"Kein Mal und nie wieder!"
Von: keineDer Widerstand gegen den für morgen geplanten Neonazi-Aufmarsch zum selbstverwalteten Zentrum "Kafe Marat" formiert sich
München. Wie inzwischen bekannt wurde, wollen die Neonazis um Phillip Hasselbach und Karl Richter nun am Freitg ab 19:30 Uhr vom Goetheplatz aus in Richtung "Kafe Marat" ziehen. Dort dürfen sie sich offenbar bis zu ca. 60 Meter dem Tröpferlbad nähern, vermutlich also bis zur Ecke Kapuzinerstr./Thalkirchner Straße. "Zum Widerstand gegen diese Provokation von Seiten der Nazis ruft ein breites Bündnis von bürgerlichen Formationen bis hin zu autonomen Antifa-Gruppen auf", so das Infoportal indymedia. Ziel dieses Bündnisses sei es, die Nazis an diesem Tag nicht in das linksalternativ und migrantisch geprägte Schlachthofviertel, in dem das Kafe Marat liegt, zu lassen. In dem Kafe findet am Freitagabend eine Infoveranstaltung des Antifaschistischen Informations- und Dokumentationsarchivs (A.I.D.A.) statt.
Während es nach einer Flugblattaktion der Kafe-NutzerInnen unterdessen bereits zu "zahlreichen Solidaritätsbekundungen aus der Nachbarschaft\" gekommen sein soll, scheinen die RechtsextremistInnen nach eigenen Angaben Schwierigkeiten bei einer Flugblatt-Aktion gehabt zu haben. Dagen haben, so der "rosarote panther" auf indymedia, "viele NachbarInnen sich bereits extra gemalte Anti-Nazi-Transparente aus dem Marat abgeholt. Insgesamt sieht es so aus, als ob die Mobilisierung gegen die Nazis relativ gut läuft und sowohl von bürgerlich-nachbarschaftlicher Seite als auch aus der radikalen Linken ziemlich viele Leute am Freitag am Start sein werden." Unter anderem mobilisieren neben NutzerInnen und Antifa-Gruppen inzwischen auch das Jugendinformationszentrum München, die Linke. München, Attac oder die Grüne Jugend München.
Direkt vor dem selbstverwalteten Zentrum findet am Freitag ab 18 Uhr eine antifaschistische Kundgebung statt. Aber auch auf dem Weg zwischen Goetheplatz und Thalkirchnerstraße werden - davon ist auszugehen - viele AntifaschistInnen und ViertelbewohnerInnen gegen den ersten Aufmarsch dieser Art protestieren.
Hintergrund des rechtsextremistischen Aufmarsches ist eine A.I.D.A.-Infoveranstaltung über die aktuelle Neonazistruktur in München und die Arbeit des Archivs. "Ganz eindeutig richtet sich diese Aktion gegen das Kafe Marat als selbstverwaltetes Zentrum für antirassistische, antifaschistische und emanzipatorische Kultur und Politik und gegen die Arbeit der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a.)", so Archiv-Sprecher Marcus Buschmüller.






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