Künstler hofft, <span style="font-family: Arial; font-size: small;">"dass die Hakenkreuze</span> in Mittenwald und anderswo nicht wieder freigelegt werden."</span>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/religion/" title="Religion &amp; Esoterik">Religion &amp; Esoterik</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kultur/" title="Kultur">Kultur</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 11:49:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Krieg beginnnt hier&quot; - Rote Fahnen über MAN</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/02/15/krieg-beginnnt-hier-rote-fahnen-ueber-man/</link>
			<description>Der &quot;Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD&quot; protestierte beim Fahrzeug- und Rüstungskonzern MAN...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der &quot;Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD&quot; protestierte beim Fahrzeug- und Rüstungskonzern MAN...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/b7f4a3ad4c.jpg" width="150" height="114" alt="">...</div> München ist ein Schwergewicht unter den Rüstungsstandorten, daran wird auch der geplante Wegzug von EADS nichts ändern. Mit MTU, Krauss-Maffei Wegmann und MAN sind gerade im Münchner Norden einige Ausrüster für globale Sauereien konzentriert. Bereits am 30. Januar protestierte der "Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD" zusammen mit FDJ und dem "Jugendkongress Notstand der Republik" bei MAN für "Klassenkampf statt Weltkrieg".
In einer Pressemitteilung, die auf <link http://de.indymedia.org/2012/02/324794.shtml>indymedia</link> veröffentlicht wurdee, beschreibt der "Arbeiterbund" die Aktion (in der ihm eigenen Diktion):
<blockquote><em>"So etwas hat es bei MAN noch nie gegeben: auf dem Werksgelände hing ein riesiges Transparent gegen den Krieg, einige Kollegen klatschten Beifall, äußerten lautstark Unterstützung, zückten ihre Foto-Handys um zu fotografieren und lauschten den revolutionären Liedern der Schalmeien auf dem Dach der MAN-Garage. Sie hatten verstanden um was es geht. München als Rüstungszentrum und MAN ist dabei. Nur nicht so offensichtlich, denn die Kriegsabteilung wurde nach Wien ausgelagert - doch die technischen Grundlagen entstehen hier."</em></blockquote>
Bei der Aktion verteilten Aktivist_innen zudem eine aufschlussreiche "Extraausgabe" der Arbeiterbund-Zeitung "Der Arbeiter" (offenbar ein proletarisches Männermagazin) verteilt, die über die Fusion der Rüstungssparten von MAN und Rheinmetall zur "Rheinmetall MAN Military Vehicles", den Rüstungsstandort München und den "verteidigungspolitischen" Kurs der Bundesregierung informierte. Treffend zeigt darin ein Zitat aus dem Umfeld der "Rheinmetall MAN Military Vehicles" deren Sichtweise auf Kriegseinsätze mit deutschem Rüstungsgut:
<blockquote><em>"Politisch mag der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr mehr und mehr zum Alptraum werden, für die deutsche Rüstungsindustrie ist er auch ein Schaufenster“.</em></blockquote>
Mit der Aktion wollten sich die Münchner Genoss_innen auch mit einer Hamburger Aktivistin solidarisch zeigen, die nach einer ähnlichen Aktion beim Rüstungskonzern "Blohm und Voss" Ende 2010 in Hamburg am kommenden Freitag <link http://de.indymedia.org/2012/02/324708.shtml>vor Gericht steht</link>.<br /><br />Den ganzen Artikel und die erwähnte Zeitung findet mensch unter <br /><br /><link http://de.indymedia.org/2012/02/324794.shtml>http://de.indymedia.org/2012/02/324794.shtml</link>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 15:52:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ohne Titel (II)</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/02/09/ohne-titel-ii/</link>
			<description>...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/837990b6db.jpg" width="150" height="113" alt="">no comment</div> no comment]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/unduebrigens/" title="Und übrigens">Und übrigens</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 10:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Reaktionär&quot;, &quot;zum kotzen&quot; - oder einfach nur verzweifelt</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/01/20/reaktionaer-zum-kotzen-oder-einfach-nur-verzweifelt/</link>
			<description>Ein harscher Absatz in einem luzi-m-Artikel zum Jahreswechsel führte zu teils heftigen Reaktion und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein harscher Absatz in einem luzi-m-Artikel zum Jahreswechsel führte zu teils heftigen Reaktion und...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/bb6ab61734.jpg" width="150" height="78" alt="">HEftige Redaktionssitzung bei luzi-m.org (Symbolbild)</div> "reaktionär, reaktionärer, am reaktionärsten" war ein Leser_innenbrief auf den luzi-m-Artikel "<link record:tt_news:512>Auf ein entschlossenes 2012</link>" überschrieben, in dem die Frage aufgeworfen wurde, ob ein "möglischst präzises militärisches Vorgehen gegen das iranische Regime und sein Atomwaffenprogramm" nicht vielleicht "besser" sei, als das Regime bei seinen antisemitischen Drohungen und womöglich Planungen gewähren zu lassen.
Das war starker Tobak. "Zum Kotzen, auf was für einen Hund manche Linke mittlerweile gekommen sind", <link http://bkpnk089.blogsport.de/2011/12/23/entweder-oder/>meinte bikepunk089</link>, wollte darin "die gleichen Sorgenfalten [...] wie einst der Fischjockel" erkennen und fragte:
<blockquote><em>"Wann hat das letzte Mal ein militärisches Vorgehen Krieg zur tatsächlichen Absetzung eines autoritären, reaktionären regimes geführt ohne das ein neues folgte? Wann haben das letzte Mal irgendwelche progressiven Kräfte irgendwo auf der Welt davon profitiert, wenn gegen „ihre“ Staaten Krieg geführt wurde? Wenn trifft der „möglichst präzise“ Krieg, und wer stellt sich die Frage was denn nun besser sei? Wie wird in euren Hirnen aus der Ablehung von Kriegsdrohungen der Schutz eines Regimes? Und wann seid ihr von welchem Baum gefallen, dass ihr euch ähnliche Fragen nicht selber stellt?" </em></blockquote>
In einer nachgereichten Anmerkung und einer redaktionsinternen Diskussion rechtfertigte der Autor des luzi-m-Artikels (der nicht die Meinung aller Redaktionsteilnehmer_innen widerspiegelt) die Zeilen mit "einer ratlosigkeit" darüber, dass weite Teil der Linken die Bedrohung Israels durch das iranische Regime und sein mutmaßliches Atomwaffenprogramm schlicht ignoriere, "wenn nicht gar leugnet".
Das Ergebnis jener Diskussion sei hier kurz dargestellt:
<ol> <li>Es ist richtig, dass nicht unerhebliche Teile der Linken die Bedrohung Israels durch das iranische Regime nicht ernst genug nehmen, herunterspielen oder leugnen. Eine Antwort auf diese Drohungen und diese iranische Agenda lassen insbesondere antimilitaristsche Linke nicht erkennen.</li> <li>Dies aber kann und darf für progressive Linke kein Grund sein, ein kriegerisches Vorgehen gegen das iranische Regime gutzuheißen oder zu rechtfertigen. </li> <li>Aus der historisch einmaligen Situation des deutschen Nationalsozialismus und des zweiten Weltkrieges lässt sich kein Kanon irgendeiner "progressiven" Kriegsführung für heute ableiten.</li> <li>Eine emanzipatorische Linke sollte auf antifaschistischer und antimilitaristischer Grundlage Position gegen die iranischen Ausfälle gegen Staat und Bewohner_innen Israels finden und beziehen. Dazu gehört der Kampf gegen atomare Aufrüstung ebenso wie die Ablehnung des (westlichen) Kriegsgetöses. </li> <li>Bei aller "Sorge" bleibt es die vorrangige Aufgabe einer antifaschistischen Linken hier, gegen antisemitische Argumentationsmuster hier und auch in der hiesigen Linken anzukämpfen. </li> </ol>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 11:14:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Entscheidungshilfe zur Sicherheitskonferenz</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/01/17/entscheidungshilfe-zur-sicherheitskonferenz/</link>
			<description>Dagegen ist klar, aber warum und vorallem: mit wem? Versuch einer Entscheidungshilfe</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dagegen ist klar, aber warum und vorallem: mit wem? Versuch einer Entscheidungshilfe</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/c523af328a.jpg" width="150" height="113" alt="">"SiKo"-Proteste 2005: damals noch mit FDJ</div> Es gab eine Zeit, da war es für nahezu das gesamte linke Spektrum Münchens klar: auf zu den Bündnisaktionen gegen die Münchner Sicherheitskonferenz. 2001 war das, die Landeshauptstadt wollte sämtliche Proteste gegen die "Siko" verhindern, was bekanntlich gründlich daneben ging. Auch in den Folgejahren beteiligten sich wegen der Kriege im Irak und in Afghanistan Tausende an demn Demonstrationen und Aktionen gegen die Konferenz im Hotel "Bayerischer Hof". Allein die massive und aggressive Polizeipräsenz war und ist vielen Grund genug, gegen das Spektakel im Februar zu demonstrieren.
Und so gab es vielfältige, kreative Aktionen gegen Militarismus, Kapitalismus und Imperialismus: Satirische Jubeldemos, gefälschte Polizeiinformationen und Zeitungsartikel, Blockadeaktionen an den Zufahrten zum Hotel, Transparente, ein wunderbares Radioballett in der Fußgänger_innenzone und ein (falsches) mobiles Rekrutierungsbüro der Bundeswehr, aber auch zwei Brandanschläge gegen Daimler Benz. Angesichts der vielen und nicht zentral fassbaren Protestformen reagierte der Freistaat mit massiven Repressionmaßnahmen, vom Totalverbot aller Proteste und Massenfestsetzungen über vielfache körperliche Angriffe auf Demonstrant_innen bis hin zu Razzien und Hausdurchsuchungen.
Unterdessen aber wuchs die Kritik nicht nur an der "Kriegskonferenz", sondern auch am die Proteste koordinierenden "Bündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz". Zu holzschnittartig sei deren Kritik, im Hotel am Promenadeplatz würden Kriege geplant und Rüstungsgeschäfte gemacht. Zu einseitig positioniere sich das Bündnis auf Seiten vermeintlich schwacher Akteur_innen wie "dem irakischen", "dem afghanischen", oder "dem palästinensischen Volk". Auch der (anfängliche) Antiamerikanismus, der dem "Massenmörder Rumsfeld" das "gute alte Europa" entgengestellt wurde, stieß bei vielen auf Mißfallen. Das Bündnis ignorierte diese Kritiken meist. Mehr und mehr Teile des linken Spektrums wollten die Aufrufe nicht mehr unterzeichnen und/oder blieben den Kundgebungen und Demos fern.
Zudem zeigten sich auch innerhalb des Bündnisses Risse. Nachdem im Sommer 2010 attac den neuen Konferenzleiter Wolfgang Ischinger ins EineWeltHaus eingeladen hatte und es zu Handgreiflichkeiten und Strafanzeigen gekommen war, kam es zu einem Bruch zwischen Teilen der bürgerlichen Friedensbewegung und Teilen der Linksradikalen, der bis heute nur mühsam gekittet wurde.
Heute resp. heuer stellt sich die Situation wie folgt da: während das Bündnis "business as usual" bertreibt, also mit den immergleichen Parolen gegen die "Kriegskonferenz" mobilisiert, rufen linksradikale Gruppen mit eigenen antimilitaristischen und antikapitalistischen Texten zur Teilnahme an den Bündnisprotesten auf, ohne sich von den Aufruftexten des Bündnis zu distanzieren. Unterdessen verweigern Gruppen wie die "Grüne Jugend Bayern", die "Verdi-Jugend" oder die "GEW Bayern" ihre Gefolgschaft. Der grüne Jugendverband begründet seine Nicht-Teilnahme <link http://schlamassel.blogsport.de/2011/12/02/anti-siko-buendnis-schmilzt-weiter/>schlamassel zufolge</link> wie folgt:
<blockquote><em>"Begründet wird diese Entscheidung zum einen mit den Übergriffen </em>[<link record:tt_news:417>vgl. hier;</link> Anm. d. Red.<em>] auf eine Gruppe, die am Rande der Demonstration 2011 gegen die antisemitischen Vernichtungsabsichten des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad demonstrierte und deshalb tätlich angegriffen wurde. Zum anderen sei nach Dafürhalten des grünen Landesverbandes innerhalb des Bündnisses eine „gewisse regressive Kapitalismuskritik“ erkennbar. Im letzten Satz des Antrages heißt es kurzum und treffend: „Die Grüne Jugend Bayern distanziert sich von jedem Antisemitismus und tritt deshalb nicht dem Anti-SiKo-Bündnis bei.“"</em></blockquote>
<h4>"Tatsache ist aber: Kein Land wird von Iran bedroht"</h4>
Wenig überraschend stellt sich das Bündnis in seiner <link http://sicherheitskonferenz.de/Siko2012/SiKoZ/SiKoZ-2012-Seite3.pdf>aktuellen Publikation</link> hinter das iranische Regime. Dabei leugnet es schlichtweg die iranischen Vernichtungsdrohungen gegen Israel und erklärt bereits die Sanktionspolitik gegen den Iran als "Vorstufe zum Krieg". Obendrein wird ein möglicher Bau von iranischen Nuklearsprengköpfen als "einzige Abschreckungsmöglichkeit gegen einen möglichen Krieg" gerechtfertigt.
Mehr und mehr Linke finden die "Sicherheitskonferenz" - wie auch die "Grüne Jugend Bayern"  - zwar nach wie vor kritikwürdig, können aber mit den Bündnisparolen nichts mehr anfangen oder finden diese schlicht reaktionär. Dabei gibt es nach wie vor genügend Gründe, um das Spektakel im Bayerischen Hof abzulehnen.
<h4>Neokolonialismus, Militarismus, Repression</h4>
Nach wie vor ist die "SiKo" ein Treffen von Staats- und Regierungschefs, Militärs und Vertreter_innen der Rüstungsindustrie, bei dem der Einsatz militärischer Gewalt als gängiges Konfliktlösungsmittel propagiert wird. Nach wie vor demonstriert die Konferenz relativ offen, dass sich hinter dem Gefasel von "Frieden und Sicherheit" doch immer das Primat des Kapitals und dessen möglichst ungehinderte Akkumulation verbirgt. Stichworte: "Rohstoff- und Transportsicherung" oder "Antipiraterie".
Nach wie vor wird auf der Konferenz deutsche Großmachtpolitik und deren auch militärische Absicherung legitimiert und propagiert. Verteidigungsminister de Maizere, der die "SiKo" eröffnen wird, <link http://www.defence-conference.de/pdf/handelsblatt%20de_26_10_2011_De_Maiziere.pdf>kündigte</link> bereits Ende Oktober auf der "Handelsblatt-Sicherheitskonferenz" in Berlin an, dass Deutschland "erwachsen" geworden sei und zukünftig "in weit stärkerem Maße" militärische Auslandseinsätze durchführen werde.
Nach wie vor werden in dem Hotel Überlegungen und Szenarien zur Aufstandsbekämpfung durch NATO-Kräfte ausgetauscht. Nach wie vor wird über Möglichkeiten der Aufrüstung der NATO angesichts klammer Kassen diskutiert ("Smart Defence – ensuring greater security, for less money", <link http://www.securityconference.de/Rasmussen-Anders-Fogh.706+M544261a91d7.0.html>NATO-Generalsekretär Rasmussen auf der Konferenz 2011</link>). 
Mehr denn je verknüpft die Konferenz militärische "Sicherheitspolitik" mit den Interessen von Industrie und Handel:
<blockquote><em>"Kein großes deutsches oder europäisches Unternehmen verdient heute sein Geld vor allem in Deutschland oder in unseren Nachbarstaaten. Alle sind „Global Player“. Sie sind international tätig und unterliegen den internationalen politischen, sicherheitspolitischen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen. Und sie sind davon abhängig, dass zum Beispiel Luft- und Seetransporte sicher stattfinden können und weltweit Investitionssicherheit herrscht. Die Sicherheitspolitik ist deshalb eine wichtige Rahmenbedingung für den Erfolg, den unsere Wirtschaft auf der ganzen Welt erzielt hat und auch weiter erzielen wird. Deshalb kann ich auch jedes Jahr mehr kluge Unternehmensführer in München begrüßen."</em><br />(<link http://www.securityconference.de/Top-News-Detail.55+M5a55356471a.0.html>Wolfgang Ischinger in: "Europäische Sicherheit&Technik" 1/2012</link>)</blockquote>
Nach wie vor können sich auf der "Friedenskonferenz im Bayerischen Hof" Antidemokraten und Vertreter_innen verbrecherischer Regime als Gesprächspartner_innen in Sachen Geopolitik gerieren. Und nach wie vor wird dieses Treffen mit einem irrsinnigen Polizeiaufgebot und dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren geschützt.
Es ist also nicht so, dass mit der Kritik des Anti-Siko-Bündnis eine Akzeptanz der "Sicherhetitstagung" einginge. Doch bisher konzentieren sich die "Dissident_innen" der Siko-Proteste auf die notwendige Kritik am Bündnis. <link http://allophilia.blogsport.de/2011/03/03/schimpf-und-schande-anti-anti-siko-und-die-reaktion-des-internationalistischen-blocks/>allophilia</link> vermisste im vergangenen Jahr schon eine "Kritik an der Einladung des iranischen Außenministers Ali Akbar Salehi" oder "an den Rüstungs- und Überwachungstechnologielieferungen deutscher Firmen in den Iran, wie z.B. von Nokia Siemens Networks oder Rohde & Schwarz und vielen weiteren".
Schlamassel rief im November gar zur <link http://schlamassel.blogsport.de/2011/11/08/sikoproteste-spaltung-jetzt/>Spaltung</link> auf:
<blockquote><em>"Sicher ist das hochrangige Treffen auf der Sicherheitskonferenz ein guter Ort, um Kritik anzubringen. Das könnte sich auch antiimperialistisch äußern, wenn die Kritik zumindest mit einer Sehschärfe wie beispielsweise von Gerhard Stapelfeldt verfasst würde. Das ist aber von diesen Leuten nicht zu erwarten. Deshalb rufen wir alle Restvernünftigen dazu auf, aus dem Bündnis – falls noch nicht geschehen – auszutreten, es nicht weiter zu unterstützen und gegebenenfalls eine eigene Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz anzumelden." </em></blockquote>
Offenbar ist es für eigenständige Aktionen gegen die Konferenz (und das Bündnis) noch zu früh, jedenfalls ist bisher nichts dergleichen bekannt. Und so wird es wohl auch in diesem Jahr zu ähnlichen Szenen am Rande der Anti-Siko-Demo kommen, wie im vergangenen Jahr. Das bringt - außer dem Aha!-Effekt und der Selbstbestätigung der Akteur_innen wenig. Doch die Chancen für eine progressivere "Siko"-Kritik steigen.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Gegen jeden Krieg. Für eine emanzipatorische antimilitaristische Perspektive&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2011/12/21/gegen-jeden-krieg-fuer-eine-emanzipatorische-antimilitaristische-perspektive/</link>
			<description>Ratlosigkeit herrscht bei einigen Antimilitarist_innen angesichts der abflauenden...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ratlosigkeit herrscht bei einigen Antimilitarist_innen angesichts der abflauenden...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/514104a917.jpg" width="150" height="100" alt="207262" title="207262"></div> <blockquote>"Winter 2011 – Wir haben uns entschlossen, mit diesem Papier eine Diskussion über antimilitaristische Politik in der linksradikalen Szene in München anzustoßen.
<h4>Gegen jeden Krieg. Für eine emanzipatorische antimilitaristische Perspektive </h4>
Als neu konstituierter Zusammenhang, aus dem einige Leute seit 2002 in der linksradikalen Mobilisierung gegen die Münchener Sicherheitskonferenz (Siko) aktiv waren, hat uns gleich zu Beginn unserer Reflexion eine große Ratlosigkeit überfallen. Das ist vielleicht nicht sehr überraschend: denn zehn Jahre Siko-Mobilisierungen stehen in München neben einer sehr wichtigen Bewegungsgeschichte nicht nur für Positives. Das Interesse an der Mobilisierung ist im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich abgeflaut und einige prägende autonome Zusammenhänge haben sich lokal wie bundesweit zurückgezogen. Szeneinterne Streitigkeiten bei der diesjährigen Sicherheitskonferenz haben darüber hinaus grundsätzliche Fragen zur Zukunft dieser Kampagne aufgeworfen. Wir sind mit dem aktuellen Stand der Diskussion mehr als unzufrieden und wollen gerne klären, warum die Mobilisierung für so viele scheinbar an Relevanz verloren hat.<br /><br />Doch es geht uns hier nicht nur Linie darum, wie es perspektivisch mit der Mobilisierung gegen die Siko weitergehen könnte, obwohl uns diese nach wie vor am Herzen liegt. Wir wollen in München eine kritische und breite Auseinandersetzung über Antimilitarismus und antimilitaristische Politik und Praxis lostreten.<br /><br />Gleichmal vorne weg: Wir haben mehr Fragen als Antworten zu bieten. Unsere Diskussion über das Thema Antimilitarismus und unsere praktischen Erfahrungen der letzten Zeit haben bei uns nicht nur Kritik an einer gewissen Ignoranz bei einigen Gruppen hervorgerufen, sondern auch eigene Widersprüche in diesem politischen Feld deutlich gemacht.<br /><br />Das führt uns gleich zu Beginn zu grundsätzlichen Fragen, die wir hier aufwerfen wollen:<br />Was verstehen wir unter Antimilitarismus?<br />Was hat das eigentlich mit unserem Alltag zu tun?<br />Warum ist Antimilitarismus für uns als Linksradikale und autonome Linke überhaupt wichtig?<br />Wieso ist die Auseinandersetzung mit globalem Krieg und Militarismus in der Gesellschaft sowie der Münchner Szene nur partiell präsent?<br />Bei welchen Themen fühlen wir uns ohnmächtig?<br />Wie entkommt man einem grob vereinfachenden Schwarz-Weiß-Denken innerhalb der Auseinandersetzung mit komplexen Themen?<br />Welche Positionen sind für uns in diesem Feld problematisch bis unerträglich?<br />Wie verstehen wir die Begriffe internationale vs. antinationale Solidarität, und wen interessiert das überhaupt?<br />Wo geht es in unseren aktuellen Diskussionen noch um eine reale Veränderung der herrschenden Verhältnisse?  <br />Und wo geht es eher um einen bestimmten Hype im Sinne einer politischen Mode oder Konjunktur?<br /><br /><br />Bevor wir näher auf diese Fragen eingehen werden, möchten wir noch etwas zu unserer Motivation für diesen Text sagen:<br />Vor einigen Monaten wurden wir durch einen Aufruf auf die europaweite Kampagne „Krieg beginnt hier“ - „War Starts Here - Kriegerische Normalität markieren und angreifen“ aufmerksam. Wir waren davon erst mal ziemlich begeistert: Offensichtlich gibt es verschiedene Gruppen und Initiativen, die ihre Aktivitäten und Mobilisierungen in dieser Kampagne bündeln wollen, um einen gemeinsamen antimilitaristischen Prozess zu ermöglichen und die europäische Kriegsmaschinerie zu sabotieren - sei es durch politische Agitation, zivilen Ungehorsam oder direkte Aktion. Aber was heißt es, die kriegerische Normalität hier anzugreifen? Wer ist in München bereit, bei dieser Kampagne mitzumachen? Inwiefern wird Krieg auch von hier aus organisiert und geführt? Wir haben uns also mit vielen Zweifeln auf die Suche nach Antworten gemacht...<br /><br />Im folgenden Text werden wir uns hinsichtlich kriegerischer Konflikte auf der Beispielebene vor allem auf den Libyenkrieg beziehen - aus aktuellem Anlass und weil wir finden, dass sich an diesem Beispiel einige grundsätzliche Widersprüche innerhalb linker Positionen diskutieren lassen.<br /><br /><strong>+++ Der Krieg beginnt hier … als Normalzustand +++</strong><br /><br />Wir haben uns zunächst mal gefragt, inwiefern man von „kriegerischer Normalität“ sprechen kann. Tatsächlich ist Krieg nicht nur in den direkt betroffenen Regionen sichtbar, sondern auch in den kriegführenden Ländern. In einem Beitrag des antimilitaristischen Netzwerkes KiF (Krieg ist Frieden) heißt es dazu: „Der Frieden hier ist Teil des Kriegs woanders – und nicht seine Auflösung. Unser Normalzustand erfordert Krieg anderswo. Und unsere Normalität erfordert die Normalisierung von Militär und Kriegsführung, von Repression und Aufrüstung, und sie erfordert die Abstraktion davon, dass diese mit den eigenen Verhältnissen zu tun haben. Denn solche/unsere Verhältnisse erfordern eine Reihe von Ausblendungen, sonst lassen sie sich nicht aufrecht erhalten.“<br /><br /> Vielleicht ist hier schon ein Punkt angesprochen, warum Militarisierung, welche die Gesellschaft so grundlegend durchzieht, momentan selten  explizit zum Thema linker Politik gemacht wird – sie ist auf so vielen Ebenen Teil des Alltags geworden, dass wir ihre Auswirkungen als „ganz normal“ bzw. als irgendwie Scheisse im Rahmen der allgemeinen kapitalistischen Verhältnisse wahrnehmen. Auch wenn letzteres sicherlich richtig ist, reicht diese Feststellung nicht, um Militarismus in seinen vielen Facetten sichtbar und angreifbar zu machen.<br /><br />„Krieg beginnt hier“ heißt, dass hier im Alltag Geschlechternormen (re)produziert werden, die militärische Männlichkeiten begründen. Die heteronormative Einteilung der Welt in „männlich“ und „weiblich“, die nach wie vor die gesellschaftlichen Verhältnisse hegemonial strukturiert, bereitet den Boden für die Legitimierung und Mobilisierbarkeit für Kriege. Sie schränkt den Denk-, Erfahrungs- und Handlungsraum jenseits von Rollenzuschreibungen, die in die Logik des Krieges verflochten sind, ein. Was uns an soldatischen Männerbünden oft so anwidert - „Heldentum“, Gehorsam, Gewalt gegen als „schwache“ Wahrgenommene, Homophobie und Sexismus – sind dabei die extremen Formen von Denkmustern und Verhaltensweisen, die Teil unseres Alltags sind.<br /><br />Nicht zuletzt in der medialen Vermittlung von Krieg stoßen wir auf genau solche Muster, die meistens auch  rassistisch aufgeladen sind – und sich in die alltäglichen Wahrnehmungsweisen einschreiben. So z.B. entfaltet der Begriff „war on terror“, der seit 2001 verharmlosend für eine brutale Kriegspolitik steht, eine bilderreiche Wirkungskraft, die bipolare Denkweisen auf den Plan ruft. „Zivilisatorisch bzw. aufgeklärt“ vs. barbarisch“, „westliche Demokratie“ vs. „religiöse, autoritäre Herrschaft“, „mit Bart und Kopftuch“ vs. „frisch rasiert und modisch gekleidet“, „westlicher Retter“ vs. „islamistischer Unterdrücker“, „emanzipierte und aktive Frauen“ vs. „unterdrückte und passive Frauen“. Dies sind nur einige der platten homogenisierenden Stereotype, die im „war on terror“- Diskurs mitschwingen, welcher mit diesen Bildern ein vermeintliches Bedrohungsszenario entwirft, das ebenso zur Legitimierung von Kriegen wie als Schablone der alltäglichen Ausgrenzung funktioniert. Das ist keine neue Erkenntnis, aber eine Realität, die auch nach zehn Jahren an Aktualität nicht verloren hat und deren auf kolonialen Bildproduktionen fußenden Konstruktionen sich auch in den aktuellen Diskurs um den „arabischen Frühling“ einschreiben.<br /><br /><br /><strong>+++ Der Krieg beginnt hier ... im entweder oder +++</strong><br /><br />Die bipolare Logik, die jeder kriegerischen Situation innewohnt, wurde vor kurzem wieder in der Diskussion um den NATO-Krieg in Libyen deutlich. In dem autonomen Positionspapier „Den Krieg, den alle lieben“ wird dieses Dilemma des Entweder-Oder auf den Punkt gebracht: „Wer gegen Gaddafi ist, ist für Demokratie. Wer gegen die Intervention der NATO ist, ist für Gaddafi und Massenmord. Wer die Interventionen der NATO in einen kolonialen Kontext setzt, ist ein verkürzender Antiimp. Wer gegen einen verkürzten Antiimperialismus ist, ist antideutsch. - Genau dieses Schwarz-Weiß-Denken ist kompatibel mit einer militarisierten Weltsicht.“ Dieses Denken blendet historische Kontexte aus und erzwingt Positionierungen innerhalb einer Kriegslogik, die sich auch in den medialen Inszenierungen widerspiegelt.<br /><br />Auch wenn wir den NATO-Staaten natürlich keine humanitären Anliegen bei ihren Interventionen unterstellen, steht das Beispiel Libyen trotzdem für die Schwierigkeiten einer linken Positionierung. Wir halten die Aufstände gegen die Diktaturen in den arabischen Ländern für richtig und wichtig. Unsere Sympathie ist auf Seiten der emanzipatorischen sozialen Bewegungen in der Region. Auch wir wissen, dass die Militarisierung des Konfliktes in Libyen stark vom durch den „Westen“ hochgerüsteten Gaddafi-Regime ausging und uns ist klar, dass die Aufständischen diesem militärischen Druck vermutlich nicht lange Stand gehalten hätten. Obwohl wir auf dieses Problem zur Zeit keine praktische Antwort geben können, halten wir an einer prinzipiellen Ablehnung kriegerischer Interventionen fest!<br />Wir weigern uns, eine vorgegebene Position im kriegerischen Feld zu beziehen. Wir sind gegen jeden Krieg! Krieg - egal unter welchem „humanem“ und „demokratischen“ Label er vermeintlich geführt wird -   führt immer zur Eskalation von Gewalt und zur verschärften Militarisierung von Gesellschaften. Die Militarisierung des Aufstandes markiert in aller Regel bereits sein Scheitern. In der Form der militärischen Niederschlagung des alten Regimes ist eine erneute Gewaltherrschaft bereits angelegt. Der von den verschiedensten Aktivist_innen vor Ort erkämpfte Raum für Veränderung wird begrenzt und emanzipatorische Kräfte verlieren an Einfluss.<br />Was kann man in diesem Kontext unter einem neuen Internationalismus verstehen?<br />Wir fühlen uns verbunden mit den Menschen u.a. in Syrien, Libyen, Tunesien, Iran und Ägypten, die gegen  die autoritären Regime in ihren Ländern auf die Straße gehen!  Für uns ist es wichtig, Netzwerke zu knüpfen und solidarisch zu sein mit emanzipatorischen Bewegungen, die für Freiheit, Würde und soziale Rechte kämpfen. Deshalb finden wir den Versuch spannend, sich mit den Akteur_innen des Aufstands direkt auseinanderzusetzen. Wir solidarisieren uns mit denjenigen Kräften, die sich jeglicher Bevormundung – durch autoritäre Regime, „westliche Demokratiekämpfer“ und fundamentalistischer Vereinnahmung – verweigern! Soziale Kämpfe sind dabei überall ein wichtiger Teil einer antimilitaristischen Perspektive, denn es geht um eine weltweite Umwälzung der herrschenden Verhältnisse von unten. 
<h4><strong>+++ Der Krieg beginnt hier... denn von hier aus wird er geführt +++</strong></h4>
Krieg trifft immer die Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaften, in denen Krieg geführt wird. Die Toten und Verletzten in militärischen Auseinandersetzungen sind größtenteils Zivilist_innen. Sie haben die wenigsten Möglichkeiten sich zu schützen, sei es vor der Gewalt der Waffen, Vergewaltigungen, Folterung oder der massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen. Krieg ist also schon insofern ein Ausdruck kapitalistischer Verhältnisse, als dass die ohnehin Unterprivilegierten am meisten unter ihm zu leiden haben. Diejenigen, die ihre Interessen kriegerisch verfolgen, haben in den allerwenigsten Fällen ernsthafte Konsequenzen zu befürchten. Krieg bedeutet die brutale Zuspitzung der kapitalistischen Widersprüche und Gewaltverhältnisse.
Um Privilegien, Hegemonie und Deutungsmacht, um die Absicherung globaler Ausbeutungsverhältnisse, um Ressourcen und um die Kontrolle von Migration und Aufruhr wird Krieg geführt. Kriege werden dabei zu einem integralen Bestandteil einer imperialen Weltordnungspolitik, die mit unterschiedlichen Mitteln und Methoden die Interessen der führenden „westlichen“ Staaten durchsetzt. Mal wird in einem Teil der Welt militärisch interveniert, dann leisten wieder „westliche“ Truppen in einem anderen Teil „zivile Wiederaufbauhilfe“. Der Krieg ist zeitlich entgrenzt, er wird zum einem dauerhaften Ausnahmezustand. Es gibt keinen definierten Anfang und erst recht kein Ende, die „neuen“ Kriege sind der Normalzustand einer repressiven Politik und Motor einer blühenden Kriegsökonomie aus Think Tanks und Beratungsfirmen, Rüstungsunternehmen, Söldnern und privaten Sicherheitsfirmen.<br /><br />Kriege sind Instrumente einer kapitalistischen Weltinnenpolitik. Die Anlässe und Orte der Intervention sind keineswegs willkürlich gewählt. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die NATO – mit Unterstützung aus Deutschland nicht zuletzt in Form von Munitionsversorgung und mehr als 100 SoldatInnen, die sich an der Zielauswahl beteiligten – in dem ölreichen Libyen auf Seiten der Aufständischen gegen das Regime intervenierte, während sie z.B. die brutale Repression des Regimes in Syrien gegen den massiven Protest dort nicht auf den Plan ruft. Am Beispiel Libyen wird auch deutlich, dass es um mehr als ökonomische Motive geht - und wie schnell sich die Haltung der politischen Eliten in den europäischen Staaten gegenüber einem autoritären Regime verändern kann.<br /><br />Nachdem Gaddafi im Zuge des Kalten Kriegs jahrelange zur Ikone „des Bösen“ stilisiert wurde, war er in den letzten zehn Jahren ein willkommener Kooperationspartner der europäischen Staaten. Libyen galt als wichtiger Handelspartner und Empfänger von Rüstungsgütern, libysche Spezialeinheiten wurden durch europäische Polizisten und Soldaten ausgebildet und in jüngster Zeit war Libyen ein wichtiger Vorposten bei der Abwehr von Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern. Nachdem im Zuge der Revolten in vielen arabischen Ländern sich auch in Libyen ein bewaffneter Aufstand entwickelte und die Machtposition von Gaddafi in Frage stellte,  setzte die „westliche“ Politik schnell auf die neuen AkteurInnen – galt das Gaddafi-Regime trotz der intensiven Zusammenarbeit doch immer noch als tendenziell unberechenbarer Verbündeter.<br /><br />Die „westlichen“ Interessen bleiben im „neuen“ Libyen die gleichen. Nicht nur deutsche Unternehmen wollen schnellstmöglich an ihre guten Beziehungen nach Libyen anknüpfen und beim Wiederaufbau Geschäfte im großen Stil machen. Auch mit den neuen Regierungen in Nordafrika verhandelt die Europäische Union zuerst über Abkommen zur Flüchtlingsabwehr. In Tunesien hat die italienische Regierung beispielsweise unmittelbar nach dem Sturz Ben Alis mit dem Übergangsrat ein Rücknahme-Abkommen abgeschlossen.<br />   <br />Wir lehnen die weltweit herrschenden, gewalttätigen kapitalistischen Verhältnisse ab, die den Krieg immer wieder aufs Neue hervorbringen. Wir sind gegen die brutale Ausbeutung und Unterdrückung eines Großteils der Menschheit durch eine privilegierte Minderheit, die weltweit kriegerisch durchgesetzt wird.
<h4><strong>+++ Der Krieg beginnt hier - mit der Bundeswehr und der Militarisierung des Sozialen +++</strong></h4>
Der Krieg militarisiert die Gesellschaft nach „Innen“: Am sichtbarsten wird das in Form von öffentlichen Gelöbnissen und Zapfenstreichen. Diese militärischen Propagandaspektakel dienen in erster Linie der Verankerung der Bundeswehr in der Bevölkerung und somit der Normalisierung des „Soldatentums“. In den Schulen, auf den Arbeitsämtern und selbst in der Fernsehwerbung tritt die Bundeswehr als „attraktiver Arbeitgeber“ auf, um junge Leute für einen Kriegseinsatz zu rekrutieren. Doch es gibt noch eine Dimension der Militarisierung, die weniger offensichtlich ist: Die auffallende Gleichzeitigkeit zwischen der Ausweitung des Krieges und der Aufrüstung nach „Innen“.<br /><br />Der kriegführende Staat weitet die Möglichkeiten, seine Bevölkerung zu kontrollieren und zu überwachen aus, nicht zuletzt um sich im Zweifelsfall schnell Ruhe an der „Heimatfront“ verschaffen zu können. Die massiv zunehmende Internet- und Video-Überwachung sind ebenso wie der Einsatz der Bundeswehr im „Inneren“, u.a. in Form von Spähpanzern bei den Protesten gegen den G8 in Heiligendamm wie auch durch „Amtshilfe“ für die Polizei beim Castor-Transport, Ausdruck dieser Entwicklung. Was ein kriegführender Staat am wenigsten brauchen kann, ist eine mündige Bevölkerung, die den Krieg kritisch hinterfragt. Dies wird auch an dem immer wiederkehrenden, medienwirksamen Gejammer der Bundeswehr deutlich, dass sie so wenig  Unterstützung von Seiten der Zivilgesellschaft genieße.<br /><br />Die Militarisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse trifft grundsätzlich einmal jede_n von uns. Doch sind nicht zuletzt durch die materiellen Auswirkungen vor allem die Prekarisierten und Marginalisierten betroffen. Mit dem Schlagwort „Sicherheit“, das für Repression und Ausgrenzung steht, wird ein umfassender  Abbau politischer Rechte legitimiert. Die vermeintlich dringend notwendig gewordenen Sparmaßnahmen im Zuge der Krise setzen sich zuerst als massive Kürzungen im sozialen Bereich um, während die Millardenausgaben für den Krieg nicht mal ernsthaft in die Spar-Debatte eingebracht werden. Soziale Unzufriedenheit und sozialer Protest – der sich an vielen Orten regt - werden als „Sicherheitsproblem“ verhandelt und entsprechend repressiv beantwortet.<br /><br />Die Militarisierung der Gesellschaft hat unmittelbare politische Folgen. Sie engt den Spielraum für emanzipatorische Politik ein – auch in den „friedlichen“ Metropolen.
<h4><strong>+++ Der Krieg beginnt hier – direkt vor deiner Haustür +++</strong></h4>
Vielen ist bekannt, dass Deutschland weltweit der drittgrößte Rüstungsexporteur ist, München ist zudem ein zentraler Rüstungsstandort. Daneben gibt es in dieser Stadt ein Wochenende, wo wichtige Absprachen zwischen den Kriegstreibern im Rahmen der  „Sicherheitskonferenz“ stattfinden.<br /><br />Seit über 40 Jahren findet jedes Jahr das Treffen hochrangiger Politiker, Generäle und Rüstungsmanager der NATO-Staaten, ihrer Verbündeten und ein paar ihrer Gegenspieler statt. Die Siko ist kein homogener Planungsstab, manchmal stehen handfeste Konkurrenz oder Streitigkeiten im Mittelpunkt. Was die Herren und wenigen Damen, mögen Sie nun die Bundeswehr, das US-Kriegsministerium oder die Öldiktatur in Quatar vertreten, eint, ist das Setzen auf Rüstung, Krieg und Repression als Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele. Gemeinsam ist ihnen die Sorge um die Sicherheit von Investitionen, um geostrategische Einflussnahme und die Überwachung von Grenzen.<br /><br />Durch sicherheitspolitische Veranstaltungen wie die Siko wird das Bild einer unsicheren, bedrohlichen Welt gezeichnet, in der Militär, Polizei, Geheimdienste und Rüstungsindustrien weniger demokratische Kontrolle, dafür aber mehr Mittel für ihre repressive Politik und mehr Unterstützung für ihre kriegerischen Geschäfte brauchen.<br /> <br />Seit zehn Jahren gibt es deshalb sichtbaren Widerstand gegen diese NATO-Kriegstagung. Angefangen hat die Kampagne im Herbst 2001, nach dem G8 in Genua. Einerseits waren damals viele Aktivist_innen begeistert von der Dynamik der globalisierungskritischen Bewegung, davon dass sich  verschiedene Spektren offen aufeinander bezogen und gemeinsam kraftvolle Aktionen vorbereiteten. Anderseits war die Mobilisierung auch eine Ergänzung oder konstruktive Kritik an der globalisierungskritischen Bewegung, die die militärische Seite der kapitalistischen Zurichtung nur wenig beachtete.<br /><br />Die Aktionen gegen die Siko waren vor allem in den ersten Jahren sehr groß und vielfältig. Die Siko war ein festes Datum nicht nur im linksradikalen Kalender Münchens und ein Protestevent, im Zuge dessen sich viele junge Leute politisiert haben. Die radikale Linke trat dabei als ein selbstbewusster Teil des breiteren Bündnisses auf und es gab eine klare spektrenübergreifende Solidarität. Neben Blockadeversuchen, Jubel- und Fahrraddemos und drei größeren Antikriegskongressen, waren auch direkte Interventionen gegen die Bundeswehr oder Kriegsdenkmäler Teil der Kampagne. Es gelang inhaltlich wie praktisch eine gute Verbindung mit anderen Gipfelmobilisierungen herzustellen, wie gegen den G8 in Heiligendamm oder das NATO-Jubiläum in Straßbourg.<br /><br />Doch über die letzten Jahre wurde die Siko-Mobilisierung schwächer. Die Zusammenarbeit im breiten Bündnis wurde zu einer routinierten Organisation der technischen Umsetzung, doch der politische Prozess, in Form einer tiefergehenden inhaltlichen Auseinandersetzung, wie er in den ersten Jahren der Mobilisierung stattfand, fehlte zunehmend. Der Bruch im Bündnis ist am deutlichsten im Sommer 2009 in der folgenreichen Kontroverse um die Einladung Wolfgang Ischingers, aktueller Organisator der Siko,  durch attac und Teile des Friedensbündnisses zu einer Podiumsdiskussion in das Eine-Welt-Haus zu sehen. Von autonomer Seite wurde die Veranstaltung blockiert und durch lautes Rufen verhindert. Die Tatsache, dass sich attac und einzelne Personen des Friedensbündnisses über den Bündniskonsens, nicht mit Kriegstreibern in den Dialog zu treten, hinweggesetzt und somit versucht hatten, die Mobilisierung zu dominieren, markierte einen Bruch in der Zusammenarbeit.
Auch bundesweit hat die Beteiligung an den Protesten gegen die Siko abgenommen, dafür wären sicher zahlreiche Gründe zu nennen – viele linksradikale Zusammenhänge, die für eine emanzipatorische Politik gegen Militarismus stehen, kommen leider nicht mehr nach München. Neben dem repressiven Klima in Bayern und dem martialischen Auftreten der Polizei liegt dies sicherlich auch an den politischen Schwächen der Kampagne und fehlenden Ideen für eine neue aktionistische Dynamik.
Trotzdem ist die Mobilisierung gegen die Siko lokal nach wie vor bedeutsam. Es gibt nicht sehr viele andere Tage, wo die radikale Linke in Bayern von vielen Menschen außerhalb der engeren Szene mit ihren Inhalten wahrgenommen wird. Wir sehen die Problematik einer abflauenden Mobilisierungskraft sowie die Notwendigkeit, bestimmte ritualisierte Protestmuster zu hinterfragen – gleichzeitig aber liegen uns die Proteste gegen diese Konferenz und die Verhältnisse, für die sie steht, nach wie vor am Herzen!! Es geht uns nicht darum, alle antimilitaristischen Aktionen auf dieses Ereignis zu fokussieren, wir wollen jedoch Ideen für einen „Ganzjahres-Antimilitarismus“ entwickeln, in dem die Proteste gegen die Siko auch eine Rolle spielen.
<h4><strong>+++ War starts here – let's stop it here! +++</strong></h4>
Es gab und gibt in München und um München noch viele weitere Proteste, die wir als antimilitaristische Proteste begreifen:<br /><br />
<ul> <li>Dazu gehören die Kampagnen gegen die Tradition der Gebirgsjäger in Mittenwald und Bad Reichenhall, die erfolgreich Täter-Gedenken und Kriegsverherrlichung angegriffen haben, und die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer der geschichtsrevisionistischen Erzählung der Bundeswehr entgegengesetzt haben. Im Jahre 2011 hat die Veröffentlichung von Kinder-Kriegsspiel-Fotos durch das RABATZ-Bündnisse einen bundesweiten Skandal hervorgerufen, der international Erwähnung in der Presse fand.</li> <li>Die rechte Traditionspflege der Bundeswehr ist keine Schrulle dummer Offiziere: Eine Armee, die Krieg führt, muss Ihren Soldat_innen auch über Vorbilder und Traditionen ein soldatisches Selbstbild und eine dazu passende Identität vermitteln. Die entsprechenden Rituale ebenso wie die Gelöbnisse und andere nationalistische Inszenierungen finden häufig in der Öffentlichkeit statt – hier lassen sie sich markieren, skandalisieren, übertönen und stören!</li> <li>Doch auch die wachsenden Proteste gegen die alltäglichen Auftritte der Bundeswehr sind Beispiele antimilitaristischer Intervention. In unseren Augen bekommt die Bundeswehr noch viel zu selten Stress, wenn sie in Schulen und Arbeitsämtern auftaucht! Die Präsenz der Bundeswehr mit Personal und Geldern in den verschiedensten Forschungsbereichen an Universitäten ist ein Thema, das Linke noch viel mehr zum Fokus ihrer Kritik machen könnten.</li> <li>Ein gelungenes Beispiel antimilitaristischer Praxis war für uns auch die Pink-Silver-Demo gegen den Burschenschaftskommerz, bei der heteronormative Muster als Voraussetzung für militaristische Männerbünde entlarvt wurden.</li> <li>Ein unserer Meinung nach zentraler Aspekt antimilitaristischer Politik ist der Kampf gegen die Migrationsregimes und die Flüchtlingsabwehr, wie sie z.B. durch FRONTEX an den EU-Außengrenzen exekutiert wird. Zahlreiche antirassistische Proteste und No-border-Camps haben auf die schockierenden Verhältnisse und tausende Tote im Mittelmeerraum aufmerksam gemacht. Gerade antirassistische Gruppen setzen internationale Solidarität in die Praxis um, in dem sie sich z.B mit Gruppen in Tunesien vernetzen, um gemeinsam gegen das rassistische Migrationsregime und dessen militärische Absicherung zu kämpfen!</li> <li>Last but not least: Vor wenigen Wochen war eine Radldemo unterwegs, die viele Orte in München markierte, wo Krieg beginnt.  Unter anderem wurden Münchner Rüstungskonzerne angefahren, die mit Waffengeschäften in aller Welt riesige Gewinne einstreichen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Gleich neben der S-Bahn Linie in Allach hat "Krauss-Maffei Wegmann (KMW)" seinen zentralen Produktionsstandort: Hier werden u.a. die Leopardpanzer produziert, die nach Saudi-Arabien verkauft wurden und bei der brutalen Niederschlagung der Aufstände in Bahrain gegen das dortige autoritäre Regime zum Einsatz kamen.</li> </ul>
Alle diese Beispiele zeigen einerseits, dass antimilitaristische Politik in München durchaus noch eine Rolle spielt. Andererseits wird im Hinblick auf diese Mobilisierungen und Kampagnen auch deutlich, dass jede für sich isoliert steht, und sich von den jeweiligen Akteur_innen nur selten aufeinander bezogen wird.
Wir denken: Es lohnt sich für uns als radikale Linke, sich über Widersprüche in unserer antimilitaristischen Sichtweise bzw. Praxis zu streiten, szeneinterne Polarisierungen zu hinterfragen und unsere Bemühungen um eine antimilitaristische Gesellschaft zu bündeln.<br />Eine europaweite Kampagne wie „War starts here“ könnte dabei ein guter Ausgangspunkt sein.
Wenn wir die Kriegsmaschinerie wirklich lahmlegen wollen, wenn das alles keine Floskel bleiben soll, wird es notwendig sein, antimilitaristische Politik neu zu bestimmen, indem wir Militarisierung und globalen Krieg gemeinsam, solidarisch und aus unterschiedlichen Kontexten heraus angreifen. Wir denken eine emanzipatorische linksradikale Politik ist ohne eine grundlegende antimilitaristische Ausrichtung nicht möglich!
Dies alles ist ein Zwischenresümée, erste Thesen und Ideen - aber sicherlich keine fertige Welterklärung und noch viel weniger „der Weisheit letzter Schluss“! Wir würden gerne mit möglichst vielen Leuten in München und darüber hinaus eine Diskussion über unsere Vorschläge beginnen und hoffen auf euer Interesse.
<strong>Achtet auf weitere Ankündigungen! Aktionen vor und während der NATO-Kriegskonferenz sind bereits in Planung!!</strong><br /><br /><br />Solidarische Grüße,<br />Gruppe 11"<br /><br /><br /></blockquote>]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			
			<author>gruppe11@tormail.net</author>
			<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 18:52:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bundeswehr-Uni: Dozent_innen schlagen Alarm </title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2011/07/26/bundeswehr-uni-dozent-innen-schlagen-alarm/</link>
			<description>&quot;Campus&quot;-Chefredakteur Böker scheint in Marc Felix Serrao (SZ) einen zuverlässigen Medienpartner...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Campus&quot;-Chefredakteur Böker scheint in Marc Felix Serrao (SZ) einen zuverlässigen Medienpartner...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/1964f462ea.jpg" width="150" height="113" alt="">Uni der Bundeswehr in Neubiberg bei München (Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:UBUniBwM.jpg&filetimestamp=20080305090739" target="_blank">DistanceRunner, WikiMedia</a>)</div> Eine Woche nach Bekannwerden der Übernahme der Studierendenzeitung "Campus" an der Münchner Bundeswehr-Universität geht die Auseinandersetzung in die nächste Runde. Mitte Juli deckte der <link http://www.br-online.de/bayern2/radiowelt/bundeswehr-universitaet-11-kw28-rechtsextremismus-ID1310617188656.xml>Bayerische Rundfunk</link> auf, dass die Zeitung "nun von einem rechten Aktivisten geführt" werde, "der auch für andere Medien der "Neuen Rechten" schreibt".
Unter Leitung des "bekannten Aktivisten der rechten Szene" Martin Böcker präsentiere sich die neue Ausgabe des Heftes mit einer ganzseitigen Anzeige "des ultrarechten "Instituts für Staatspolitik" (IfS), wie das <link http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2444:skandal-an-bundeswehr-uni-in-neubiberg-&catid=43:weitere-rechte-aktivitn&Itemid=151>a.i.d.a.-Archiv schreibt</link>. Daneben fänden sich vor allem reaktionär-antifeministische Texte, in denen eine "Absenkung des allgemeinen Leistungsniveaus" der Bundeswehr durch die Beschäftigung von Frauen befürchtet wird.
<h3>Serrao versucht zu retten</h3>
Es folgte eine Distanzierung der Uni-Leitung, die sich jedoch hilflos zeigte, da allein der Studentische Konvent über die Besetzung des "Campus" entscheide. Von diesem ist bisher nichts zu hören. Dafür sprang SZ-Autor Marc Felix Serrao für die "Campus"-Redaktion in die Bresche. In der "Süddeutschen Zeitung" vom 19. Juli 2011 (Printausgabe) ließ Serrao den Professor der Bundeswehr-Uni Michael Wolfssohn zu Wort kommen, der  nicht etwa die Unterwanderung des "Campus", sondern die Stellungnahme  von Unipräsidentin Prof. Merith Niehuss "einen Systembruch im Rahmen der  Demokratie" nannte. Schließlich sei, so Wolfssohn, "weder die Junge Freiheit noch das "Institut für Staatspolitik" verboten. "Systembruch" - darunter geht es nicht. Anschließend konnte sich Martin Böker unhinterfragt als Opfer stilisieren, sich als "katholisch konservativ" und die Debatte um die Zeitung als "Irrtümer" bezeichnen.
Doch damit nicht genug, Serrao dreht den Spieß um: Während sich Bökers also - so der Tenor des Serrao-Plädoyers - im Rahmen des  demokratischen Spektrums bewege, lenkt der SZ-Autor die Aufmerksamkeit auf "das politische Millieu" der beiden "BR-Reporter", von denen einer als "regelmäßiger Mitarbeiter" für das  a.i.d.a.-Archiv tätig sei. Bei dem Archiv, so zitiert er den aktuellen Verfassungsschutzbericht, bestünden "Anhaltspunkte für linksextremistische Bestrebungen". Dass sich a.i.d.a. <link record:tt_news:459>mehrfach </link><link record:tt_news:381></link><link record:tt_news:381>erfolgreich</link> juristisch gegen diese Einschätzung gewehrt hat, verschweigt der Journalist geflissentlich.
<h3>Zuverlässiger Partner der JF</h3>
Die Verteidigung neurechter Zeitungen allgemein und der "Jungen Freiheit" (JF) scheint Marc Felix Serrao ein besonderes Anliegen zu sein. <link http://www.sueddeutsche.de/kultur/wir-sind-noch-im-training-der-kalte-blick-von-rechts-1.698581>Bereits 2008</link> portraitierte der SZ-Autor den IfS-Gründer Götz Kubitschek recht wohlwollend, nannte die JF dabei verharmlosend eine "konservative Wochenzeitung". Im Juli 2010 geißelte Serrao die antifaschistische Kampagne "Let’s push things forward", die sich gegen rechte Zeitungen richtete, und <link http://de.indymedia.org/2010/07/286141.shtml>diffamierte</link> Antifaschist_innen als "Bund der Vertreibenden". Im Oktober 2010 verteidigte der Rechtsausleger der SZ eine ganzseitige Werbeanzeige der JF in der "Süddeutschen Zeitung" (!), indem die JF als "rechtskonservativ", aber "legitime(n) Teil des Meinungsspektrums" <link http://www.der-rechte-rand.de/?p=382>bezeichnete</link>.
Ende Januar 2011 landete Serrao zur Abwechslung mit einer fast ganz- und völlig einseitigen Reportage über Burschenschaftler, deren Häuser von der "linksextremistischen Szene" mit Farbbeuteln attakiert würden ("der Tod von Korporierten wird billigend in Kauf genommen", zitierte der SZ-Journalist einen solchen), einen Aufreger ganz anderer Art.
Im Mai 2011 dann schenkte der SZ-Autor der "Jungen Freiheit" zum 25. Bestehen ein <link http://www.sueddeutsche.de/medien/die-junge-freiheit-wird-das-blatt-ist-unappetitlich-1.1101653>Interview mit JF-Kritiker Stephan Braun (SPD)</link>. Unverhohlen präsentiert sich der Interviewer darin als Freund und Verteidiger der JF:
<blockquote>"<em>Die JF hat dennoch erfolgreich gegen ihre Erwähnung in  Verfassungsschutzberichten geklagt. Sie hat Zugang zur  Bundespressekonferenz erlangt. Und Ihre Auflage steigt und steigt. Sind  Sie gescheitert, Herr Braun? Oder hat die JF nur gewiefte Juristen?</em>
<em>[...]</em>
<em>Extremistische Positionen, wie man sie in NPD-Blättern oder auf Neonazi-Websites lesen kann, sucht man aber vergebens.</em>
<em>[...]</em>
<em>Es gibt in Deutschland auch eine Reihe linksradikaler Medien, vom antifaschistischen </em>Rechten Rand <em>bis zur</em><em>antideutsch geprägten </em>Jungle World. <em>Kampagnen gegen diese Blätter sind nicht bekannt. Woran liegt das? Sind Konservative entspannter als Linke?</em>
<em>[...]</em>
<em>Als Leser bleiben Sie der JF aber erhalten, oder?"</em></blockquote>
<h3>Weiter Gegenwind für Böker<em><br /></em></h3>
Ob es Serrao mit seinem jüngsten Plädoyer für "Campus" und Martin Böker gelingt, rechte Publizistik an der Bundeswehr-Uni hoffähiger zu machen, bleibt jedoch noch abzuwarten.
Keine Woche nach seinem Artikel meldeten sich <link http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,776019,00.html>dem "Spiegel" zufolge</link> nun rund 30 Dozent_innen der Universität zu Wort und zeigten sich besorgt über den Versuch, "die Zeitung des studentischen Konvents mit der politischen Agenda der Neuen Rechten zu durchdringen". Die Wissenschaftler_innen ermutigen in ihrer Stellungnahme die Studierenden, "diesen Bestrebungen in kritischer Auseinandersetzung entgegen" zu treten, schließlich seien diese "nicht anfälliger für rechtes Gedankengut [...] als Mitglieder ihrer Generation insgesamt." Aber auch nicht weniger.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/geschlechtmacht/" title="Geschlecht &amp; Macht">Geschlecht &amp; Macht</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/medien/" title="Medien">Medien</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 12:55:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bundeswehr in der &quot;City of Peace&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2011/07/12/bundeswehr-in-der-city-of-peace/</link>
			<description>Schon wieder spielt am heutigen Dienstagabend die Armee in Augsburg auf</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder spielt am heutigen Dienstagabend die Armee in Augsburg auf</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/b7151690b5.jpg" width="150" height="215" alt="">Schon das Plakat macht deutlich wer im Vordergrund steht (Foto: Forum solidarisches und friedliches Augsburg)</div> Augsburg ist Friedensstadt. Warum ist nicht ganz klar, aber wie schon bei der "Menschenrechtsstadt" Nürnberg geht es wohl eher um "City Marketing". Daher kann dem neuen Image auch die vermehrte Präsenz der Armee nicht schaden. Denn es gehört zu den wesentlichen Eigenschaften von Images, dass sie ebenso biegsam sind wie die Marketingexperten, die sie sich ausdenken.
Wenn nun also heute abend um 20 Uhr die "Bigband der Bundeswehr" auf dem Augsburger Rathausplatz aufspielt bzw. -swingt, dann nicht nur, wie auf dem Plakat kaum zu erahnen, zugunsten der neuen Kinderklinik, sondern natürlich auch für den Frieden.
"Swingend", so das "<link http://www.forumaugsburg.de/s_2kommunal/Friedensstadt/110710_big-band-bundeswehr/artikel.pdf>Forum solidarisches und friedliches Augsburg</link>", solle davon abgelenkt werden, "dass der Militärhaushalt genau die Gelder verschlingt, die in Schulen, im Armutsbereich und im Gesundheitswesen dann fehlen – so dass der Freistaat angeblich nicht einmal mehr eine Kinderklinik in der drittgrößten Stadt Bayerns komplett finanzieren kann und zur Restfinanzierung die Bundeswehr braucht."
Das Forum kritisiert scharf die neuerliche "Werbekampagne" für die Bundeswehr und das dabei wirkende Zusammenspiel zwischen Augsburgs OB Kurt Gribl und den Wehrpolitikern Christian Schmidt (MdB) und Johannes Hintersberger (MdL; alle drei CSU).Von einem "Komplott" ist die Rede.
Bereits Mitte Februar hatten die drei ein <link record:tt_news:421>öffentliches Gelöbnis</link> in der "Friedensstadt" Augsburg ermöglicht anlässlich dessen Gribl den schönen Satz prägte: "Die Idee von der Friedensstadt stimmt überein mit dem, was die Bundeswehr leistet.“
Das Bündnis wird wohl auch heute abend versuchen, gegen die Werbeveranstaltung zu protestieren, wenngleich es wohl auf Mitstreiter _innen von ver.di, in München stark gegen die Militarisierung engagiert, verzichten muss: Von der Augsburger Gewerkschaft ist kein Protest zu vernehmen.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 10:08:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Festkommers&quot; ohne Festsaal?</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2011/07/02/festkommers-ohne-festsaal/</link>
			<description>Nach antifaschistischen Interventionen zieht das &quot;sudetendeutsche Haus&quot; die Überlassung ihrer Räume...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach antifaschistischen Interventionen zieht das &quot;sudetendeutsche Haus&quot; die Überlassung ihrer Räume...</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/3758be66a4.jpg" width="150" height="109" alt="">Fällt der "Festkommers" der "Burschenschaftlichen Gemeinschaft" ins Wasser?</div> München. Das antifaschistische Bündnis "Bash Back" freut sich über einen "ersten Teilerfolg" des Widerstandes gegen die extrem rechte "Burschschaftliche Gemeinschaft" (BG): Rund zwei Wochen vor deren geplantem <link record:tt_news:468>"Festkommers" zum 50-jährigen Bestehen</link> steht der Dachverband ohne Räumlichkeiten da. Nach einer Anfrage der Grünen im Landtag und wohl nicht zuletzt angesichts der angekündigten Proteste zog das "Sudetendeutsche Haus" in der Hochstraße den Überlassungsvertrag <link http://aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2438:festkommers-der-burschenschaftlichen-gemeinschaft-ohne-raum&catid=43:weitere-rechte-aktivitn&Itemid=151>nach a.i.d.a.-Informationen</link> zurück.<br /><br />In der Antwort auf eine Anfrage des Grünen Sepp Dürr bestätigte das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (StMAS) dem Antifa-Archiv zufolge, dass das "Sudetendeutsche Haus" zunächst als Veranstaltungsort für den "Festkommers" vorgesehen gewesen war. Inzwischen aber sei die "zugesagte Überlassung [...] wieder zurückgenommen" worden, wie a.i.d.a. aus der Antwort des StMAS zitiert.<br /><br />
Ob es der BG gelingt, einen Ausweichort zu Ungeachtet des jüngsten Erfolges hält das antifaschistische und antisexistische <link http://bashback.blogsport.eu/>"Bash Back"-Bündnis</link> an der geplanten <strong>Demonstration (Sa, 16. Juli 2011, 16:30 Uhr, Prinzregentenplatz)</strong> fest. Dem Bündnis gilt die BG  als "Dachverband deutschnationalistischer und rassistischer Burschenschaften" und "als der nationalistische und am weitesten rechtsstehende Burschenschaftsverband" in Deutschland.
Sprecherin Ina Reiter betont, dass sich das Bündnis "nicht nur gegen Treffen der Burschenschaftler, sondern gegen deren rassistische, deutschnationale und sexistische Hetze im Allgemeinen" wende.  Dem rechten Treiben der Burschenschaften werde gerade in München viel zu wenig entgegengewirkt, so Reiter. Dabei stellten sie "bedeutende Strukturen für die politische Rechte" dar.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/gegenrechts/" title="Gegen Rechts">Gegen Rechts</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/muenchen/" title="Stadtgespräch">Stadtgespräch</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 14:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kinder ballern auf &quot;Klein-Mitrovica&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2011/06/04/kinder-ballern-auf-klein-mitrovica/</link>
			<description>RABATZ-Bündnis enthüllt Skandal beim Tag der offenen Tür in Bad Reichenhaller Bundeswehrkaserne</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RABATZ-Bündnis enthüllt Skandal beim Tag der offenen Tür in Bad Reichenhaller Bundeswehrkaserne</p> <div><img src="http://www.luzi-m.org/typo3temp/pics/45d2891cc7.jpg" width="150" height="113" alt="">Unter Anleitung zielen Kinder ...</div> Ruinen und kleine Brandherde bestimmten die Szenerie. Zwei Bundeswehrsoldaten ließen unter einem Tarnnetz Kinder mit Waffennachbauten auf das Modell einer offensichtlich durch Krieg zerstörten Stadt schießen. Die Bundeswehr hatte ein Miniatur-Ortsschild für diese Stadt gebastelt: „Klein-Mitrovica“.
<h3>Traurige Kontiniutät</h3>
Die im Kosovo gelegene Stadt Mitrovica erlangte traurige Berühmtheit, als dort 1999 trotz Anwesenheit der KFOR albanische Nationalisten das gesamte Roma-Viertel des Ortes plünderten und zerstörten. Mehrere tausend Häuser wurden dabei zerstört, ca. 8000 Roma wurden aus dem Ort vertrieben.
2004 wurden bei Anti-Serbischen Pogrome, die von Mitrovica ausgingen, viele Häuser und Einrichtungen der serbischen Bevölkerung zerstört, im ganzen Kosovo gab es viele Tote und hunderte zerstörte Häuser.
Im Zuge der Besatzung Jugoslawiens im Zweiten Weltkrieg waren in Mitrovica ab April 1943 Truppen der 1. Gebirgs-Division der Wehrmacht, der auch die Bad Reichenhaller Gebirgsjäger angehörten, stationiert³. Die Vorgängerorganisation der heutigen (Bundeswehr)Gebirgstruppe war dort zur „Partisanenbekämpfung“ eingesetzt. Als Teil der Truppen des nationalsozialistischen Deutschlands waren die Gebirgsjäger an zahlreichen Massakern und Kriegsverbrechen, bspw. auf Kefalonia und auf Kreta beteiligt.
Erst vorletzte Woche hatte das <link http://rabatz-buendnis.info>RABATZ-Bündnis</link> mit einer <link record:tt_news:454>Demonstration</link> auf die ungebrochene Verherrlichung der Wehrmacht durch die Bundeswehr und weite Teile der Reichenhaller Bevölkerung aufmerksam gemacht. Die Antifaschist_innen kritisierten dabei v.a. das sog. „Kretagedenken“, bei dem der deutsche Angriffskrieg gegen Kreta verherrlicht wird.
Unfassbar findet RABATZ-Sprecherin Anna Jade die Vorgänge beim "Tag der offen Tür"  und erklärt:
<blockquote><em>"Die Bundeswehr versucht, schon kleinen Kindern Spaß an Waffen und militärischer Gewalt zu vermitteln. Kindern im Rahmen des Kinderprogramms Waffen in die Hand zu geben und sie auf eine Miniaturstadt schießen zu lassen, ist ein unfassbarer Skandal. Die Bundeswehr hat die Miniaturstadt 'Mitrovica' genannt. Sie verherrlicht damit im Kinderprogramm Pogrome. Dies ist eine widerwärtige Verhöhnung der Opfer."</em></blockquote>
Das Bündnis fordert unter anderem die sofortige Schließung der nach dem Wehrmachts-General Rudolf Konrad benannten Kaserne in Bad Reichenhall, sowie den sofortigen Rücktritt der für den Tag der offenen Tür verantwortlichen Personen der Bundeswehr.
Außerdem müssten militaristische Werbeaktionen der Bundeswehr, insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen beendet und eine kritische Aufarbeitung der Geschichte Bad Reichenhalls sowie ein würdiges Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus begonnen werden.]]></content:encoded>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/militarismus/" title="Militarismus">Militarismus</a></category>
			<category><a href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/kriegfrieden/" title="Krieg &amp; Frieden">Krieg &amp; Frieden</a></category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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