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Führen und Leiten: Erfahrungen mit Pferden

Weisungsgebundene sind auch nur Pferde oder wie frau von anderen Gehorsam erpresst, ohne dass die...



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23.07.08 21:00

"Heimlich durchsuchen und Dateien verändern"

Dateien dürfen ab August <br />von der Polizei "verändert<br />und gelöscht werden"

Am 1. August tritt das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz in Kraft


23.07.08 08:02

"Kennen wir uns nicht?"

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CSU-Mehrheit beschließt Versammlungsgesetz

Die Polizei darf künftig Demonstrationen<br />auflösen, wenn die TeilnehmerInnen<br /> oder Teile davon durch <br />einheitliche Kleidung eine <br />bedrohliche Wirkung erzielen. <br />Demonstration gegen das <br />Versammlungsgesetz am 31.5.08

Der Kampf gegen das scharfe bayerische Versammlungsrecht konnte dieses nicht...


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Unabhängig davon, was mensch von...


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Lieber Schwuchtel als Kanake?

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Bericht über eine Podiumsdiskussion "Strategien der Ausgrenzung und die...


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Autonome Antifa am 13.06.08:<br />"entschlossenes Vorgehen"

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„Waldorfpädagogik - eine distanziert kritische Betrachtung“

Totenmaske Steiners

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Zur Abschaffung der Versammlungsfreiheit in Bayern

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Kundgebungen verhindert - NPD-Wahlantritt offen

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04.06.08 20:17
Kategorie: Stadtgespräch

"Ich habe abgeschworen!"

Vortrag von Mina Ahadi in der Seidlvilla

"Wir haben abgeschworen"- in bewusster Anlehung an die Parole der feministischen Kampagne "Wir haben abgetrieben" gegen den §217 aus den frühen 70er Jahren, trat Anfang 2007 der neu gegründet Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland in die Öffentlichkeit.

 

Auf Einladung der Gruppe ThinkTank34 kam deren Mitgründerin und Vorsitzende Mina Ahadi am Montag dieser Woche in die Seidlvilla um sich, ihre Organisation, sowie ihre kürzlich erschienene Biographie vorzustellen.

 

Mina Ahadi wurde 1956 im Iran geboren. Mit neun Jahren weigerte sie sich das Tschador zu tragen, wie sie erzählt:.„Ich mochte das einfach nicht. Ich konnte damit nicht normal laufen, es störte mich. Ich hatte das Gefühl, ich trage mit mir ein Gefängnis.“ Sie begann religiöse Dogmen zu hinterfragen, und unterstützte die linke Opposition gegen den Schah. 1979 musste sie ihr Medizinstudium nach der islamischen Revolution abbrechen, da sie als linke Oppositionelle verfolgt wurde. Mehrmals dachte sie: „Jetzt ist es soweit, jetzt haben sie mich...“ Zunächst hatte sie noch Hoffnung gehabt, dass die Mullahs sich nicht an der Macht halten konnten. „Die Mehrheit der Iraner will sie nicht, dachten wir.“ Doch dann wurde ihr Mann hingerichtet, und sie floh ins kurdische Grenzgebiet zwischen Iran und Irak. Zehn Jahre lebte sie dort als Partisanin, und leistete ihren KampfgefährtInnen mit notdürftigen Mitteln ärtzlichen Beistand. 1990 floh sie nach Österreich und zog 1996 nach Deutschland. Ihren Kampf für die Frauen- und Menschenrechte führte sie auch in Europa weiter und gründete 2001 das »Komitee gegen Steinigung«. Sie kritisiert den Kulturrelativismus in Deutschland: „So oft höre ich, dass Menschen sagen: Ach, das Kopftuch gehört doch im Iran zur Kultur. Aber dann frage ich: Gehören Steinigungen dann auch zur Kultur? Darauf bekomme ich dann keine Antwort.“ Pointiert bringt sie ihre Haltung auf den Punkt: „Was ist so schlimm, wenn eine Frau fremd geht? Eine Frau kann selber entscheiden, mit wem sie schläft. Was mischen sich die Mullahs da ein?.“

 

Im Zentralrat der Ex-Muslime will sie kämpfen „gegen eine weitere Islamisierung der Gesellschaft.“ Entschieden kritisiert sie Schäubles sogenannte „Deutsche Islam-Konferenz für Integration“: „Die dort eingeladenen Organisationen haben den Anspruch, die Interessen von allen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu vertreten, die aus sogenannten "islamischen" Ländern kommen“, sagt.sie. „Aber nicht alle Menschen aus diesen Ländern sind gläubige Moslems, oder wollen als solche gesehen werden. Der ganze Ansatz dieser Konferenz ist falsch.“

 

Deshalb habe sich den Zentralrat der Ex-Muslime gegründet. Das Medienecho sei am Beginn der Kampagne sehr gut gewesen. Zum ersten Mal hätten die Medien in Deutschland gemerkt, dass nicht alle Menschen aus sogenannten islamischen Ländern Moslems sind. Da man aus dem islamischen Glauben nicht direkt austreten kann, will der Zentralrat der Ex-Muslime ein Forum bieten und ein Zeichen setzten, für religionsfreie, säkular denkende Menschen, die entweder muslimischen Glaubens waren oder aber aus einem muslimisch geprägten Herkunftsland stammen.

 

Mittlerweile haben sich Partnerorganisationen in mehreren Ländern Europas und sogar in Afghanistan gegründet, wie Mina Ahdi nicht ohne stolz berichtet.

 

Es bleibt, ihr viel Erfolg bei ihrer Arbeit zu wünschen, - und dass sie sich auch weiterhin nicht einschüchtern lässt von Bedrohungen, wegen denen sie und ihre Kinder mittlerweile unter Personenschutz leben müssen.