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		<title>Luzi-M: Computer und Technik</title>
		<link>http://www.luzi-m.org/</link>
		<description>Die Luzi-M-News aus dem Computer- und Technikbereich als RSS-Feed</description>
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			<title>Luzi-M: Computer und Technik</title>
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			<description>Die Luzi-M-News aus dem Computer- und Technikbereich als RSS-Feed</description>
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		<lastBuildDate>Thu, 16 May 2013 01:52:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Hacker_innen als &quot;kriegsführende Kombattanten&quot;</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////hacker-als-kriegsfuehrende-kombattanten/</link>
			<description>Die NATO hat ein Handbuch zum Cyberkrieg herausgegeben.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wie das Magazin <link http://www.heise.de/security/meldung/NATO-Handbuch-definiert-den-Cyberkrieg-1826253.html>heise security berichtet</link>, hat das "Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence" (CCDC) der NATO nach dreijähriger Arbeit ein <a href="http://ccdcoe.org/249.html" rel="external">Handbuch über den Cyberkrieg</a> mit 95 Regeln veröffentlicht. Dem Bericht zufolge ordnet eine der Regeln "Hacker, die an Cyberangriffen beteiligt sind, als kriegsführende Kombattanten ein, die angegriffen werden dürfen. Dies soll auch dann gelten, wenn die Hacker Zivilisten sind."
Im Übrigen, so zitiert heise den Herausgeber Michael Schmitt vom Naval War College der US-Marine, "sei man der Ansicht, dass Cyber-Angriffe alleine schon das Potenzial haben, einem internationalen bewaffneten Angriff gleichgestellt zu werden. In einem solchen Fall habe der angegriffene Staat das Recht, Waffen einzusetzen."
<link record:tt_news:415>Bereits 2010</link> hatte das CCDC bei der <link http://www.ccdcoe.org/publications/BCS2010AAR.pdf _blank>NATO-Übung "Baltic Cyber Shield"</link> einen koordinierten Hackangriff von Umweltaktivist_innen auf die Netzwerk-Infrastruktur sechs privater europäischer Energielieferanten simuliert und diesen als "Cyber Warfare" definiert. Das jetzt herausgegebene Handbuch konkretisiert diese Aufrüstung gegen Hacker_innen und zeigt, auf welche "Herausforderungen" die NATO zukünftig militärisch zu regieren gedenkt.
 ]]></content:encoded>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Krieg &amp; Frieden</category>
			<category>Überwachung &amp; Repression</category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 18:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Countdown für de.indymedia.org?</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////countdown-fuer-deindymediaorg/</link>
			<description>Rund zwölf Jahre nach ihrem ersten Launch will das Medienkollektiv im Frühjahr 2013 aufgeben, wenn...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Viele haben bereits damit gerechnet, manche darauf gewartet: <link http://de.indymedia.org>de.indymedia.org</link> will <link http://de.indymedia.org/2012/10/336058.shtml>im Frühjahr 2013 den Betrieb einstellen</link>, wenn sich an der mangelhaften Beteiligung der Leser_innen nichts ändert.
Das zusammengeschrumpfte Betreiber_innenkollektiv beklagt insbesondere die Konsumhaltung der (potenziellen) Nutzer_innen, bei denen sich "ein Anspruchsdenken eingestellt" habe. Den veränderten Bedürfnissen kommt der "deutsche" Ableger des weltweiten <link http://www.indymedia.org>Indymedia Centers</link> (IMC) angesichts der schwachen Beteiligung nicht mehr nach. In der Folge weichen viele auf kommerzielle Mediendienste aus, ohne sich der Bedeutung dieses Umschwenkens bewußt zu werden, so ein weiterer Vorwurf.
Während de.indymedia.org seit Jahren immer weniger genutzt und aufgrund mangelhafter Moderation vorallem Nachts von Neonazis, SPAM und Trolls beliefert wird, scheint das im Streit abgespaltene <link http://linksunten.indymedia.org>linksunten.indymedia.org</link> weniger Probleme zu haben, was nicht zuletzt an der regionalen Ausrichtung auf den Südwesten der Republik und dem noch jugendlichen Alter liegen mag.
Bereits im Juni 2012 hatte sich das <link https://at.indymedia.org/node/23146>österreichische IMC nach ähnlichen Schwierigkeiten aufgelöst</link>. Vergangene Woche kündigte <link https://london.indymedia.org/articles/13128>Indymedia London</link> seine Auflösung an.
Die de.indymedia.org-Betreiber_innen jedenfalls wollen nun einen letzten Versuch unternehmen, das Projekt personell, organisatorisch und technisch auf neue Beine zu stellen, sofern sich genügend Leute finden, die das unterstützen:
<blockquote><em>"Es muss sich jedeR Nutzer_In fragen, wie wichtig ihm/ihr das Projekt ist. Die Gemeinschaft steht vor der Frage, ob es de.indymedia.org als Veröffentlichungsplattform weiter braucht. In den letzten Jahren hat sich ergeben, dass immer weniger Menschen bereit sind, sich für den Erhalt des Netzwerkes einzusetzen. Falls sich keine weiteren Aktiven finden, die sich verbindlicher als jetzt einbringen, so wird sich de.indymedia.org wohl im Frühjahr/Sommer 2013 selbst auflösen. Eine Deadline ist für uns wichtig, da wir vermeiden möchten, dass das Projekt dahinsiecht und irgendwann nur noch als Spam-Seite endet, wie es anderen Indymedia-Projekten passiert ist. (siehe z.b. <link http://indymedia.dk>Indymedia DK</link>) Frei nach dem Motto "der letzte macht das Licht aus" würde ein solches Ende auch dazu führen, dass nach unbezahlten Rechnungen die Seite dann irgendwann einfach vom Netz genommen werden würde. Um das zu vermeiden haben wir uns entschlossen, nach Ablauf der Deadline im besten Fall de.indymedia.org als Veröffentlichungsplattform weiter zu betreiben oder aber, falls die Deadline ergebnislos verstreicht, die Seite zu Archivieren und in einer letzten Kraftanstrengung zu versuchen, die Rechnungen für die nächsten Jahre aufzubringen. Darüber hinaus würden wir es Schade finden, wenn die Bekanntheit von de.indymedia.org nicht weiter genützt würde und würden die Seite daher umbauen zu einem Sammelbecken, bei denen die Nachrichten verschiedener Blogs automatisch auf einer Seite abrufbar sind. (Ähnlich zu <link http://bethemedia.org.uk>BeTheMedia.org.uk</link>)"</em></blockquote>
Das ganze Statement und einen Einladung zum Mitdiskutieren auf der Mailingliste des Projektes gibt es unter:
<strong><link http://de.indymedia.org/2012/10/336058.shtml>http://de.indymedia.org/2012/10/336058.shtml </link></strong>]]></content:encoded>
			<category>Medien</category>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 14:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Digitales Eigentum bleibt gemein!</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////digitales-eigentum-bleibt-gemein/</link>
			<description>Die Open-Source/Freie-Software Bewegung genießt unter Linken einen relativ guten Ruf.1 Schuld daran...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Immaterielle Güter sind anders...</h4>
<p class="western">Zumindest einige Vertreter dieser Bewegung scheinen sich am Eigentum zu stören. Und zwar dort, wo es digitale Güter betrifft. Ihr Thema ist also nicht das Eigentum an Lebensmittel, Land und Fabriken, sondern das Eigentum, wenn es Software, Patente und Texte betrifft. In der Tat gibt es in der Sache durchaus einen Unterschied zwischen physischen Gütern und sogenannten „immateriellen“ Gütern.</p>
<p class="western">Wenn jemand mein Fahrrad benutzt, kann ich es nicht gleichzeitig verwenden. Ideen aber <span lang="de-DE">–</span> wie sie zum Beispiel in diesem Text vorkommen <span lang="de-DE">–</span> kann man verbreiten und mit anderen teilen, ohne dass man davon weniger hat. Wir wissen vom Inhalt dieses Textes nicht weniger, wenn die Leser­Innen nach dem Lesen mehr darüber wissen. Aber immerhin: Ihn zu lesen, zu verstehen, Fehler zu finden, die wir vielleicht darin gemacht haben, ist jedes Mal intellektueller Aufwand – eine Tätigkeit also, die Zeit kostet und Voraus­setzungen hat, z.B. muss man lesen gelernt haben. Ganz „umsonst“ und ohne Voraussetzungen geht das mit dem Verbreiten also nicht. Dennoch, der Text als solcher, und damit die darin enthaltene Informa­tion, hat die Eigenschaft, dass man ihn ohne Informationsverlust beliebig oft kopieren (und damit auch über­tragen, darstellen, verfügbar machen, kurz: benutzbar machen) kann. Wenn bestimmte Voraussetzungen einmal vorhanden sind (Computer, das Internet) kann man eine Datei, die den Text enthält, billig vervielfältigen – der Aufwand da­für wird dann so gering, dass er irgendwann für den Einzelnen praktisch gleich Null ist.</p>
<h4> <span style="font-family: Arial;">...und das Eigentum an ihnen fällt anders auf</span></h4>
<p class="western"> Auf hin- und herschwirrende Ideen, auf Dateien oder andere digitale „Informationsbehälter“ einen Eigentums­titel zu kleben, erscheint so als eine Einschränkung, die „künstlich“ ist, die nicht sein müsste – alleine schon deshalb, weil man es gewöhnt ist diese Dateien (illegal) zu kopieren. Hier fällt auf: Eigentum zu sein ist keine Eigenschaft dieser Sachen selbst, sondern es wird äußerlich gesetzt. Was dabei noch auffällt, ist, dass manche Dateien, z.B. Musik, nicht kopieren darf. Es gibt ein <em>Verbot</em>, diese weiterzugeben. Und das scheint bei Dateien nochmal besonders abstrus, da der Inhalt durch das weitergeben gar nicht verändert oder beschädigt wird. Beim „digitalen Eigentum“ erscheint also anders, nämlich deutlicher, dass die staatliche Gewalt mit ihren Patent-, Urheber- und sonstigen Rechten die Benutzung einschränkt. Das Eigentum erscheint hier klar als das, was es ist – als eine Schranke.</p>
<p class="western">Mehr noch, die Resultate von Wissenschaft und Technik waren schon lange vor dem Beginn der digitalen Datenverarbeitung Gemeinschaftsprodukte in dem Sinne, dass noch die kleinste neue Entdeckung oder Erfin­dung auf so zahlreichen anderen Entdeckungen und Erfindungen aufbaut, dass der jeweilige Urheber nur bei einem Bruchteil dieser notwendigen immateriellen Voraussetzungen weiß, wo sie herkommen. Mathematische Erkenntnisse bau­en auf anderen mathematischen Erkenntnissen auf, Software basiert auf Ideen anderer Softwarepakete oder gleich ganzen anderen Paketen.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote2anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote2sym"></a><sup>2</sup></p>
<p class="western">Um mit Erkenntnissen und Technologie voranzukommen, braucht man also Zugang zu dem, was es schon gibt. Wenn heute immer wieder Eigentumstitel verteidigt und genutzt werden, wenn also der Zugang und die Anwendbarkeit vorhandener Informationen gesetzlich beschränkt wird, dann ist das ein Hindernis für die Entwicklung von neuen Ideen. Eigentum erscheint als eine willkürliche Trennung dessen, was doch notwendig aufeinander verwiesen ist: Es ist nicht nur eine Schranke, um an bestehende Dinge oder bestehendes Wissen zu kommen, sondern sogar auch, um neue Sachen zu entdecken und zu entwickeln.</p>
<h4 class="western" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial;">Eigentumslosigkeit als Norm</span></h4>
<p class="western">Das Konzept Open Source ist zusammen mit der Entwicklung von Großrechnern, PCs und Internet entstanden und hat diese Entwicklung selbst voran­gebracht. Ausgangspunkt der Open-Source-Bewegung war die Wertschätzung besonderer Eigenschaften digitaler Güter, insbesondere die verlustfreie Reproduzierbarkeit und damit verbundene Vorteile bei der gemeinsamen Bearbeitung von Code<span lang="de-DE">.</span> Die Protagonisten dieser Bewegung wussten sich diese Eigenschaften bei ihrer Arbeit zu nutze zu machen, und beschäftigen sich mit den Voraussetzungen dafür. Die Beschäftigung mit diesem Thema war neu, denn am Anfang der praktischen In­formatik, so ab den 1950er Jahren, war der freie Zugang und die de facto uneingeschränkte Benutzbarkeit aller benötigten Informationen <span lang="de-DE">–</span> zumindest was Software anging <span lang="de-DE">– </span>selbstverständlich. Jedenfalls für Leute mit dem entsprechenden Wissen, die an einschlägigen, gut ausgestatteten Forschungseinrichtungen arbeiteten. Software wurde schlicht als Gratiszugabe zu massiven, teuren Großrechnern angesehen und entsprechend offen verteilt, studiert und verändert.</p>
<p class="western">Erst ab Mitte der 1970er Jahre entwickelte sich ein Markt für proprietäre Software – also Software, die man nicht einfach verbreiten und verändern darf. Firmen wie Microsoft begannen, mit dem Verkauf von Software und insbesondere von Lizenzen für die Benutzung von Software ein Ge­schäft zu machen.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote3anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote3sym"></a><sup>3</sup> Gegen diese neue Bewegung traten Leute wie Richard Stallman <span lang="de-DE">–</span> Gründer des GNU Pro­jekts, welches die bekannteste Open-Source-Lizenz, die General Public License (GPL), heraus gibt <span lang="de-DE">–</span> an, um den Status quo zu bewahren. Stallman und seine KollegInnen entwickelten Software gemeinsam, und bestanden darauf, dass andere ihre Produkte studieren, benutzen und weiterverbreiten dürfen sollen. Das ist, vom Stand­punkt der planvollen Produktion nützlicher Dinge betrachtet, eine vernünftige Sache.</p>
<h4 class="western" style="page-break-after: avoid;" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial;">Eigentum – eine Norm für die Welt der physischen Dinge?</span></h4>
<p class="western">Das GNU-Projekt war der Ursprung der Open-Source-Bewegung. Dieser Bewegung ist heute wichtig, dass aus den sachlichen Besonderheiten immaterieller Güter folge, dass das Eigentum für diese Güter eine geringere oder andere Rolle spielen müsse als für andere – materielle – Sachen.</p>
<p class="western">Damit entgeht dieser Bewegung aber genau das, was gerade an der Unterwerfung immaterieller Güter unter das Eigentum, vorangetrieben durch die Pioniere der proprietären Softwareentwicklung, auffallen könnte: Dass das Eigentum stets ein den Gütern äußerliches sozia­les Verhältnis ist. Protagonisten von Open Source (oder Bewegungen, die davon inspiriert wurden) unterstellen das Eigentum an solchen physischen Dingen als der Natur der Sache, insbesondere ihrer (angeblichen) natürlichen Knappheit, entsprechend.</p>
<p class="western">Zum Beispiel schreiben die Piraten in ihrem Grundsatzprogramm: „<em>Systeme, welche auf einer technischen Ebene die Vervielfältigung von Werken be- oder verhindern ("Kopierschutz", "DRM", usw.), </em><em><strong>verknappen künstlich</strong></em><em> deren Verfügbarkeit, um aus einem freien Gut ein wirtschaftliches zu machen. Die </em><em><strong>Schaffung von künstlichem Mangel aus rein wirtschaftlichen Interessen</strong></em><em> erscheint uns unmoralisch, daher lehnen wir diese Verfahren ab. […]Wir sind der Überzeugung, dass die nichtkommerzielle Vervielfältigung und Nutzung von Werken als </em><em><strong>natürlich</strong></em><em> betrachtet werden sollte und die Interessen der meisten Urheber entgegen anders lautender Behauptungen von bestimmten Interessengruppen nicht negativ tangiert.</em>“<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote4anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote4sym"></a><sup>4</sup></p>
<p class="western">Was digitale Güter angeht, beklagen die Piraten also, dass dort Menschen qua Eigentumstitel „künstlich“ vom Benutzen abgehalten werden, entgegen der „natürlichen“ Eigenschaft von Information kopiert werden zu können. Andererseits können sie dies bei materiellen Dingen so generell nicht feststellen, diese sind nach der Logik des Grundsatzprogramms durchaus von selbst „wirtschaftliche Güter“. Eine Annahme die den Verfassern so selbstverständlich zu sein scheint, dass sie dies nicht explizit erwähnen.</p>
<p class="western">Das GNU-Projekt spricht den angenommenen Unterschied zwischen ideell und materiell explizit an: „<em>Unsere Ideen und Intuitionen über das Eigentum an materiellen Dingen handeln davon, ob es richtig ist jemanden ein Objekt wegzunehmen. Sie betreffen das Kopieren nicht direkt. Eigentümer wollen aber, dass wir jene dennoch anwenden […] Aber Leute im allgemeinen haben wahrscheinlich nur Sympathien für die Beanspruchung von natürlichen Rechten aus zwei Gründen. Ein Grund ist eine </em><em><strong>überdehnte Analogie mit materiellen Dingen</strong></em><em>. Wenn ich Spaghetti koche, dann erhebe ich Einspruch dagegen, wenn jemand anderes sie isst, weil ich sie dann nicht mehr essen kann. Seine Aktion schadet mir genauso viel wie sie ihm nützt; nur einer von uns kann die Spaghetti essen, die Frage ist, wer von uns? Der kleinste Unterschied zwischen uns ist genug um die ethische Balance zu stören. Aber wenn Du ein Programm, das ich geschrieben habe, ausführst oder veränderst, dann betrifft das Dich direkt und mich nur indirekt. Ob Du deinem Freund eine Kopie gibst betrifft Dich und deinen Freund wesentlich mehr als es mich betrifft. Ich sollte nicht die Macht haben Dir zu sagen das nicht zu tun. Niemand sollte das.</em>“<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote5anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote5sym"></a><sup>5</sup></p>
<p class="western">Die aufgemachte Trennung zwischen materiellen und ideellen Dingen im Bezug auf das Eigentum, stimmt aber so nicht.</p>
<ol> <li> <p class="western">Das Eigentum ist erst einmal gleichgültig dagegen, ob der Eigentümer eine Sache benutzt oder nicht. Wenn Leute an Eigentum an materiellen Gütern denken, dann denken sie an ihre persönlichen Hab­seligkeiten, Dinge die sie mehr oder weniger regelmäßig brauchen. Das trifft aber das Eigentum nur am Rande, es funktioniert viel grundsätzlicher. Zum Beispiel werden besetze Häuser geräumt und stehen dann wieder leer. Oder Waldstücke werden eingezäunt von Eigentümern, die in ganz anderen Gegenden wohnen. Die Frage, ob jemand eine Sache gebrauchen kann, stellt sich dank Eigentum so nicht. Das Eigentum an einer Sache gilt, ganz egal, ob der Eigentümer oder jemand anderes diese – zum Beispiel gegen Bezahlung <span style="font-family: Times New Roman;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">–</span></span></span> benutzt. Die absolute Verfügung über Reichtümer egal welcher Art und welchen Umfangs einklagbar zu machen, das ist das Privateigentum und es wird mit allen erforderlichen Mitteln vom Staat durchgesetzt. Egal ob materi­elles oder immaterielles Gut – dem Eigentum ist es erst einmal ziemlich egal, wer was wie benutzen will. In dieser Hinsicht ist die Unterscheidung also Pustekuchen.</p> </li> <li> <p class="western">In einer Hinsicht spielt das Benutzen-wollen aber schon eine Rolle – eine negative. Das Ei­gentum an einem Haus ist Ausdruck des Ausschlusses Dritter von der Benutzung des Hauses. Mit dem Haus selber kann man nämlich kein Eigentumsverhältnis eingehen, der ist nur ein Haus, nicht fähig zu einem Rechtsverhältnis. Genauso wie eine DVD mit Windows darauf nicht unbedingt installiert werden darf, nur weil sie gerade bei mir herumliegt: Die Funktion eines Eigentumstitels ist ja gerade, dass andere mein Eigentum nicht be­nutzten dürfen ohne mein Einverständnis, obwohl sie wollen und vielleicht auch unmittelbar physisch könnten. Das, was den FreundInnen der freien Software an digitalen Gütern auffällt, könnte ihnen am Eigentum an materiellen Dingen genauso auffallen: Eigentum ist ein Verhältnis zwischen Leuten, nicht zwischen Dingen und Leuten, und ein ziemlich negatives Verhältnis zwischen Leuten dazu. Eigentum ist eine Schranke für die Benutzung, bei der es darauf ankommt, dass der andere das, was meines ist, will, es aber, weil es meines ist, nicht (unmittelbar) kriegen kann. Die Eigentumsgarantie für materielle Dinge gibt es nicht obwohl, sondern weil andere die Eigentumsgegenstände wollen, brauchen, benötigen. Das Eigentum an Brot und erst recht an Brotfabriken ist deswegen relevant, weil andere Leute Hunger haben. Sonst bräuchte man den Ausschluss nicht garantieren.</p> </li> <li> <p class="western">Außerdem: Den harten Gegensatz zwischen materiell und immateriell bezüglich der Reproduzierbarkeit von Gütern gibt es nicht. Man kann materielle Dinge herstellen, was nichts anderes heißt als die festgestellte Knappheit zu beseitigen. Es gibt nicht eine bestimmte Anzahl von Brotmessern in der Welt, man kann mehr herstellen. Klar, dafür muss man dann was tun, aber einfach „knapp“ ist da nichts.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote6anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote6sym"></a><sup>6</sup> Zum Herstellen braucht man aber Zugang zu den Produkti­onsmitteln, die wiederum auch in privater Hand sind. Auch dabei ist gleichgültig, ob man sie „wirklich“ braucht oder ob sie gerade benutzt werden. Allerdings ist ein Unterschied zwischen Software und Brotmessern, dass die zeitgemäßen Produktionsmittel für Software inzwischen billige Massenprodukte sind und bei den meisten Leuten sowieso schon zu Hause herumstehen. Mit einem zehn Jahre alten Computer vom Sperrmüll kann man Softwa­re schreiben, die auf dem Stand der Technik ist.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote7anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote7sym"></a><sup>7</sup> Entsprechend braucht man in die Produktion von Software „nur“ Bildung und Arbeitszeit zu investieren, während man bei etwa bei Brotmessern von ihren Produktionsmitteln – auf dem Stand der Technik – ausgeschlossen ist. Dafür bräuchte es tatsächlich eine eine Brotmesserfabrik und die will erst einmal gekauft werden.</p> </li> <li> <p class="western">Die Produktionsmittel wiederum sind auch nicht einfach „knapp“, die kann man auch größtenteils herstellen. Zu den Produktionsmitteln bekommt man keinen Zugang, weil ihr Zweck für den Eigentümer ist, sich da­mit Zugang zu den Reichtümern der Gesellschaft zu verschaffen und darüber hinaus Geld zu vermehren. Er weiß ja, dass er sich mit anderen immer einigen muss, um an deren Produkte heranzukommen. Entsprechend benutzt er seine Fabrik – sowie Leute, die keine Fabriken haben, d.h. Arbeitskräfte – um etwas herstellen zu lassen, was er verkaufen kann. Mit dem Erlös kann er dann einkaufen gehen – am besten und in der Regel wieder Arbeitskräfte und Produktionsmittel, damit der Spaß wieder von vorne losgeht. Genau wie bei immateriellen Gü­tern ist man bei materiellen Gütern in einer arbeitsteiligen Gesellschaft auf die anderen angewie­sen. Weil hier Eigentum gilt, ist man aber von deren Produkten prinzipiell ausgeschlossen und ist so darauf verwiesen, den Bedarf anderer für sich auszunutzen. Die Absurdität anders auf den Punkt gebracht: Gerade weil man auf die anderen ange­wiesen ist, beharrt man auf deren Ausschluss. Wenn alle mir nur etwas geben, wenn ich etwas gebe, dann werde ich darauf schauen, dass ich das, was ich habe, auch einsetze dafür, dass ich was kriegen kann <span lang="de-DE">…</span> indem ich anderen genauso gegenüber trete wie sie mir.</p> </li> </ol>
<p class="western">Eigentum hat den gleichen ausschließenden Charakter, unabhängig davon ob es um materielle oder immaterielle Güter geht. Das sieht die Open-Source-Bewegung aber ganz anders – und teilt damit eine fatale Fehleinschätzung über den Kapitalismus mit so vielen anderen Menschen.</p>
<p class="western">Nochmal anders herum gesagt: Der „linke Flügel“ der Open-Source-Bewegung beharrt auf einer strikten Trennung zwischen digitalen und materiellen Gütern, um damit das Eigentumsregime über digitale Güter zu kritisieren. Mit ihrer Argumentation bestätigen und zementieren sie aber gerade, dass Menschen qua Eigentum von den Dingen, die sie brauchen, ausgeschlossen sind. Die Parole „<span lang="en-US">Free Software today, free carrots tomorrow</span>“ eines linken Open-Source-Aktivisten mag nett klingen, mit dem Appell an die „Eigentumskritik“ von Open-Source wird aber die falsche Vorstellung bestätigt, die „Karotten für alle und zwar umsonst“ verhindert.</p>
<h4 class="western" lang="de-DE">Open-Source-Lizenzen: Eigentumskritik mit den Mitteln des Rechts?</h4>
<p class="western">Wenn man Open-Source-Software entwickelt, ist der Zugang zum eigenen Arbeitsprodukt in Form von Recht organisiert. Insbesondere das Urheberrecht gilt ohnehin: Es wird vom Staat für alles gesetzt, was einen ideellen Urheber hat. Aber darüber hinaus legt eine Open Source-Lizenz mit den Mitteln des Rechts fest, was man mit dem Produkt machen darf und was nicht – grundsätzlich nicht anders als an vielen anderen Stellen in der bürgerlichen Gesellschaft üblich, insbesondere in der Industrie. In der Regel darf man den Quellcode lesen, verändern und weiterverbreiten.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote8anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote8sym"></a><sup>8</sup> In den genauen Bestimmungen unterschei­den sich die verschiedenen Lizenzen erheblich. Grob lassen sich dabei zwei Varianten von „Offenheit“ unterscheiden. Die bereits erwähnte GPL sagt aus, dass wenn man ein GPL lizenziertes Stück Software in seinem Programm benutzt, das Programm selbst dann auch wieder unter GPL stehen muss. Das heißt, die Lizenz ist „virulent“ und Komponenten stecken sich gegenseitig an. Zum Beispiel kann man nicht einfach den Linux Kernel (also den Kern des Betriebssystems) nehmen, ein paar Veränderungen ma­chen und das Ergebnis ohne Quellcode verbreiten; man muss auch den Quellcode der eigenen Änderungen frei­geben.</p>
<p class="western">Die BSD-Lizenz ist da weniger strikt.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote9anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote9sym"></a><sup>9</sup> So sind zum Beispiel BSD-Programme Bestandteil von Microsoft Windows, ohne dass deswegen irgendwelche Quellen veröffentlicht werden müssten. Die Lizenz regelt nur, was man machen muss, wenn man die Quellen selbst verbreitet. Und sie regelt zweitens, dass man niemanden verklagen darf, wenn etwas schief geht: ein Haftungsausschluss. Die beiden Seiten können sich in der Frage lange streiten: Die einen (GPL) meinen, man müsse die Freiheit mit Zwang schützen, die anderen (BSD) meinen, dass dabei die Freiheit verloren gehe.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote10anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote10sym"></a><sup>10</sup></p>
<p class="western">Wer nun Recht hat oder ob die Frage sich nicht lösen lässt, weil diese Freiheit ihr Gegenteil, die Herrschaft, enthält, müsste in einem anderen Artikel geklärt werden. Was man aber feststellen kann, ist, dass diese Art der praktischen Eigentumskritik das (Mit-)Eigentum an einem Softwareprodukt notwendig voraussetzt. Richard Stallman hat deswegen die GPL als einen „legal hack“, also als einen legalen Trick bezeichnet.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote11anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote11sym"></a><sup>11</sup> Man insis­tiert auf seinem Eigentum<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote12anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote12sym"></a><sup>12</sup> (indem man Lizenzbedingungen einfordert), um die freie Weitergabe zu garantieren.</p>
<p class="western">Das Rechtssystem – garantiert durch die Staatsgewalt – lässt sich aber nicht überlisten: Lizenzen (egal welcher Art) sind legal bindende Verträge, die im Zweifelsfall von der Staatsgewalt durchge­setzt werden können, wenn eine Seite sie einfordert.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote13anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote13sym"></a><sup>13</sup> Das hat zu der Situation geführt, dass z.B. Wissenschaft­ler, die ihre Forschungssoftware für andere zugänglich machen, sich massenweise mit verschiedenen inkom­patiblen Lizenzmodellen beschäftigen: Darf ich die Open-Source-Software eines anderen Wissenschaftlers le­gal mit meiner Open-Source-Software kombinieren?<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote14anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote14sym"></a><sup>14</sup> Aus der kreativen Anwendung und Überlistung des Rechts – Stallman und Co. machen „Ansagen“ an das Recht –, wurde die ganz prinzipielle Unterwerfung unter das Recht – das Recht macht Ansagen an Stallman und Co –, schlicht, weil das Recht so funktioniert.</p>
 Mehr noch, in einer Gesellschaft, wo fast nur Anhänger des Rechts herumlaufen, hat solch ein „Hack“ so seine eigene Dynamik. Inzwischen hat sich der Bereich, auf den Lizenzen in diesem Stil angewendet werden, erheblich erweitert. Die Creative-Commons-Bewegung<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote15anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote15sym"></a><sup>15</sup> empfiehlt auch Wissenschaftlern, Kulturschaffenden und im Zweifelsfall je­dem, der seine Urlaubsfotos ins Internet hochlädt, sich nachhaltig zu Eigentümern ihrer jeweiligen Informati­onsprodukte zu erklären, um dann, aus einem Baukasten der Rechteeinräumung schöpfend, Dritte mehr oder weniger von der Benutzung auszuschließen. Lawrence Lessig's Creative-Commons-Initiative hat im Gegensatz zu Richard Stallman auch keine Probleme mehr mit dem real existierenden Copyright-Regime, wenn sie richtig feststellt: „<span lang="en-US">Creative Commons licenses are copyright licenses – plain and simple. CC licenses are legal tools that creat­ors can use to offer certain usage rights to the public, while reserving other rights. Without copyright, these tools don’t work.</span>“<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote16anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote16sym"></a><sup>16</sup> Und bei der Durchsetzung dieses Copyright-Regimes hilft die CC-Bewegung kräftig mit. Inzwischen werden auch Dinge mit Eigentumstiteln ausgestattet, über die sich vorher einfach niemand Gedanken ge­macht hat, z.B. die oben erwähnten Urlaubsfotos<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote17anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote17sym"></a><sup>17</sup>.
<p class="western">Wie präsent der Formalismus des Rechts in den Köpfen dieser Leute ist, kann man an der Kontroverse und der Zurückziehung der Devnations-2.0-Lizenz sehen.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote18anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote18sym"></a><sup>18</sup> Die Devnations-2.0-Lizenz sah vor, dass Menschen in „Entwicklungsländern“ Produkte kostenlos benutzen dür­fen, aber Leute aus den kapitalistischen Zentren nicht. Eine Lizenz, die also die echte materielle Ungleichheit wenigstens zum Thema gemacht hat.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote19anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote19sym"></a><sup>19</sup> Sie wurde zurückgezogen, weil sie Bewohner aus Industriena­tionen diskriminierte, und damit die Gleichheit vor dem Gesetz verletzte. Wenn man der Open-Source Bewe­gung nachsagen will, sie sei mit einer Eigentumskritik ans Werk gegangen <span lang="de-DE">–</span> wenn auch auf immaterielle Gü­ter beschränkt <span lang="de-DE">–</span> oder sie habe sich am Ausschluss der Menschen vom digitalen Reichtum dieser Welt gestört, dann hat sie auf jeden Fall das Gegenteil erreicht. Hacken kann man die Rechtsordnung eben nicht – eine vernünftige Kritik sieht anders aus.</p>
<h4>Software-Allmende für Unternehmensgewinne</h4>
<p class="western">Der Erfolg der Open-Source-Bewegung beruht auch darauf, dass sie sich bestens mit der ansonsten weiterhin nach allen bekannten Prinzipien der privaten Ausnutzung von Erfindungen gedeihenden IT-Branche ver­trägt<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote20anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote20sym"></a><sup>20</sup>. Im folgenden ein paar Beispiele, die verdeutlichen sollen, wie Geschäft und Open-Source zusammen passen, also wie man mit etwas Geld verdient, was man umsonst zur Verfügung stellt.</p>
<p class="western">Die Mozilla Foundation – vor allem bekannt als Herstellerin des Browsers Firefox – erhält einen Großteil ihres Verdienstes von Google Inc. Google Inc. zahlt dafür, dass Google auf dem Firefox die voreingestellte Suchmaschine des Browsers ist. Apple wiederum setzt mit seinem OS-X-Betriebssystem auf ein Open-Source-System auf, dafür arbeiten sie auch mal an Open-Source-Projek­ten mit. Die Resultate nutzt diese Firma dann, um Hardware, Softwarepakete, Filme und Musik zu verkaufen – sehr er­folgreich in letzter Zeit. Die Entwicklung des Kerns des Linux-Betriebssystems geschah laut einer kürzli­ch veröffentlichten Studie angegeben nur zu 7,7 % der aktuellen Entwicklung explizit unbezahlt<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote21anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote21sym"></a><sup>21</sup>. Die größten Firmen, die Mitarbeiter damit beschäftigen, an diesem Betriebssystem mitzuwirken, sind Red Hat Linux, IBM und Novell, also Global Player auf dem internatio­nalen IT-Markt. Sie entwickeln Linux mit, um lohnende Geschäfte damit zu machen. Sie verkaufen zum Beispiel An­wendungen, die auf Linux laufen oder bieten Firmen Support-Verträge an: Ihr kauft unser Produkt und wir stellen sicher, dass es rund läuft. Dafür zahlen andere Unternehmen dann Geld, obwohl man sich aus Open-Source-Projek­ten das Resultat grundsätzlich selbst zusammen bauen könnte. Google verbreitet sein Android-Betriebssystem und seinen Web­browser unter einer Open-Source-Lizenz – vor allem damit dank der Verbreitung von guten Smartphones Leute noch mehr Zeit im Internet verbringen, wo Google sein Geld mit Werbung und Dienstleistungen verdient. Nokias Qt-Bibliothek – mit der man graphische Benutzeroberflächen auf verschiedenen Betriebssystemen schreiben kann – ist Open Source, sodass Ent­wickler sich damit anfreunden können. Aber um nicht quelloffene Anwendungen damit zu bauen, braucht man eine kommerzielle Lizenz. Viele Firmen steuern Hilfe zur Entwicklung vom GCC-Compiler bei, weil das ein zentrales Stück Infrastruktur für jede Softwarefirma ist.<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote22anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote22sym"></a><sup>22</sup> Es ist billiger, das zusammen zu entwi­ckeln, als unabhängig eine eigene Alternative zu entwickeln. Selbst Microsoft hat inzwischen einige Produk­te unter Open Source-Lizenzen veröffentlicht.</p>
<p class="western">Moderne Standort- und Wettbewerbspolitiker, die der Liebhaberei für das Hin- und Herschieben und Manipu­lieren von Bytes ganz unverdächtig sind, haben das verstanden – sie fördern und propagieren die Pflege und den Ausbau dieser gemeinschaftlich verfügbaren Infrastruktur nach Kräften. Zum einen, weil das den Standort stärkt und zum anderen weil die eigenen Behörden mit so manchem Open-Source-Produkt einfach billiger fahren. Übrigens: Durch sein Universitätswesen hat der bürgerliche Staat schon lange vor dem C64<a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote23anc" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote23sym"></a><sup>23</sup> dazu bei­getragen, dass Grundlagenforschung und Wissen zum Wohle des nationalen Wirtschaftswachstum verwendet werden. Dazu passt auch ganz gut, dass die zwei prominentesten Open-Source-Lizenzen (GPL und BSD) an amerikanischen Eliteuniversitäten (MIT und Berkeley) entwickelt wurden.</p>
<p class="western">Auch hat der moderne bürgerliche Staat erkannt, dass sein Patentrecht nicht nur Hebel für die private Ausnutzung von Innovationen ist, sondern eben auch Schranke – insofern versteht er auch die Sorgen der Open-Source-Aktivisten ganz gut. Wenn Innovationen nicht als Grundlage für neue Innovationen genutzt werden können, sieht es schlecht aus mit dem Wirtschaftswachstum. Darum hat er sich ein Patentrecht gegeben, das Patente jeweils für nur begrenzte Zeiträume schützt. Damit gibt er den widersprüchlichen Interessen von Ein­zelkapitalisten (die ihre patentierten Erfindungen ordentlich ausbeuten wollen, qua Ausschluss aller anderen nicht-Zahler von der Nutzung der Patente) und ideellem Gesamtkapitalist (der Rest der Wirtschaft will und soll die Patente als Grundlage und Mittel des eigenen Wachstums nutzen können) an der Ausnutzung und Fortschreibung der Technik eine Verlaufsform.</p>
Im kulturellen Bereich, also dort, wo CC-Lizenzen verbreitet sind, verhält sich die Sache oft nicht anders. Übrigens auch nicht bei denen, die ihren Produkten eine nicht-kommerzielle CC-Lizenz verpassen, also eine Lizenz, derzufolge man ein Produkt nur im nicht-kommerziellen Rahmen verwenden darf. Darin steckt die Absicht, andere davon auszuschließen, von den eigenen Arbeitsergebnissen geldmäßig zu profitieren. Dieser prinzipielle Vorbehalt, selbst im Falle etwa eines online gestellten Urlaubsfotos der Einzige zu sein, der von dessen Verbreitung profitieren könnte, hat selbstverständlich nichts zu tun mit der Kritik an einer Gesellschaft, die auf wechselseitigem Ausschluss von nützlichen Dingen und notwendiger Angewiesenheit jedes einzelnen auf eigenes Eigentum oder eigene Arbeitskraft basiert. Das Beharren auf dem Recht des Urhebers ist keine Eigentumskritik, sondern der Standpunkt des Eigentümers in Konkurrenz zu anderen.
<hr />
 
<div id="sdfootnote1"><p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote1sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote1anc"></a>1In der Szene tobt ein teilweise erbitterter Streit um die Frage, ob man nun „Open Source“ oder „Freie Software“ entwickele. Das erste ist ein Modell zur Softwareentwicklung, das zweite ist ein umfassender Ansatz zum Thema Software, also ein Anspruch, manchmal auch Philosophie genannt, daran, was man mit Software machen können soll. Wir benutzen in diesem Text die Bezeichnung „Open Source“ ganz einfach, weil sie besser bekannt ist. Korrekterweise müssten wir „Freie Software“ schreiben, da unsere Kritik den umfassenderen Anspruch dieser Bewegung betrifft und nicht das schlichte Projekt das Entwickeln von Software effektiver zu gestalten.</p></div>
<div id="sdfootnote2"><p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote2sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote2anc"></a>2Bei der Softwareproduktion ist es – vernünftigerweise – üblich, häufig genutzte Funktionen in separate Pakete auszulagern, die man dann in ver­schiedenen Produkten benutzt. Die Dinger, in die solche Funktionen ausgelagert werden, heißen treffend Bibliotheken.</p></div>
<div id="sdfootnote3"><p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote3sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote3anc"></a>3Bill Gates' Brief an den Homebrew Computer Club ist ein interessantes Dokument der Zeitgeschichte, in dem man gut nachlesen kann, dass es zu Beginn der neuen Entwicklung durchaus notwendig war, diese Privatisierung zu rechtfertigen: <link http://www.digibarn.com/collections/newsletters/homebrew/V2_01/gatesletter.html>http://www.digibarn.com/collections/newsletters/homebrew/V2_01/gatesletter.html</link></p>
<p class="sdfootnote"> 4Zitiert nach <link https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Urheberrecht_und_nicht-kommerzielle_Vervielf.C3.A4ltigun>https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Urheberrecht_und_nicht-kommerzielle_Vervielf.C3.A4ltigun</link>, Hervorhebungen von uns.</p></div>
<div id="sdfootnote4"><p class="sdfootnote"> 5„<span lang="en-US"><em>Our ideas and intuitions about property for material objects are about whether it is right to take an object away from someone else. They don't directly apply to making a copy of something. But the owners ask us to apply them anyway. [… ] But people in general are only likely to feel any sympathy with the natural rights claims for two reasons. One reason is an </em></span><span lang="en-US"><em><strong>overstretched analogy with material objects</strong></em></span><span lang="en-US"><em>. When I cook spaghetti, I do object if someone else eats it, because then I cannot eat it. His action hurts me exactly as much as it benefits him; only one of us can eat the spaghetti, so the question is, which one? The smallest distinction between us is enough to tip the ethical balance. But whether you run or change a program I wrote affects you directly and me only indirectly. Whether you give a copy to your friend affects you and your friend much more than it affects me. I shouldn't have the power to tell you not to do these things. No one should.</em></span>“ <link https://www.gnu.org/philosophy/why-free.html>https://www.gnu.org/philosophy/why-free.html</link>, unsere Hervorhebung.</p></div>
<div id="sdfootnote5"><p class="sdfootnote"> 6Deswegen ist es auch albern, wenn Ökonomen immer mit Strandhäusern und berühmten Gemälden um die Ecke kommen, um ihre Theorien zu bebildern. Sie wählen Beispiele, wo Dinge wirklich knapp sind, um damit Aussagen über Sachen wir Brote, Wohnungen, Autos und Kleidung zu machen. Anders gesagt, sie wählen sich als Beispiele, Sachen die man nicht einfach durch Produktion vermehren kann, um die Ökonomie, wo es ja anscheinend ständig darum geht, dass die Leute mehr ackern, zu erklären.</p></div>
<div id="sdfootnote6"><p class="sdfootnote"> 7Dieses Verhältnis ändert sich im Moment, so dass die Aussage in ein paar Jahren so nicht mehr stimmen könnte. Wenn Software auf vielen verteilten Rechnern läuft die zusammen etwas berechnen, dann ist der 10 Jahre alte PC vielleicht nicht mehr das adäquate Produktionsmittel.</p></div>
<div id="sdfootnote7"><p class="sdfootnote"> 8Quellcode heißt einfach nur das Programm in einer Sprache, die man als Mensch mehr oder weniger gut lesen kann, naja außer Perl halt.</p></div>
<div id="sdfootnote8"><p class="sdfootnote"> 9BSD steht für Berkeley Software Distribution, denn da kommt die Lizenz ursprünglich her.</p></div>
<div id="sdfootnote9"><p class="sdfootnote"> 10Manchmal stecken aber auch ganz einfache ökonomische Überlegungen hinter der Wahl der Lizenz. Die Mehrheit der Open-Source-Software im Bereich der „angewandten Mathematik“ steht unter der BSD-Lizenz, weil es oft Firmen gibt, die die gar nicht weiterverkaufen sondern selbst benutzen Software wollen und nur dann mitarbeiten, wenn sie das relativ uneingeschränkt können. Die Mehrheit der Open-Source-Software aus Akademikerhand im Bereich der reinen Mathematik hingegen steht un­ter GPL-Lizenzen, weil die einzigen Firmen, die sich für diesen Code interessieren, solche Firmen sind, die am Verkauf von dieser Software Geld verdienen. Entsprechend schützt man sich dagegen, dass der eigene Code als Teil einer solchen kommerziellen Software an einen für teures Geld wieder verkauft wird.</p></div>
<div id="sdfootnote10"><p class="sdfootnote"> 11Dass jemand wie er darauf kommt, das Rechtssystem kreativ anzuwenden, ist auch nicht verwunderlich. Schließlich hat er gar kein Problem damit, dass die Dinge des täglichen Bedarfs nur für Geld zu haben sind, nämlich dass da jemand auf sein „gutes Recht“ auf Bezahlung behaart.</p></div>
<div id="sdfootnote11"><p class="sdfootnote"> 12Übrigens: Sein Eigentum gibt man ganz und gar nicht auf mit einer Open-Source-Lizenz. Die Bestimmungen in den Lizenzen gelten grundsätzlich nur für andere, ich als Eigentümer darf mit meinem Eigentum weiterhin machen, was ich will. Das ist die Grundlage eines Geschäftsmodells, durch welches man eine (eingeschränkte) Version seines Produkts als Open Source zugänglich macht und eine (verbesserte) Version ganz normal verkauft (z.B. die Qt-Bibliothek).</p></div>
<div id="sdfootnote12"><p class="sdfootnote"> 13Dieser „Trick“ wurde inzwischen in den führenden kapitalistischen Ländern als rechtlich bindend anerkannt: D.h. man kann in Deutschland jemanden verklagen, wenn er gegen die General Public License verstößt, z.B. indem er seine Änderungen am Quellcode nicht öffentlich zugänglich macht.</p></div>
<div id="sdfootnote14"><p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote14sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote14anc"></a>14Die Antwort auf die Frage kann gut auch mal „nein“ heißen, wie ein relativ junges Beispiel aus der mathematischen Software-Welt zeigt: <link http://gmplib.org/list-archives/gmp-discuss/2008-May/003180.html>http://gmplib.org/list-archives/gmp-discuss/2008-May/003180.html</link></p>
<p class="sdfootnote"> 15Die Creative-Commons-Bewegung ist eine Reaktion auf Industriezweige, in denen die unmittelbaren Produzenten wie z.B. Musiker ihre Rechte in der Regel komplett an eine Verwertungsgesellschaft abtreten, d.h. ihr Eigentum an den eigenen Produkten verlieren. Das ist analog zum Industriear­beiter bei Mercedes, dem ebenfalls kein Stück des von ihm hergestellten Autos gehört. Dagegen sind CC-Lizenzen erst einmal die Behauptung des Eigentums am eigenen Produkt.</p></div>
<div id="sdfootnote16"><p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote16sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote16anc"></a>16„Creative Commons-Lizenzen sind Copyright Lizenzen – schlicht und einfach. CC-Lizenzen sind rechtliche Werkzeuge, die Urheber verwenden, um bestimmte Nutzungsrechte für die Öffentlichkeit unter Vorbehalt anderer Rechte bieten zu können. Ohne Urheberrecht würden diese Tools nicht funktionieren.“ <link http://creativecommons.org/weblog/entry/22643>http://creativecommons.org/weblog/entry/22643</link> (unsere Übersetzung)</p></div>
<div id="sdfootnote17"><p class="sdfootnote">17Auf der inzwischen nicht mehr ganz so beliebten Photoplattform Flickr wird man mit der Frage behelligt, welche Lizenz denn die eigenen Fotos, darunter viele Schnappschüsse, haben würden; ein erst einmal etwas fernliegender Gedanke. Ein anderes Beispiel ist die Open-Knowledge-Conference 2008 in London. Eine Open-Knowledge-Aktivistin berichtete enttäuscht von einem Gespräch mit einer Lehrerin, die sich beschwerte, dass sie nun – dank der Aufklärung der Open-Knowledge-Aktivsten – auf die Lizenz von Unterrichtsmaterialien acht geben müsse, während sie bisher einfach aus Büchern kopiert habe, was sie so brauchte. Früher habe es einfach niemanden interessiert, ob man aus einem Buch kopieren dürfe.</p></div>
<div id="sdfootnote18"><p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote18sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote18anc"></a>18Siehe <link http://creativecommons.org/licenses/devnations/2.0/>http://creativecommons.org/licenses/devnations/2.0/</link> und <link http://creativecommons.org/retiredlicenses>http://creativecommons.org/retiredlicenses</link></p>
<p class="sdfootnote"> 19Um ein Missverständnis zu vermeiden: Wir meinen nicht, dass man die Armut in der Welt mit solchen Lizenzen abschafft.</p></div>
<div id="sdfootnote19"> 20„<span lang="en-US"><em>Many people believe that the spirit of the GNU Project is that you should not charge money for distributing copies of software, or that you should charge as little as possible — just enough to cover the cost. This is a misunderstanding. Actually, we encourage people who redistribute free software to charge as much as they wish or can.</em></span>“ <link http://www.gnu.org/philosophy/selling.html>http://www.gnu.org/philosophy/selling.html</link></div>
<div id="sdfootnote21"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote21sym" href="http://www.luzi-m.org/nachrichten/comptec/rss.xml#sdfootnote21anc"></a>21Bei 25% der Arbeit war allerdings unklar, ob und wer bezahlte: <link http://lwn.net/Articles/222773/>http://lwn.net/Articles/222773/</link></div>
<div id="sdfootnote22"><p class="sdfootnote">22Ein Compiler übersetzt Programme aus dem Quellcode in ein Format, das auf dem Computer ausführbar ist. Ohne einen freien und vernünftigen Compiler macht Open-Source wenig Sinn. Ist der Compiler nicht frei verfügbar kann man Software zwar im Quellcode verändern, aber diese Änderungen nicht anwenden – es sei denn man kauft sich eine Lizenz für einen Compiler. Ist der Compiler schlecht, dann haben Open-Source Programme das Nachsehen gegenüber der proprietäre Konkurrenz. Lange Zeit war der GCC Compiler die einzige Open-Source Option wenn es darum ging Programme aus den populären Sprachen C und C++ zu übersetzen.</p>
 23Commodore 64, beliebter Heimcomputer in den 80ern.</div>]]></content:encoded>
			<category>Wirtschaft &amp; Soziales</category>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Medien</category>
			<category>Kultur</category>
			
			<author>info@junge-linke.org</author>
			<pubDate>Tue, 18 Sep 2012 12:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mozilla verlangt Unmögliches</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////mozilla-verlangt-unmoegliches/</link>
			<description>Wer heute die Standard-Home-Seite des Mozilla-Browsers Firefox öffnete (&quot;about:home&quot;), sah sich mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA["Passe Firefox mit deiner Nationalflagge an und feiere den weltweiten Gemeinschaftsgeist."
Hä? Nationalflaggen und Gemeinschaftsgeist?]]></content:encoded>
			<category>Und übrigens</category>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Internationales</category>
			<category>Medien</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 11:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Repression und die Strafe für Faulheit</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////repression-und-die-strafe-fuer-faulheit/</link>
			<description>Obwohl immer wieder auf die Gefahren eines zu laxen Umganges mit Datenträgern und Internet...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war eine Art Rundumschlag und die Kritik daran war unüberhörbar. Als im Januar die "Bewegung Schwarzer Phönix" erklärte, die Logins von rund 100 linken Gruppen und Einzelpersonen ergattert zu haben, hagelte es Kritik. Mit der Dampfhammermethode wollten die Hacker_innen die Genoss_innen "auf den leichtsinnigen Umgang mit brisanten Daten <link record:tt_news:409>aufmerksam" machen</link>.
Die Beklauten, von denen viele einfachste Passwörter wie "anarchy" benutzt hatten, hielten diese Art der "Pädagogik" für unsolidarisch und kontraproduktiv. In der Tat wollte die Gruppe neu erstellte Passwörter an Dritte weitergeben, die diese dann an die Betroffenen weiterreichen sollten. Ob die Betroffenen inzwischen <link record:tt_news:354>komplexere Passwörter </link>verwenden?
Obwohl zum Beispiel die Rote Hilfe immer wieder - zuletzt im Rahmen der <link record:tt_news:429>Antirepressionswoche 2011</link> - vor einem zu laxen Umgang mit Daten, E-Mails und dem Internet warnt und Workshops zum sicheren Umgang damit anbietet, nehmen viele Aktivist_innen dies nicht ernst und an. Und so wird manchem/mancher erst nach der Hausdurchsuchung oder gar erst vor der Gerichtsverhandlung klar, dass es besser gewesen wäre, sich gegen Angriffe auf den eigenen Datenbestand und -verkehr zu wappnen.
<h3>Screenshots im 30-Sekunden-Takt</h3>
Polizei und Geheimdienste versuchen - legal und illegal - immer wieder, auf Verkehrs- und Nutzungsdaten vermeintlicher Krimineller oder Verfassungsfeinde zuzugreifen. Immer wieder fallen den Staatsorganen dabei auch für das konkrete Verfahren zwar völlig uninteressante, für die Ausspähung einer Szene jedoch brauchbare Daten in die Hände. <link http://ijure.org/wp/archives/476>Im Januar wurde beispielsweise bekannt</link>, dass das bayerische Landeskriminalamt illegalerweise einen Trojaner auf dem Rechner eines Beschuldigten einsetzte, der im 30-Sekunden-Takt Screenshots, also Abbilder des Monitors an die Ermittler_innen schickte.
Erst in den Ermittlungsakten finden Aktivist_innen und andere Kriminalisierte womöglich erst Hinweise darauf, dass ihre Internet-Kommunikation abgehört wurde, obwohl sie vermeintlich sichere Dienste wie "Skype" eingesetzt hatten. Bereits im Januar 2008 (!) war jedoch der Piratenpartei ein <link http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ein-Bayerntrojaner-zum-Abhoeren-von-Internet-Telefonie-182553.html>Schreiben des bayerischen Justizministeriums zugespielt</link> worden, das den Einsatz eines "Bayerntrojaners" nahelegt, der Internettelefonie bereits vor der Verschlüsselung mitschneidet und unauffällig versendet.
Es darf also davon ausgegangen werden, das (nicht nur) Repressionsorgane des Staates mit verschiedenen legalen und illegalen Mitteln an der Überwachung der Infrastruktur von Aktivist_innen arbeiten.
<h3>"Das ist mir zu kompliziert"</h3>
Dennoch scheinen viele Leute diese Gefahren zu verdrängen, das Thema wird weggeschoben. Auf Nachfrage geben Einige immer wieder an, dass sie sich schon mal mit Sicherheitsfragen bei Computer und Internet befasst hätten, das jedoch "zu kompliziert" sei und sich in ihrem Falle "kaum lohnt". Ob es sich jedoch lohnt, entscheiden im Zweifelsfall Staatsanwaltschaft und Ermittlungsricher_innen. Und so kompliziert ist das ganze - vor allem Angesichts des Mehr an Sicherheit - heute nicht mehr.
Luzi-M hat daher versucht, einige Aspekte der Sicherung von Computern, Daten und Internet-Kommunikation zusammengefasst zu beleuchten und zu erklären. In unserem Service-Bereich "<link service/comit/>Internet und Technik</link>" haben wir jetzt Informationen zu
<ul> <li><strong></strong><link service/comit/cryptmail/><strong>E-Mail-Verschlüsselung</strong></link></li> <li><strong></strong><link service/comit/anonymer-im-netz-mit-tor/><strong>Anonymisierung mit TOR</strong></link></li> <li><strong></strong><link service/comit/datenaufbewahrung/><strong>Datenaufbewahrung und -vermeidung</strong></link></li> </ul>
zusammengestellt. Mit nur wenig Geduld lassen sich auf diese Weise einige Gefahren minimieren.]]></content:encoded>
			<category>Überwachung &amp; Repression</category>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Wed, 11 May 2011 15:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Super, X-pire Gmbh!</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////super-x-pire-gmbh/</link>
			<description>Nun endlich gibt es ihn: den &quot;digitalen Radiergummi&quot;.
</description>
			<content:encoded><![CDATA[Dass mensch auch mit eher mäßig durchdachten "Lösungen" für (Schein-) Probleme Geld verdienen kann, beweisen findige Marketinggeeks gerade im Internet immer wieder. Ihr verkauft nun - mit viel Rückendeckung durch die Bundesregierung  - den "digitalen Radiergummi". Wahnsinn. Wir haben gleich mal zugelangt und radiert.
Und leider das Verfallsdatum falsch eingegeben.
<img style="float: left;" title="Der Schlüssel für dieses Bild bzw. die xPire-Lizenz ist abgelaufen." src="http://www.luzi-m.org/fileadmin/Bilderarchiv/Und_uebrigens/crypted_image.jpg" alt="Der Schlüssel für dieses Bild bzw. die xPire-Lizenz ist abgelaufen." width="221" height="216" />
Wir erinnern uns: Im Herbst vergangenen Jahres schwappte die <link record:tt_news:397>"Google Streetview"-Hysterie</link> über die Republik. Viele hatten Angst, dass nun jedE_r ihr Haus sehen kann und weil die Regierung Erfolge brauchte, rief sie das Volk zum Widerspruch auf. Doch damit nicht genug. Verbraucher_innenministerin Ilse Aigner kündigte aus Protest gar ihren Facebook-Account!
Etwas später meldeten sich immer mehr Menschen, die es doof fanden, dass die Personalabteilung Ihres Wunscharbeitgebers, der* neue Partner* oder Wähler_innen die selbst hochgeladenen Fotos ihrer Sauf- und Kotzabende im Internet sehen können. Und so kam die Idee auf, die fehlende Medienkompetenz durch technischen Schnickschnack auszugleichen.
Professor Michael Backe von der Saarland-Uni benutzt hierfür ein altbekanntes Verfahren. Bilder (und später auch andere Dateien) werden einfach verschlüsselt und der Schlüssel mit einem Verfallsdatum versehen, bevor sie ins Internet gestellt werden. Nach Ablauf der Frist können die Bilder nicht mehr geöffnet, also angezeigt werden.
Eine tolle Idee, dachte sich die Bundesregierung und promotete die clevere Geschäftsidee. Denn eines ist klar: der Prof. und "seine" Studies verlangen für <link http://www.x-pire.de/>"ihr" Konzept</link> natürlich Kohle. 24 Euro im Jahr muss zahlen, wer Bilder verschlüsselt hochladen will (was passiert, wenn nicht gezahlt wird, ist unklar).
Nun hat das ganze - neben der Kohlefrage - einen deutlichen Nachteil: um die verschlüsselten Bilder anzeigen zu können, brauchen Nutzer_innen ein PlugIn für ihren Browser. Bisher gibt es dieses nur für Mozilla Firefox. Das Problem mit den Saufgelagefotos ist damit auch keinesfalls aus der Welt: Natürlich lassen sich die Fotos problemlos, etwa per Screenshot kopieren und weiterverbreiten.
Aber wie so oft gilt: wenn nur ein Prozent auf den Schmarrn - <link http://www.heise.de/newsticker/meldung/Digitaler-Radiergummi-ist-gestartet-1175979.html>heise</link> nennt die Idee "Todgeburt" - hereinfällt, hat es sich gelohnt. Die Entwicklungskosten dürften eher gering gewesen sein.]]></content:encoded>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Und übrigens</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 14:45:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Pädagogische Hacker_innen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////paedagogische-hacker-innen/</link>
			<description>&quot;Hacktivist_innen&quot; ergattern Logins von 100 linken Gruppen und Einzelpersonen, um diese zu...</description>
			<content:encoded><![CDATA["Wir haben den Account der Gruppe XYZ gehackt" - da staunten am gestrigen Mittwoch wohl nicht wenige linke Gruppen, als sie nicht mehr an ihre Mailaccounts heran kamen. Die "Bewegung Schwarzer Phönix" -  wandte sich an das Umfeld der Gruppen und kündigte an, das neue Passwort übergeben zu wollen. Hintergrund der Aktion: "auch in eurer region ist kein sicherheitsbewustsein vorhanden."
In der Tat geht es den Hacker_innen wohl um die Sensibilisierung linker Gruppen und Einzelpersionen für Sicherheitsfragen rund um die Internetkommunikation, darum also, "auf den leichtsinnigen Umgang mit brisanten Daten aufmerksam" zu machen. So schreibt die <link http://linksunten.indymedia.org/de/node/32436>"Bewegung Schwarzer Phönix" auf indymedia</link>:
<blockquote><em>"Doch der hauptsächliche Grund, warum wir die Accounts übernahmen und das nun öffentlich machen, ist, dass uns niemand zuhörte. Wir haben vor Sicherheitslücken gewarnt, doch wir wurden in den meisten Fällen ignoriert oder beschimpft. Eine Überprüfung der Sicherheitslücken fand in den meisten Fällen nicht statt. Es scheint so, dass einige erst hinfallen müssen, bevor sie das Laufen richtig lernen."</em></blockquote>
<h3>Passwort: "anarchy"</h3>
In der Tat scheint es bei vielen, auch bedeutenden Gruppen kein ausreichendes Sicherheitsbewusstsein zu geben. Oft kommen Aktivist_innen erst nach einer Hausdurchsuchung auf die Idee, Daten auf dem wiedererlangten (und dann neu aufgesetzten) Computer zu verschlüsseln und neue, gute Passwörter zu verwenden. Den Hacker_innen zufolge war es bei einigen Gruppen bzw. Personen erschreckend leicht:
<blockquote><em>"Von Sicherheit vor Neonazis und den Repressionsapparat wird in linken oder militanten Kreisen sehr oft geredet oder geschrieben. Getan wird scheinbar wenig. Für viele übernommene Accounts, waren jeweils oft nur wenige Minuten nötig. Die schnellste Übernahme in unserer Aktion hat 5 Sekunden gedauert." </em></blockquote>
Die Hacker_innen versuchten mit einer mehrstufigen Vorgehensweise an die Zugangsdaten zu kommen: raten, fragen (!) oder Sicherheitslücken ausnützen. Nicht wenige der ergatterten Accounts wurden erraten:
<blockquote><em>"Wenn das Passwort "Passwort" oder "anarchy" lautet, dann brauchten wir nicht lange raten. Ein Teil der Betroffenen hatte ein solches leicht zu erratendes Passwort. Das mit dem "anarchy" ist kein Scherz, sondern anscheinend in linken Kreisen weit verbreitet. Bei einen grossen Teil der Gehackten setzten wir einfach das Passwort mit der "geheimen Frage" zurück. Wir können gerne die schnellste von uns beantwortete "geheime Frage" nennen: "1+1?""</em></blockquote>
Nach eigener Aussage verwendete die "Bewegung Schwarzer Phönix" auch Keylogger, um an Daten heran zu kommen. Wie sie die kleinen Programme auf die Nutzer_innen-Rechner brachten schreiben sie nicht. Das Ergebnis: "Einige Menschen benutzen noch immer nur 5-stellige Passwörter und andere fahren unheimlich auf Pornobilder ab."
<h3>Kritik an riseup und Nutzer_innen</h3>
Ausgerechnet das als zuverlässiger linker Provider geltende "riseup" kommt bei der Auswertung der Hacker_innen nicht gut weg. Über die Passwortrücksetzung per E-Mail lasse sich in vielen Fällen fast mühelos nachvollziehen wer hinter einer E-Mailadresse steckt, so die Hacktivist_innen. Die Registrierung und die Einladungsfunktion - neue Nutzer_innen benutzen Invite Codes bereits bestehender Nutzer_innen - seien "ein Witz".
Doch nicht nur der Provider steht in der Kritik. Den Nutzer_innen fehle es auch nicht nur an der Kreativität bei der Passwortwahl. Auch die in Accounts gespeicherten sensiblen Informationen überraschen in dieser Fülle:
<blockquote><em>"Neben Protokollen von regionalen und überregionalen klandestinen Treffen konnten wir viele persönlichen Hintergrundinformationen erfahren, auch solchen, mit der sich Menschen erpressbar machen. Komplexe Recherchen über faschistische Gruppierungen mit Hinweisen auf die recherchierenden Menschen und deren Vorgehensweise waren ebenso zu finden, wie Informationen über die Planung von politischen Aktionen. </em>
<em>Auch die klandestine Kommunikation von Antirepressionsgruppen konnte sich nicht wirklich vor uns verstecken. Dabei ist in dieser Arbeit am meisten Vorsicht geboten. Schockiert hat uns jedoch, dass wir auch an Selbstbezichtigungsschreiben für militante Aktionen gelangten, die teilweise individuelle Merkmale über die verfassenden Personen enthalten."</em></blockquote>
Unter anderem gewann die "Bewegung" Einblick in die interne Kommunikation der Berliner Soligruppe "Freiheit für Andrea" und der Gruppe "Unzensiert Lesen", die sich um die von zahlreichen Hausdurchsuchungen und Verfahren betroffenen Buchläden<br />kümmert.
"Schwazer Phönix" schließt mit einigen grundsätzlichen Sicherheitstipps. So sollen unterschiedliche, lange, kryptische Passwörter verwendet werden. Zudem sollten Festplatten beispielsweise mit <link http://www.truecrypt.org>Truecrypt </link>verschlüsselt werden. <link 131>Tipps zu E-Mailverschlüsselung mit Mozilla Thunderbird haben wir hier zusammengestellt</link>. In mehreren Gerichtsprozessen <link record:tt_news:354>hat sich gezeigt</link>, dass die Kombination mehrerer Verschlüsselungsverfahren nachweislich funktioniert.
Am Ende warnen die Hacker_innen nochmals vor den Gefahren durch Leute innerhalb und außerhalb der "Szene", die derart leichtan Daten herankommen und damit Schaden anrichten könnten. Dessen ungeachtet boten sie das Passwort der Münchner Politguppe ausgerechnet einem nicht gerade kleinen Kollektiv an:
<blockquote><em>"wir würden gerne den account zurückgeben! am liebsten an das cafe marat - ihr kennt ja die leute aus der XYZ münchen und könnt ihnen dann das neue passwort geben."</em></blockquote>
Datenschutz ist auch das nicht. Aber zur Diskussion regt es an.]]></content:encoded>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Überwachung &amp; Repression</category>
			<category>Stadtgespräch</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 10:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>In eigener Sache: luzi-m zieht um</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////in-eigener-sache-luzi-m-zieht-um/</link>
			<description>Um die Kosten zu reduzieren, zieht luzi-m in den kommenden Tagen auf einen neuen Server - Ausfälle...</description>
			<content:encoded><![CDATA[[<strong>Update 16-10-10</strong>: Am Ende ging alles schneller, als gedacht. Seit gestern liegen wir auf einem neuen Server - manchE wirds an der neuen IP-Adresse 78.46.32.98 erkannt haben. Seit heute nun scheint das ganze auch relativ stabil zu laufen. Unser Mailserver hatte sich  Anfangs noch gesperrt, aber inzwischen geht auch das. Eventuell werden wir noch die einei oder andere Schraube drehen müssen, aber das sollte sich in Grenzen halten. Unseren Leser_innen danken wir jedenfalls für die Geduld]
Gerade hatten wir <link record:tt_news:263>alles mögliche erneuert</link>, da steht schon wieder ein Umzug an. So ist das eben in München. Die Kosten steigen und steigen, aber die Einnahmen stagnieren. Jetzt aber haben wir (beim gleichen Anbieter) etwas größeres, schnelleres und billigeres gefunden. <br /><br />Luzi-M wird daher schon in den nächsten Tagen auf einen neuen Server umziehen, ein exakter Termin steht jedoch noch nicht fest. Entsprechend wird die Seite für eine gewisse Zeit nicht zu Verfügung stehen. Auch danach kann es noch zu einigen Unregelmäßigkeiten kommen. Wir bemühen uns, diese Einschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren, wenngleich uns dafür keine Schar von unbezahlten Praktikant_innen zu Verfügung steht.<br /><br />Etwa ab Ende Oktober sollte dann wieder alles passen. An der Webadresse <link 2>www.luzi-m.org</link> ändert sich nichts. <span style="text-decoration: line-through;">Näheres und ein konkretes Datum wird an dieser Stelle bekannt gegeben</span>.]]></content:encoded>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Stadtgespräch</category>
			<category>Medien</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 13:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Huch, was ist denn hier passiert?</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////huch-was-ist-denn-hier-passiert/</link>
			<description>Luzi hat am Layout herum geschraubt und erweitert ihr Angebot</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Liebe Leser_innen,</h3>
vielleicht hat sich ja wer gewundert, was in letzter Zeit mit luzi-m.org los war, immer wieder hatte es kleine Ausfälle gegeben. Nun, wir haben einige Updates aufgespielt und die Zeit der Umrüstung für Layout- und technische Verbesserungen genutzt, von denen wir Ihnen im Folgenden einige vorstellen möchten:
<h4>Layout</h4>
Unter dem neuen Titelbild haben wir die Startseite verändert:
<ul> <li>Der Minikalender wurde links entfernt und findet sich nur noch als kleines Icon rechts neben den Terminen.</li> <li>Der Bereich Schwerpunkte fällt weg, stattdessen werden alle Nachrichten gleichberechtigt im Hauptbereich angezeigt. </li> <li>Auf der linken Seite wollen wir unterhalb der Rubrik "Und übrigens" Kurzmeldungen präsentieren</li> <li>Unter den Kurzmeldungen stehen die letzten fünf Kommentare</li> </ul>
<h4>RSS-Überblick</h4>
Um Ihnen einen Überblick darüber zu bieten, was andere Seiten und Weblogs berichten, haben wir unter <link 116>/nachrichten/newsflash</link> eine kleine Auswahl von RSS-Feeds zusammengestellt.  Zur Zeit finden Sie dort zunächst die jeweils 5 letzten Beiträge von
<ul> <li><link http://planet-monaco.jogspace.net/ _blank external-link-new-window de.indymedia.org>planet-monaco.jogspace.net</link></li> <li><link http://de.indymedia.org _blank external-link-new-window de.indymedia.org>de.indymedia.org</link></li> <li><link http://linksunten.indymedia.org _blank external-link-new-window linksunten.indymedia.org>linksunten.indymedia.org</link></li> <li><link http://muenchenpervers.blogsport.de _blank external-link-new-window "München pervers">muenchenpervers.blogsport.de</link></li> <li><link http://maechenblog.blogsport.de>maechenblog.blogsport.de</link> </li> <li><link http://maedchenmannschaft.net _blank external-link-new-window "München pervers">maedchenmannschaft.net</link></li> </ul>
Weitere RSS-Feeds können - auch auf Vorschlag - noch folgen.
<h4>Links zu  Social Networks</h4>
Unser Tribut an die hippe Web2.1-Generation ;-) Unsere Artikel lassen sich jetzt einfach und per Knopfdruck vermailen oder in Social Network-Seiten eintragen. Dezeit werden Facebook, Twitter, MySpace, del.icio.us, Technorati, LinkedIn und identi.ca unterstützt.
<h4>OpenStreetMap eingebunden</h4>
(Noch) weit weniger bekannt als "Google Maps", dafür aber Open Source und daher frei verfügbar: Unter <link http://www.openstreetmap.org/ _blank external-link-new-window openstreetmap.org>www.openstreetmap.org</link> entsteht ein freies Kartenwerk, an dem viele Nutzer_innen mitarbeiten.
Luzi-M nutzt OpenStreetMaps bei den Veranstaltungsorten und bei den <link 29>Adressen im Service-Bereich</link>. Damit ersparen Sie sich den Klick zu Google und sehen gleich, wo Sie hin müssen.
<h4><span class="header3">Mehr Komfort beim Veröffentlichen</span></h4>
Die Veröffentlichungs-Maske für Artikel und Termine wurde vor einiger Zeit ebenfalls umgerüstet. Im Wesentlichen wurde ein so genannter "Rich Text Editor" integriert, der das Formatieren des Artikels erleichtert. Zudem besteht am Ende der Eingaben die Möglichkeit, mehrere Bilder und/oder Dateien mitzusenden.
Inzwischen sind wir im großen und ganzen mit der Erprobungsphase fertig.
Über diese Arbeiten hinaus haben wir einige kleinere Probleme wie die instabile https-Umleitung, fehlerhafte Druckversionen etc. korrigiert. Weitere, kleinere Neuerungen, auch im Layout, stehen vielleicht demnächst an. Natürlich freuen wir uns über <link 94>Verbesserungsvorschläge, Kritik und sonstige Rückmeldungen</link> unserer Leser_innen ebenso wie über zugesendete Termine und Artikel. Viel Spaß bei uns und da draußen! <br /><br /><strong>die luzi</strong>]]></content:encoded>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Medien</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Öfter mal ein gutes Passwort nehmen</title>
			<link>http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum////oefter-mal-ein-gutes-passwort-nehmen/</link>
			<description>Unter dem Titel &quot;Das Passwort: Die einzige Konstante im Leben&quot; weist heise.de/security darauf hin,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nach dem <link http://www.heise.de/security/meldung/Das-Passwort-Die-einzige-Konstante-im-Leben-1030313.html _blank external-link-new-window "heise.de/security: Das Passwort - Die einige Konstante im Leben">heise-Bericht</link> würden &quot;41 Prozent der Bundesbürger [...] aus eigener Initiative niemals  ihre Zugangscodes für Online-Konten, E-Mail-Postfächer,  Auktionsplattformen, PCs oder das Handy&quot; verändern. Doch auch den 17 Prozent, die einmal im Quartal  Passwörter wechseln, drohten Gefahren. Daher fordere der Branchenverband Bitkom von Anbieter_innen zusätzlich &quot;Vorgaben zur Mindestlänge und dem Schwierigkeitsgrad des Passwortes&quot;.
 Dass sich der Einsatz von Verschlüsselung und gut gewählen Passwörtern lohne, zeigt heise ebenfalls&nbsp; auf:
<div class="indent"><i>&quot;Aktuelle Fälle zeigen, inwieweit die Wahl des Passworts die  Widerstandsfähigkeit gegen Knackversuche beeinflussen kann. So hat sich  das FBI einem <a href="http://g1.globo.com/English/noticia/2010/06/not-even-fbi-can-de-crypt-files-daniel-dantas.html" rel="external">Bericht</a> des brasilianischen TV-Senders Globo zufolge  zwölf Monate mit einer Wörterbuchattacke an einem per  <link http://www.truecrypt.org/ _blank external-link-new-window truecrypt.org>Truecrypt</link>-verschlüsselten Container die Zähne ausgebissen. Das FBI hatte  die Dateien von den brasilianischen Behörden erhalten, nachdem diese  sich bereits 5 Monate daran versucht hatten. Die Datei stammte von dem  wegen betrügerischer Transaktionen angeklagten Banker Daniel Dantas.&quot;</i></div>
Das alles helfe natürlich nichts, wenn bereits ein so genannter &quot;Passwort-Sniffer&quot; als Trojaner auf dem Rechner weile, wenngleich ein häufiger Passwortwechsel auch hier verzögernd wirken könne.
<br />Der Ganze Artikel ist unter <link http://www.heise.de/security/meldung/Das-Passwort-Die-einzige-Konstante-im-Leben-1030313.html>http://www.heise.de/security/meldung/Das-Passwort-Die-einzige-Konstante-im-Leben-1030313.html</link> zu finden.

]]></content:encoded>
			<category>Computer &amp; Technik</category>
			<category>Kurzmeldung</category>
			<category>Überwachung &amp; Repression</category>
			
			<author>redaktion@luzi-m.org</author>
			<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 10:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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