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Berühmte Frauen in München - (7) Maria Ward (1585- 1645)
Von: luzi-m
Ein virtueller Stadtrundgang. Inspiriert von Nicki Endrich und Marie Heß. Aufgeschrieben und erweitert von Luzi-m.
Mary Ward wuchs in England geboren und war, weil die einen Schneid hatte und so unkonventionell war die "Pippi Langstrumpf unter den Nonnen", wie dies Nicki Endrich so unnachahmlich schön ausdrückte.
In England konnte sie, wie auch Maria Stuart ihren Glauben nicht ausleben und musste mitansehen wie Katholikinnen hingerichtet wurden. Nachdem die Sprengung des Parlaments im Rahmen der katholischen Pulververschwörung ein Fehlschlag war, sieht sie sich gezwungen England zu verlassen. Obwohl sie zahlreiche Verehrer hat, will sie nicht heiraten und tritt in das Klarissenkloster St. Omer in Flandern ein.
Dort wird die Tochter aus reichem Hause zu ihrem Unwillen zum Almosensammeln verpflichtet und gründet wenig später lieber selbst ein Klosterinstitut "Die englischen Fräulein", weil sie merkt, dass die strengen Ordensregeln - vorallem die Klausur - nicht zu ihrem Vagabundinnenleben passen. Die Klausur verbietet Nonnen sich frei in der Öffentlichkeit zu bewegen. Durch die Gründung der ersten Lehrinstitute für Frauen wird sie auch zur Vorkämpferin für andere Institutsgründungen wie das der "Armen Schulschwestern" 1847, die die Klausur zu Gunsten der Seellsorge ebenfalls verweigern.
Sie geht nach Rom und versucht mit Neugründungen von Instituten vor den Augen des kritisch gestimmten Papstes Urban VIII ihn von ihren Ordensregeln zu überzeugen. Er aber schliesst ihre Institute, auch weil der Druck der anderen Kirhenpatriarchen zu gross wird und sperrt sie als Ketzerin kurzzeitig ein.
Max I. schenkt Maria Ward ein Haus für 10 Nonnen. Es stand am heutigen Marienhof an der Dienerstrasse, es ist aber bei der Säkularisierung im 18. Jahrhundert platt gemacht worden. Obwohl Maria Ward die "Englischen Schulschwestern schon 100 Jahre vor den "Armen Schulschwestern" gegründet hatte, wurden sie erst zehn Jahre nach den Schulschwestern als Orden anerkannt. Und erst seit sage und schreibe 1909 wird es dem Orden erlaubt, Maria Ward als Stifterin zu nennen. Wo sind die Pippi Langstrumpfs unter den Nonnen geblieben, die wegen ähnlicher frauenfeindlicher Regeln wie die Klausur mal eben zum Papst oder auch zum Ministerpräsidenten gehen und ssagen: Naa, des und des passt ma ned."




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