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"Kreditkarte aufgehangen, folgen Sie den Staat"
Auch wenn es inzwischen schon als altmodisch gilt: noch immer versuchen es Leute mit schwach formulierten "Phishing-Mails".
Vor kurzem erst erzählten wir an dieser Stelle von offenbar russisch-sprachigen "Internet-Betrüger_innen", die zu geizig für eine gute Übersetzung ihrer Fake-Mails waren.
Inzwischen haben wir aus unserem SPAM-Ordner erfahren, dass wir wohl auch Mitglied von "Visa Europe" sind ("Hallo Gast Visa Europe"). Aber anstatt einfach nur einen Grund zu nennen, warum wir unsere nicht vorhandenen Keditkartendaten in das Formular der seltsamen Website "h**p://zaminra.ns11-wistee.???/..." eingeben sollen, verplappern sich die Verfasser_innen:
"Wir haben zu bestimmen,dass jemand Ihre Karte ohne Ihre Erlaubnis verwendet haben."
Nun ja, wen die das so bestimmen. Warum "Visa" dann aber unsere "Kreditkarte aufgehangen" hat und an unsere Staatshörigkeit appelliert, bleibt vollends rätselhaft:
"[...] und folgen Sie den Staat zur Aktualisierung der Informationen in Ihrer Kreditkarte."
Erst am Ende wiederum lässt ein eiziger Buchstabe darauf schließen, dass auch die Verfasser_innen dieser Mail nicht wie vorgegeben in Frankreich sitzen:
"Tous droits rйserves."
Wieder nichts gelernt also.
P.S.: Ach ja lieber Herr Schmidbauer! Wollen Sie uns resp. den Merkur-Leser_innen nun dennoch ernsthaft erzählen, dass Sie derartigen "Internetbetrug" ohne die "Vorratsdatenspeicherung" nicht bekämpfen können, ja dass wir ohne die präventive Datensammelei "nicht mehr weit davon entfernt [sind], dass Betrug im Internet faktisch straffrei ist"? Wow. Da vertrauen wir doch lieber unsrem SPAM-Filter.










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